Bürgerrat: Kleinbäuerliche Betriebe bei der Umsetzung von Tierwohlstandards besonders fördern

Der Bürgerrat „Ernährung im Wandel“ hat am 20. Februar 2024 in einem Bürgergutachten seine neun Empfehlungen zur Verbesserung der Ernährungspolitik an Bundestagspräsidentin Bärbel Bas und die Fraktionen des Bundestages übergeben. In der Empfehlung 7 „Verbrauchsabgabe zur Förderung des Tierwohls“ postuliert der Bürgerrat unter anderem, dass kleinbäuerliche Betriebe bei der Umsetzung von Tierwohlstandards besonders gefördert werden sollten. Insgesamt lautet die Empfehlung 7: „Wir empfehlen eine zweckgebundene Verbrauchsabgabe auf tierische Produkte, um den Umbau der artgerechten Nutztierhaltung zu finanzieren. Die Einnahmen aus der Verbrauchsabgabe…

weiter lesen...


Neue Verpachtungskriterien der BVVG tragen erste Früchte

Seit letztem Jahr verpachtet die BVVG ihr Land nach Gemeinwohlkriterien. Dies ist ein fundamentaler Einschnitt in die bisherige Praxis der BVVG und ein riesiger Erfolg der AbL. Nun stehen Verhandlungen an, um das Verfahren auch für die nächsten Jahre festzuschreiben. Nach ihrer Gründung 1992 verwaltete die 1996 in die Bodenverwertungs- und -verwaltungs GmbH (BVVG) umbenannte Treuhand-Gesellschaft etwa 1,1 Millionen Hektar Agrarland. Sie hatte den Auftrag, die ehemaligen volkseigenen landwirtschaftlichen Flächen der DDR zu privatisieren. In der Folge verkaufte sie viele Flächen bis 2010 vor allem vergünstigt an Bestandspächter:innen, danach…

weiter lesen...


Nachgefragt: Die hessischen Bauern und die AfD

Nachgefragt von Onno Poppinga +++ Die Wahlauswertung der „Forschungsgruppe Wahlen e.V.“ zur Landtagswahl vom 8.10.23 in Hessen ergab, dass 26,4 % der Stimmen für die AfD von den Bauern stammen. Eine schlimme Zahl! Nun habe ich bei den Erhebern nachgefragt, wie diese Daten zustande kamen. Wie viele Bauern wurden befragt? Gab es eine Unterscheidung in Nebenerwerb, Lohnarbeiter, Familienangehörige, Betriebshilfsdienste, Lohnunternehmer usw.? (Zur Info: Nebenerwerb wären ja Arbeiter, Selbstständige. Familienangehörige vielleicht Angestellte usw.) Das Ergebnis: Es sei noch nie vorgekommen, dass jemand nachgefragt hätte, wie die Ergebnisse zustande kamen.…

weiter lesen...


Schweiz genehmigt Berliner Crispr-Gerste frische Luft

Forschende der Freien Universität Berlin haben eine Braugerste mit Hilfe des neuen gentechnischen Verfahrens Crispr/Cas9 so verändert, dass sie im Labor höhere Erträge lieferte. Diese Gerste darf nun für drei Jahre versuchsweise in der Schweiz im Freien angebaut werden. Auf den Markt kommen wird sie so schnell nicht. Denn was wie eine mögliche Lösung für die Welternährung klingt, ist erst mal Grundlagenforschung – und von Patenten bedroht. Die Pflanzengenetiker:innen der Freien Universität Berlin beschäftigen sich mit Cytokininen. Das sind Pflanzenhormone, die vielfältige Wachstumsprozesse beeinflussen. Die Konzentration der Cytokinine regeln Enzyme…

weiter lesen...


Haltungswechsel: ALDI SÜD verkündet vorzeitige Zielerreichung

Bis 2030 wird ALDI SÜD sein gesamtes Frischfleisch- und Trinkmilchsortiment sowie die gekühlten Fleisch- und Wurstwaren auf die tiergerechteren Haltungsformen 3 und 4 umstellen. „Schon heute bezieht das Unternehmen 100 Prozent seiner Trinkmilch und fast 50 Prozent des Frischfleischs aus den höheren Haltungsformen“, erklärt das Unternehmen und fügt per Fußnote hinzu: Bezogen auf den Umsatz bei ALDI SÜD in Deutschland mit a) Frischfleisch der größten Nutztiergruppen Rind, Schwein, Hähnchen und Pute; ausgenommen (internationale) Spezialitäten und Tiefkühlartikel; mit b) Trinkmilch der Eigenmarken; ausgenommen sind Markenartikel bzw. mit c) unseren…

weiter lesen...


Arbeitsminister Heil: "Wir haben der organisierten Ausbeutung in der Fleischindustrie ein Ende gesetzt."

„Wir haben der organisierten Ausbeutung in der Fleischindustrie ein Ende gesetzt“, erklärt Arbeitsminister Hubertus Heil anlässlich der vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) erfolgten Veröffentlichung der Evaluation der seit 1. Januar 2021 geltenden Neuregelungen in der Fleischwirtschaft, dem Verbot von Leiharbeit und Werkverträgen. Der katholische Pfarrer Peter Kossen vom Verein "Aktion Würde und Gerechtigkeit" sieht insbesondere mit Blick auf die Wohnsituation weiterhin "ausbeuterische Zustände" für die Fleischarbeiterinnen und Fleischarbeiter.. Nach Ansicht des Ministers zeigt die Evaluation, dass die Neuregelungen greifen: Die…

weiter lesen...


Fachverband Biogas: Kraftwerksstrategie darf das Potenzial der Biogastechnologie nicht ignorieren

Der Fachverband Biogas übt deutliche Kritik an der von der Bundesregierung vorgelegten Kraftwerksstrategie und hat daher jetzt eine Social-Media-Kampagne „Ohne Biogas geht es nicht!“ gestartet. Da das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) „leider weiterhin die große Bedeutung von Biogas für die Energieversorgung der Zukunft“ ignoriere, solle mit der Kampagne darauf aufmerksam gemacht werden, „welch wichtige Rolle Biogas spielt - nicht nur bei der gesicherten Stromversorgung“. Im Zentrum der Einigung zur Kraftwerksstrategie innerhalb der Bundesregierung steht laut Fachverband Biogas neben dem Bekenntnis, die Arbeiten am zukünftigen…

weiter lesen...


Termin HINweis

AbL-MILCHTAGUNG 2024 - Tierwohl- und Klimaleistungen honorieren- Strategien für kostendeckende Erzeugerpreise umsetzen Viele Herausforderungen kommen auf die Milchviehhalter:innen zu. Die Tierwohlauflagen steigen, die Preise sind nicht kostendeckend. Auf der Milchtagung der AbL, die mit der Katholischen Landvolkshochschule Hardehausen ausgerichtet wird, diskutieren Praktiker:innen mit Politik, Verbandsvertreter:innen und Wissenschaft wie eine zukunftsfähige Milchviehhaltung aussehen muss und welche Rahmenbedingungen es braucht für die Bauernhöfe. Zu Gast sein werden u.a. BMEL-Staatssekretärin Silvia Bender, Anna Fieber von dem Forschungsinstitut für…

weiter lesen...


Schleifen des Artenschutzes löst strukturelle Probleme der Agrarpolitik nicht

Am 31. Januar 2024 hat die EU-Kommission vor dem Hintergrund und in Reaktion auf die Bauernproteste vorgeschlagen, dass Landwirtinnen und Landwirte in diesem Jahr von dem verpflichtenden Mindestanteil an Brachflächen zum Schutz der Artenvielfalt und Böden (GLÖZ 8) abweichen können (die Bauernstimme berichtete), indem sie auf 7 Prozent ihrer Ackerflächen stickstoffbindende Pflanzen (wie Linsen oder Erbsen) und/oder Zwischenfrüchte anbauen anstatt 4 Prozent ihres Ackerlandes brachliegend oder unproduktiv zu halten). Schon diesen Vorschlag hatte nicht nur die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) deutlich kritisiert, während…

weiter lesen...


Lage der Landwirtschaft 2023/2024 zwischen Berg- und Talfahrt

Marktbeobachtungen von Hugo Gödde +++ Wer schon einmal ein Haus gebaut oder gekauft hat, kennt die drei wichtigsten Auswahlkriterien: Lage, Lage, Lage. Auch in der Landwirtschaft gilt seit Jahrzehnten diese Erkenntnis. Entscheidend sind die Preise, denn damit wird der größte Teil des Einkommens erzielt – auch wenn inzwischen je nach Betriebsgröße und Ausrichtung Subventionen und/oder Einkünfte aus der Energiewirtschaft einen wichtigen Teil des Unternehmensgewinns ausmachen.   Da die Hintergründe der Treckerdemonstrationen der letzten Wochen sehr vielfältig sind und die Streichung der Dieselölsubvention nur der Auslöser für die breiten und dauernden…

weiter lesen...


Kostenloser Nachrichtenbrief

Kontakt

Bahnhofstraße 31
59065 Hamm

Email: verlag@bauernstimme.de
Telefon: 02381-49-22-88
Telefax: 02381-49-22-21

Lesen Sie auch Artikel der Bauernstimme

24.09.2026

Ganz enthusiastisch sind wir Anfang des UN-Jahres der Frauen in der Landwirtschaft gestartet. Die Erklärung „Nicht nur ackern, auch entscheiden!“…