EU-Agrarminister bei Tiertransporten uneins

Nach der Sitzung des EU-Rats für Landwirtschaft und Fischerei am vergangenen Montag blickt der Deutsche Tierschutzbund mit Sorge auf die politischen Entwicklungen, die Lebendtiertransporte in Drittstaaten betreffen. Ein von der portugiesischen Delegation vorgestelltes Papier, das für eine Weiterführung der tierquälerischen Transporte wirbt und sich gegen jedwede Einschränkung ausspricht, erhielt eine breite Unterstützung von anderen EU-Mitgliedstaaten. Lediglich fünf Staaten, darunter Deutschland, sprachen sich explizit gegen das Papier und für Beschränkungen bzw. ein Verbot von Tiertransporten in Drittstaaten, wie nach Ägypten oder Marokko, aus. „S…

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Neue Erkenntnisse zur Kanzerogenität von Glyphosat

Die Kontroverse über die Kanzerogenität von Glyphosat und Herbiziden auf Basis von Glyphosat (Glyphosate-Based Herbicides – GBHs) hält an. Das meldet das Pestizid Aktions-Netzwerk (PAN) mit Blick auf eine jetzt veröffentlichte Studie. Während die Krebsagentur der Weltgesundheitsagentur (IARC) 2015 Glyphosat/GBH als „wahrscheinlich krebserregend“ für Menschen einstufte, vertreten die meisten Regulierungsbehörden die Auffassung, dass dem Wirkstoff nur ein geringes oder gar kein Krebsrisiko innewohnt. Eine der Schlüsselfragen in diesem Zusammenhang ist, ob es einen Wirkungsmechanismus gibt, der die Verursachung von Krebs durch Glyphosat erklären kann. Der…

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„Ohne Gentechnik“ laut Umfrage wichtig bei Fleischersatzprodukten

Fleischersatzprodukte boomen, auch bei der Internationalen Grünen Woche standen sie 2023 im Fokus. Laut einer neuen Studie steht Gentechnikfreiheit dabei ganz weit oben auf der Wunschliste. Das erklärt der Verband Lebensmittel ohne Gentechnik (VLOG) mit Blick auf eine neue "Veggie-Studie“, die das Meinungsforschungsinstitut Forsa im Auftrag der PHW-Gruppe durchgeführt hat. Demnach legen 71 Prozent derjenigen, die Fleischersatzprodukte essen, Wert darauf, dass sie frei von gentechnisch veränderten Zutaten sind. „Ohne Gentechnik hergestellt“ ist laut der Untersuchung das zweitwichtigste Kriterium für Verbraucher:innen, wenn es um den Kauf von Tofu und…

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Verbände-Bündnis geht Ursachen für zu hohen Antibiotikaeinsatz in der industriellen Tierhaltung an

Seit einem Jahr ist die neue EU-Tierarzneimittelverordnung in Kraft. Darin festgelegt ist ein Verbot des routinemäßigen Einsatzes von Antibiotika in der Tierhaltung – doch die Realität sieht noch immer anders aus. Darauf weisen 23 Verbände in einem gemeinsam unterzeichneten Eckpunktepapier hin und haben ein Maßnahmen-Paket vorgelegt, in dem sie Politik und Fleischwirtschaft zum Handeln auffordern. Im Widerspruch zum EU-Recht setzen, so die Verbände, noch immer 80 bis 85 Prozent der deutschen Hähnchenmästereien standardmäßig Antibiotika ein. Das ist ein großes Risiko, denn Resistenzen gegen Antibiotika sind schon heute laut…

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Häusling: Großes Potential für Insekten-Zusätze bei Futtermitteln

Seit Kurzem dürfen in der EU Hausgrillen zu und in Lebensmitteln verarbeitet werden. Ihr Pulver kann dann beispielsweise in Backwaren oder Suppen eingesetzt werden. Und auch der Getreideschimmelkäfer kann Lebensmitteln zugesetzt werden. Mehlwürmer und Wanderheuschrecken sind bereits seit einigen Monaten als ‚Novel Food‘ (neuartige Lebensmittel) auf dem Markt. Ein großes Potential für Insekten-Zusätze bei Futtermitteln sieht Martin Häusling, agrarpolitischer Sprecher der Grünen im Europäischen Parlament und Mitglied im Umwelt- und Gesundheitsausschuss. „Die Ausweitung der Novel Food Verordnung auf Insekten ist ein positives Signal. Ich sehe v.a. für…

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„Wir haben es satt!“-Demo: 10.000 fordern sozial gerechte Agrarwende und gutes Essen für alle

Bauernhöfe unterstützen, Insektensterben und Klimakrise stoppen, artgerechte Tierhaltung statt Megaställe und gutes Essen für alle – das haben 10.000 Menschen bei eisigen Temperaturen zum Auftakt der „Grünen Woche“ bei der „Wir haben es satt!“-Demonstration in Berlin gefordert. „Wir erwarten deutlich mehr von Agrarminister Özdemir und der Bundesregierung, das war zu wenig ambitioniert, zu mutlos und zu langsam“, sagt Bündnis-Sprecherin Inka Lange mit Blick auf ein Jahr Agrar- und Ernährungspolitik der Ampel-Koalition. „Olaf Scholz‘ selbsternannte Fortschrittskoalition blockiert die Agrarwende. Das Höfesterben geht weiter, das 1,5-Grad-Ziel wurde…

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„Wann, wenn nicht jetzt!“ - AgrarBündnis fordert, Landwirtschaft und Ernährung krisenfest und zukunftssicher zu gestalten

Im Rahmen der Internationalen Grünen Woche hat das AgrarBündnis den Kritischen Agrarbericht 2023 vorgestellt. Der Bericht dokumentiert jährlich die Vielfalt der politischen Debatte zu Landwirtschaft und Ernährung. Er formuliert fundierte Kritik am derzeitigen Agrarsystem, benennt aber auch Konzepte, Ideen und gelungene Praxisbeispiele, wie es anders gehen könnte. Einen besonderen Schwerpunkt legt der Kritische Agrarbericht diesmal auf das Thema Landwirtschaft & Ernährung für eine Welt im Umbruch. Frieder Thomas, Geschäftsführer des Bündnisses, machte deutlich, dass die vielen aktuellen Krisen die Verletzlichkeit des derzeitigen Agrarsystems deutlich…

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Tierwohlprämien der Dreh- und Angelpunkt, nicht die Kennzeichnung

Borchert-Kommission will den Wandel der Tierhaltung (mit)gestalten

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EMB: Wirklichkeit in der Landwirtschaft crasht politische Ziele

Das Ziel einer regionalen, unabhängigen und nachhaltigen Landwirtschaft kann nach Ansicht des European Milk Board (EMB) mit der aktuellen EU-Politik nicht erreicht werden. Für das EMB steht daher fest: Wir brauchen Reformen! Mehr Unabhängigkeit und eine bessere Ernährungssicherheit, mehr regionale Produktion, kleine, mittlere und grünere Betriebe als Rückgrat der Landwirtschaft und eine durchweg nachhaltige Erzeugung ergeben ein Bild von der Landwirtschaft, das sehr viele Menschen - Bäuerinnen und Bauern, Verbraucher und auch politische Vertreter – laut EMB zu 100 Prozent unterstützen. Denn es weise in eine optimistische Zukunft, von der…

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Ganz enthusiastisch sind wir Anfang des UN-Jahres der Frauen in der Landwirtschaft gestartet. Die Erklärung „Nicht nur ackern, auch entscheiden!“…