Bundesumweltminister für Gentechnik-Kennzeichnung

29.05.2025 +++ Das Bundesumweltministerium wird sich auch unter seinem neuen Amtschef Carsten Schneider (SPD) dafür einsetzen, dass Pflanzen aus neuen gentechnischen Verfahren (NGT) gekennzeichnet werden müssen. Das schrieb eine Sprecherin dem Infodienst Gentechnik gestern auf Anfrage. Agrarminister Alois Rainer (CSU) hat sich zu der Frage noch nicht positioniert. Bei einer Bundestagsdebatte vergangene Woche wurde jedoch deutlich, dass es zwischen den Koalitionspartnern hier noch Meinungsverschiedenheiten gibt. Wird sich Deutschland im Trilog über neue Regeln für NGT-Pflanzen in Brüssel also weiter enthalten? Auf Antrag der Fraktion Bündnis90/Die…

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AbL sieht Molkereien in der Pflicht, ihre Mitglieder umfassend zu informieren

Im Juni entscheiden die Vertreterversammlungen von Arla Foods und DMK Group über die Fusion ihrer Molkereien. Derzeit finden Informationsveranstaltungen entweder physisch oder digital für die Mitglieder der Molkereien statt. Für die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft muss eine zentrale Frage sein, wie sich die Fusion auf die Betriebsergebnisse der Höfe auswirkt. Positiv beurteilt, wenig überraschend, der DMK-Aufsichtsratschef Heinz Korte die Zukunft für die Betriebe. AbL-Bundesvorsitzende Claudia Gerster sagt: „Die Bäuerinnen und Bauern dieser Molkereien sollten diese Veranstaltungen unbedingt nutzen, und notwendige Informationen einholen,…

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Mit ChatGPT zu insektengiftigen NGT-Pflanzen

Sogenannte „NGT 1-Pflanzen“ aus Neuer Gentechnik, die an maximal 20 Stellen im Genom verändert wurden und kein fremdes Genmaterial enthalten, sollen nach einem Gesetzesvorschlag der EU-Kommission künftig ohne Risikoprüfung und Kennzeichnung freigesetzt werden können. In einem gemeinsamen Projekt der Aurelia Stiftung, des Instituts für unabhängige Folgenabschätzung in der Biotechnologie Testbiotech und der Initiative Save Our Seeds (SOS) konnte nun allerdings erstmals gezeigt werden, dass es mit Hilfe einer öffentlich zugänglichen Version des KI-Bots ChatGPT 4o möglich ist, NGT 1-Pflanzen zu entwerfen, die insektengiftig sind. Nach dem Gesetzesentwurf…

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EU-Geld verdienen

Die Juni-Ausgabe der Unabhängigen Bauernstimme ist da! Der Schwerpunkt gibt diesmal verschiedene Einblicke in die EU-Agrarpolitik (GAP – Gemeinsame Agrarpolitik der EU). Es fehlen konkrete Schritte zur Stärkung der Bauern und Bäuerinnen am Markt, so der ostfriesische Milchbauer Ottmar Ilchmann, Sprecher der Fachgruppe GAP der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL), in seinem Kommentar zu den aktuellen Entwicklungen auf europäischer und nationaler Ebene. Zu wünschen übrig lasse auch die finanzielle Unterstützung für Bewirtschaftungsweisen auf den Höfen, die Ressourcen schützen, Wetterextreme abpuffern oder artgerechte Tierhaltung umsetzen -…

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Pestizid-Abbauprodukt TFA in höhere Gefahrenklasse eingestuft

Die Bundesstelle für Chemikalien (BfC) hat in Zusammenarbeit mit dem Umweltbundesamt (UBA) und dem Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) die Ewigkeitschemikalie Trifluoressigsäure (TFA), die unter anderem auch als Abbauprodukt verschiedener Pestizide identifiziert wurde, offiziell als fortpflanzungsgefährdend sowie als sehr langlebig und mobil bewertet und ein entsprechendes Einstufungsdossier bei der Europäischen Chemikalienagentur eingereicht. Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) begrüßt den Vorstoß und fordert schnelle politische Konsequenzen. Die DUH führt bereits mehrere Verfahren gegen PFAS-Pestizide (Ewigkeits-Pestizide), die Flufenacet enthalten.…

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Nicht nur auf Feldern: Pestizidbelastung in der gesamten Landschaft

Synthetisch-chemische Pestizide aus dem konventionellen Landbau verbleiben nicht auf den Anbauflächen, auf denen sie ausgebracht wurden, sondern verteilen sich „in der gesamten Landschaft“. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität Kaiserslautern-Landau (RPTU). Die Ergebnisse werfen nach Ansicht des Forscherteams um Prof. Carsten Brühl ein neues Licht auf die potenziellen Umweltauswirkungen konventioneller Landwirtschaft. Um Gebiete um Äcker, Obstplantagen und Weinberge zu schützen, muss der Pestizideinsatz dringend reduziert werden, so die Forscher, für die jetzt die Politik gefragt ist. Das…

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Umweltministerkonferenz fordert Stärkung einkommenswirksamer Entlohnung von Umweltleistungen in der GAP

„Die einkommenswirksame Honorierung von Leistungen für den Umwelt-, Biodiversitäts- und Klimaschutz muss als zentrales Element der zukünftigen GAP gestärkt werden. Wenn es gelingt, ökologisch wirksame Maßnahmen mit einer für viele Betriebe attraktiven einkommenswirksamen Honorierung zu verbinden, ist eine hohe Akzeptanz der Maßnahmen bei vielen Betrieben zu erwarten.“ Das hat die Umweltministerkonferenz (UMK) beschlossen. Die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft begrüßt diesen Teil des Beschlusses der UMK zur zukünftigen Gestaltung der GAP, bemängelt jedoch das Fehlen eines zentralen Punktes. Die seitens der EU-Kommission (EU-KOM)…

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BayWa: Sanierungsplan zum Schuldenabbau und Schrumpfen beschlossen

Marktbeobachtungen von Hugo Gödde +++ Finanzexperten sprachen von einem Schicksalstag im Sanierungsdrama der BayWa. Immerhin ist der strauchelnde Agrarriese jetzt einen Schritt aus der selbstverschuldeten Schieflage herausgekommen. Aktionäre und Gläubiger haben dem Sanierungsplan bei einem vom Gericht angeordneten Termin zugestimmt. Sonst hätten Gläubiger Ende Juni die Rückzahlung von Darlehen in Höhe von 1,41 Mrd. Euro verlangen können. Der Münchner Agrarkonzern wäre aller Voraussicht nach Bankrott gewesen. Immerhin braucht kein Finanzgläubiger vorerst auf Geld zu verzichten und auch die liefernden Bauern bekommen ihre Ware bezahlt. Erleichterung und…

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AbL fordert neue Bundesregierung auf: Sichern Sie das Vorsorgeprinzip und das Recht auf gentechnikfreie Erzeugung!

Die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) kritisiert den schwachen Beschluss der Umweltministerkonferenz, die sich noch nicht mal auf das Vorsorgeprinzip einigen konnten. Zuvor hatten Bäuerinnen und Bauern bei der UMK in Orscholz mit vielen der Ministerinnen und Ministern Gespräche geführt und ihnen ihr Positionspapier übergeben (die Bauernstimme berichtete). Den UMK-Beschluss kommentiert Annemarie Volling, Gentechnik-Expertin der AbL: „Wir Bäuerinnen und Bauern kritisieren die Umweltminister:innen der Bundesländer, weil sie sich noch nicht mal auf die Einhaltung des EU-Vorsorgeprinzips einigen konnten. Ein wichtiges EU-Prinzip zur…

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VLOG: EU-Agrarverbände tischen uns Lügen auf

Vertreter:innen der EU-Kommission, des Europaparlaments und des Ministerrats (Trilog) haben am 6. Mai 2025 in Straßburg mit den Verhandlungen zur Regulierung Neuer Gentechnik (NGT) begonnen und dabei stoßen unterschiedliche Positionen zu den Themen NGT-Rückverfolgbarkeit, -Kennzeichnung und -Nachweisverfahren aufeinander. Die European Non-GMO Industry Association (ENGA) hat zu diesem Anlass ein Hintergrundpapier veröffentlicht, welches Details der Themenkomplexe erörtert, ihre mögliche Umsetzung in der Praxis darlegt und aufzeigt, dass eine konsequente Kennzeichnung von alter und neuer Gentechnik möglich wäre. Darauf weist der Verband Lebensmittel Ohne…

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