AbL: Bei der Förderung von Agroforstsystemen nachbessern

Auf seiner letzten Sitzung im vergangenen Jahr hat der Bundesrat auch die Verordnung zur Durchführung der GAP-Direktzahlungen (GAPDZV) beschlossen und dabei in einer Entschließung auch Änderungen zur Gestaltung von Agroforstsystem festgelegt. Daniel Fischer, Agroforst-Beauftragter der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) Mitteldeutschland, sieht in der Entschließung neben positiven auch deutlich negative Signale für die Zukunft von Agroforstsystemen. Ausdrücklich begrüßt Fischer, dass Agroforstsysteme künftig in allen denkbaren Kombinationen auf Ackerland, in Dauerkulturen oder auf Dauergrünland umgesetzt werden können. Als…

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Neuzulassung Glyphosat? Verband kritisiert Behördenbericht als verzerrt

Die französische Organisation Générations Futures (GF, dt.: künftige Generationen) hat einen vorläufigen amtlichen Bericht zu den Risiken von Glyphosat als verzerrt und unzureichend kritisiert. Die vier nationalen Behörden, die den Bericht im Auftrag der Europäischen Union (EU) für eine mögliche Neuzulassung des Unkrautvernichters verfassten, hätten Tausende oft kritischer Studien als nicht relevant eingestuft, so GF. Ihre Stellungnahme ist einer von mehr als 400 Kommentaren, die während einer zweimonatigen Konsultation der europäischen Lebensmittelbehörde EFSA (European Food Safety Authority) und der ECHA (Europen Chemicals Agency) zu Glyphosat…

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UBA: Nach Neonicotinoid-Verbot steigen Landwirte auf „problematische Wirkstoffe“ um

Die Verkaufsmengen von Pflanzenschutzmitteln in der Landwirtschaft bleiben weiter hoch. Das teilt das Bundesumweltamt (UBA) Ende des Jahres unter Verweis auf Daten des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) hin. Demnach fragten Landwirtinnen und Landwirte nach kurzfristig rückläufigen Verkaufszahlen in den Jahren 2018/2019 im Jahr 2020 wieder deutlich häufiger bestimmte problematische Wirkstoffe nach, etwa bienengefährliche Insektizide und grundwasserkritische Herbizide. Tatsächlich führte laut Umweltbundesamt (UBA) vermutlich hauptsächlich die außergewöhnliche Trockenheit 2018 und 2019 zu einem zwischenzeitlich geringeren…

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Kükentöten seit dem 1.1.2022 verboten – Tierschutzprobleme bleiben

Seit dem 1.1.2022 ist das Töten von männlichen Küken in Deutschland verboten. Tierschutzorganisationen wie der Tierschutzbund und Provieh sehen jedoch weiterhin Tierschutzprobleme und setzen auf das Zweinutzungshuhn. Mit dem Verbot des Kükentötens wird laut Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL), da noch unter alter Führung, unter anderem dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts von Juni 2019 Rechnung getragen. Das hatte nämlich entschieden, dass das Töten männlicher Küken nur noch Übergangsweise erlaubt sei. Das Gesetz sieht laut BMEL nun folgende stufenweise Regelungen vor: - Ab dem 1.1.2022 wird das Töten von geschlüpften Eintagsküken verboten. -…

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Zahl der Nebenerwerbsbetriebe nimmt zu, ihre Bedeutung wird unterschätzt

Die Zahl der landwirtschaftlichen Nebenerwerbsbetriebe in Deutschland steigt. Waren es bei der letzten Landwirtschaftszählung 2016 noch etwa 50% der Betriebe, die im Nebenerwerb geführt wurden, so sind es laut der Landwirtschaftszählung 2020 bereits 57% mit zum Teil deutlichen Unterschieden zwischen den Bundesländern. Besonders hoch ist ihr Anteil beispielsweise in Baden-Württemberg, Hessen und Sachsen. Bundesweit wird knapp ein Fünftel der landwirtschaftlichen Nutzfläche von NE-Betrieben bewirtschaftet, in den ostdeutschen Ländern sind es allerdings nur sieben Prozent. Trotz dieser Zahlen spielt Nebenerwerbslandwirtschaft im öffentlichen Bild von…

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Flickwerk überwinden - Reform nach der Reform mutig anpacken!

Am 17. Dezember 2021 hat der Bundesrat zwei Verordnungen zur nationalen Umsetzung der europäischen Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) ab dem Jahr 2023 zugestimmt - allerdings jeweils unter der Bedingung von einigen fachlichen Änderungen. „Setzt die Bundesregierung diese eins zu eins um, können die Verordnungen in Kraft treten“, heißt es aus dem Bundesrat. Kritik an der grundsätzlichen Ausgestaltung kommt unter anderem von der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) und von Umweltverbänden wie dem BUND. Positive Signale gibt es aus dem Bundesrat hinsichtlich der Ausgestaltung der „Reform nach dieser Reform“, indem dabei zur Ausgestaltung der…

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Mehrheit der landwirtschaftlichen Verbändegemeinschaft des Agrardialogs beschließt eigenständiges Weiterarbeiten

Nach elf Monaten intensiven und zeitaufwändigen Engagements soll das zwischen den landwirtschaftlichen Interessensverbänden und dem Lebensmitteleinzelhandel ins Leben gerufene Gesprächsformat „Agrardialog“ zum Jahresende 2021 in die Zentrale Koordinationsstelle Handel-Landwirtschaft (ZKHL) überführt werden. Als Gast war in den Agrardialog auch die Verarbeitungsebene eingebunden. Die Freien Bauern (FB), die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL), der Bundesverband Deutscher Milchviehhalter (BDM), das European Milk Board (EMB) und die MEG Milch Board werden diesen Weg nicht mitgehen. Die vom Handelsverband Deutschland (HDE), dem Deutschen…

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Billigste Preise - koste es, was es wolle

EDEKA legt der Werbung zufolge viel Wert auf Regionalität, Nachhaltigkeit und hochwertige Lebensmittel. „Doch wie passt das zusammen mit einer Mitteilung, die an einigen EDEKA-Märkten die Kundinnen und Kunden darüber informierte, dass Produkte zweier Molkereien ausgelistet wurden, weil sie angeblich ein zu teures Angebot gemacht haben?“, fragt sich der Vorstandsvorsitzende der MEG Milch Board Frank Lenz. Edeka hatte mitgeteilt: „Liebe Kundinnen und Kunden, wir kämpfen jeden Tag für höchste Qualität zum niedrigsten Preis. Der Lieferant Lactalis und Bel hat uns als Edeka für einige seiner Produkte ein zu teures Angebot gemacht. Trotz harter Verhandlungen…

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Lemke strebt keine Reform des EU-Gentechnikrechts an

Im Rahmen des Treffens des EU-Umweltministarrats forderte die österreichische Umweltministerin Leonore Gewessler, dass bei den neuen Gentechnik-Verfahren wie CRISPR/Cas das EU-Vorsorgeprinzip gelten müsse. Es sei eine umfassende Risikoabschätzung notwendig und die Verbraucher:innen müssten ihre Wahlfreiheit behalten. Entsprechend brauche es eine klare Kennzeichnung. Österreich hatte das Thema Gentechnik auf die Tagesordnung gesetzt und wurde von Ungarn, Zypern und Luxemburg unterstützt. Die neue deutsche Umweltministerin Steffi Lemke betonte, die neue Bundesregierung stehe für das EU-Vorsorgeprinzip und strebe keine Reform des EU-Gentechnikrechtes an.…

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Vorläufig keine Rodung und Räumung in Lützerath

Das Oberverwaltungsgericht für das Land Nordrhein-Westfalen (OVG NRW) hat mit Zwischenentscheidungen der RWE Power AG aufgegeben, bis zu einer Entscheidung in zwei anhängigen Eilbeschwerdeverfahren davon abzusehen, auf den Grundstücken des Landwirts Eckardt Heukamp in Lützerath Vorbereitungsmaßnahmen für die Abbaggerung, etwa Rodungsarbeiten oder den Abriss von Gebäuden, durchzuführen. Vor dem Verwaltungsgericht Aachen hatten der Landwirt und zwei Mieter eines Wohnhauses auf den Hofgrundstücken ihre Verfahren gegen den Braunkohleabbau durch die RWE verloren. Dagegen haben sie die Eilbeschwerdeverfahren beim OVG NRW eingereicht. Über die Beschwerden…

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