„Endlich bekommen wir es mal honoriert“

Dorothee Lindenkamps Betrieb in Hünxe am Niederrhein liegt am Rande des Ruhrgebiets, die Zeche in zwei Kilometer Entfernung schloss 2007. Auf den übriggebliebenen Halden stehen mittlerweile große Windräder. „Bei uns ist Kiesunterboden, da läuft das Wasser schnell ab. Das merken wir bei der Trockenheit zur Genüge“, sagt sie, während sie auf die immer noch trockene Wiese blickt. Die engagierte rheinische AbLerin ist eine erfahrene Milchbäuerin und kennt noch jede ihrer 68 Kühe beim Namen. „Das war bei uns immer so, und ich hab das…

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Ferkelaufzucht in artgerechtem Haltungssystem

Ferkelaufzuchtställe mit hohen Tierwohlansprüchen sind in der breiten Praxis wenig anzutreffen. Schließlich gibt es derzeit auch noch keine Festlegung, wie zum Beispiel ein Aufzuchtstall nach dem staatlichen Tierwohlkennzeichen der höchsten Stufe drei aussehen soll. Was es gibt, sind aber Pioniere, die sich schon vor 20 Jahren auf den Weg zu mehr Tierwohl gemacht haben. Der hier vorgestellte Stall erfüllt aller Voraussicht nach die höchste Stufe der staatlichen Tierwohlkennzeichnung und ist darüber hinaus auch noch sehr kostengünstig zu bauen…

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GAP – Die Weichen werden gestellt

Eines haben wir auf alle Fälle erreicht: Die zukünftige Ausgestaltung der EU-Agrarförderung (GAP) wird nicht mehr in unzugänglichen Hinterzimmern verhandelt, die Medien und die Gesellschaft verfolgen das Geschehen mit regem Interesse. Und: Wir waren und sind sehr gut vorbereitet. Seit 2018 liegt unser Vorschlag auf dem Tisch, wie die Subventionen künftig an gesellschaftlich gewünschte Leistungen für Umwelt-, Klima- und Tierschutz geknüpft werden können und dabei viele Höfe ihr Einkommen darüber sichern können. Nur ein entscheidendes Detail…

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Gemeinwohl verschoben

Auch wenn Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner im Anschluss an die dreitägige Sonder-Agrarministerkonferenz in Berlin nicht zusagen wollte, dass sie die im Konsens beschlossenen Kompromisse der LänderagrarministerInnen zu 100 Prozent umsetze, wären diese gegenüber dem ersten Aufschlag aus dem Bundeslandwirtschaftsministerium dennoch ein größerer Schritt, wenn auch kein Sprung zu mehr Umweltleistungen. Immerhin 25 Prozent sollen in die Ausgestaltung der Eco-Schemes fließen, bei Klöckner waren es 20. Auch soll ein über die Jahre in drei…

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Im Banne der Viren

Wenn ein Hollywood-Regisseur einen Film über den heutigen Zustand der Welt drehen würde, dürfte es wohl ein Horrorfilm werden. „Im Banne der Viren“ oder „Der Angriff der Killerviren“ könnte er heißen, wenn es den Filmtitel nicht schon gibt. Tatsächlich wird die ganze Welt seit über einem Jahr von Viren bestimmt. Besonders das Corona- Virus Covid-19 hält die Welt in Atem. Erste Welle, zweite Welle, dritte Welle, ... mit Mutanten aus Großbritannien, Brasilien oder Südafrika, ... und immer wieder suchen wir das Licht am Ende des Tunnels. …

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EU-Mercosur-Abkommen braucht Neustart

Das EU-Mercosur-Abkommen steht vor dem Ratifizierungsprozess, allerdings ist der Zeitplan derzeit unklar, ebenso der Stand der Rechtsförmigkeitsprüfung des Vertragstextes in der EU. Es hagelt Kritik von verschiedenen Seiten, etwa von der europäischen Ombudsfrau Emily O’Reilly: „Die EU hätte vor einem Abschluss belegen müssen, dass sie die möglichen Auswirkungen auf die Umwelt und andere Fragen vollständig berücksichtigt hat.“ Solch eine Folgeabschätzung wurde bisher bei allen EU-Handelsabkommen rechtzeitig vor einer politischen Einigung und dem…

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Schritt für Schritt

Nie war Landwirtschaft in der gesellschaftlichen Diskussion so präsent wie jetzt, das jedenfalls ist meine Wahrnehmung. Und natürlich werden die Lösungen nicht einfacher, wenn viele, auch zum Teil nur indirekt Beteiligte, ein Thema diskutieren. Eine gute Basis ist, dass sich alle der Bedeutung der Landwirtschaft als Grundlage der Ernährungssicherung bewusst sind. Gleichzeitig schließen immer mehr landwirtschaftliche Betriebe ihre Hoftore zum letzten Mal, werden die ländlichen Räume leerer, die verbleibenden Betriebe größer. Vor diesem…

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„Ist der Wille zur politischen Transformation da?“

Interview mit Prof. Friedhelm Taube, Abteilung Grünland und Futterbau der Universität Kiel Unabhängige Bauernstimme: Herr Professor Taube, die Landwirtschaft in Deutschland ist hocheffizient und leistungsstark. In der aktuellen Diskussion werden immer wieder Stimmen laut, die fordern, diesen Standortvorteil zu nutzen, um Nahrungsmittel nicht nur für uns, sondern auch in zunehmendem Maß für den Export zu produzieren. Prof. Dr. Friedhelm Taube: Man muss festhalten, dass wir in den letzten 15 bis 20 Jahren den Selbstversorgungsgrad massiv…

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Jenseits von Rotkäppchen und den sieben Geißlein

Die Wiederansiedlung und Ausbreitung des Wolfes in Deutschland ist von Konflikten begleitet. Dabei geht es meist weniger um Fakten oder um Probleme und deren Lösungen, sondern sehr viel mehr um die Auseinandersetzung mit bewussten Falschinformationen und Hysterie. Das verwundert nicht, denn die vom Wolf ausgelösten Imaginationen und Assoziationen sind Teil unserer kulturellen DNA. So wird „die Wiederausrottung“ oder zumindest die „Einrichtung von wolfsfreien Gebieten“ gefordert, und bestimmte jagdliche Kreise verlangen die Freigabe einer…

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 Worum geht es beim Krach um die schwarze Fahne?

Ich meine, sie schon als Jugendlicher bei Kundgebungen der „Notgemeinschaft Deutscher Bauern“ Anfang der 60er Jahre gesehen zu haben: die schwarze Fahne mit Pflug und Schwert. Anders als damals löst ihr Zeigen heute heftige Proteste aus. Die Proteste sind angesichts des politischen Umfeldes, das zu der Fahne gehört, auch sehr gut zu verstehen. Meines Erachtens steht die Fahne aber nicht für eine, sondern für zwei sehr verschiedene Erzählungen. Bauernfahne / Sensenfahne Die Fahne entstand als individueller Beitrag des Bauernsohns und damaligen…

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Die Zukunft der Landwirtschaft in der Mitte der Gesellschaft

Der Wir-haben-es-satt-Protest vor Ort war diesmal coronabedingt nicht ganz so groß. 30 Trecker vorzugsweise aus dem Berliner Umland, zwei Handvoll reale und 10.000 virtuelle Demonstranten – Menschen, die ihren Fußabdruck verbunden mit ihren agrarpolitischen Forderungen vor's Kanzleramt geschickt hatten. Pünktlich zum WHES-Protest am 16. Januar veröffentlichte die Jugendorganisation des BUND – die BUNDjugend – eine Vision der Jugend für ein Landwirtschafts- und Ernährungssystem der Zukunft. Mitgetragen wird die Erklärung von elf weiteren…

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Lösung oder Sackgasse in Fernost?

China, China, immer wieder China – in Abwandlung des legendären Ausrufes eines Fußballreporters bei der WM 1954 könnte man heute die Wirkungen des internationalen Agrarhandels und der Weltmarktpreise bewerten, die auch unsere Preise beeinflussen. Auf dem deutschen Schweinemarkt brachten im Herbst Winter 2019/2020 die Folgen der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in China mehrere Monate die Preise auf ein Rekordhoch, das die Konten mancher Schweinebauern und vor allem der Fleischexportindustrie füllte. Nach den coronabedingten…

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Gemeinsam können wir das besser!

„26.000 Menschen haben noch im letzten Jahr, vor Corona, gegen die herrschende Agrarpolitik demonstriert“, berichtete die RBB-Abendschau am 16. Januar 2021. Letztes Jahr, im Januar 2020, blickten wir auf ein Jahrzehnt „Wir haben es satt!“, mehr als eine Viertelmillion Menschen insgesamt waren in diesen zehn Jahren auf die Straße gegangen: gegen das Höfesterben und für eine gerechtere Agrarpolitik, für mehr Tierwohl, Klima- und Artenschutz. Auch im Januar 2020 war das Corona-Virus bereits in der Welt, doch hier in Europa fühlten wir uns noch…

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Gemeinsam sind wir stark!

Wer hätte das gedacht! Nach einem Jahr großer Bauernproteste für und gegen Düngeverordnung, Bauernbashing, Insektenschutz, aber auch Agrarwende oder GAP-Reform sind wir jetzt, Ende 2020, schließlich beim Schlüsselthema für den Fortbestand der bäuerlichen Landwirtschaft und die Existenzsicherung möglichst vieler Betriebe angekommen: Bei den Erzeugerpreisen für Lebensmittel. Es begann Anfang November mit Aktionen frustrierter und wegen erneuter Rabattschlachten erboster Bäuerinnen und Bauern bei einigen Zentrallagern der großen…

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Ferkelerzeuger zur Sau gemacht

„Der Ferkelerzeuger trinkt Wasser, der Mäster Wein und der Handel trinkt Sekt“, diese alte Schweinehalterweisheit bestätigt sich in dieser Zeit wieder einmal. Die Schlachthofschließungen durch Corona und die Exporteinschränkungen durch die Afrikanische Schweinepest (ASP) haben den Schweinemarkt komplett durcheinandergewirbelt. Der „Schweinestau“ in den Mastställen bewegt sich weiterhin bei etwa 500.000 Schweinen und wird auch bedingt durch neue Coronafälle in einzelnen größeren Schlachthöfen nicht geringer. In der Folge sind die…

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Leseprobe

Claudia Schievelbein

Redakteurin der Unabhängigen Bauernstimme

Bahnhofstraße 31
59065 Hamm

Email: schievelbein[at]bauernstimme.de
Telefon: 02381-49-22-89
Telefax: 02381-49-22-21

Christine Etienne

Redakteurin der Unabhängigen Bauernstimme

Bahnhofstraße 31
59065 Hamm

Email: etienne[at]bauernstimme.de
Telefon: 0157-736-891-27
Telefax: 02381-49-22-21

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