Landwirte erzielen wichtigen Teilerfolg beim heftigen Streit um das Erntegut

Die Raiffeisen Waren-Zentrale Rhein-Main AG (RWZ) Köln verzichtet auf Vertragsstrafe. Die AbL fordert andere Agrarhandelsunternehmen auf, diesem Beispiel zu folgen.

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Nimmt der Preiskampf am Biomarkt zu?

Marktbeobachtungen von Hugo Gödde +++ Seit der inflationsbedingten Biokrise 2022/23 treibt vor allem der LEH bzw. Discount den Bio-Umsatz voran. Der Anteil liegt inzwischen bei deutlich über 60%. Auch manche Bioverbände, die früher den Lebensmittelketten kritisch gegenüberstanden, setzen nun voll auf die fünf Handelskonzerne. Und in der Tat bauen Aldi, Edeka und Co. ihre Bio-Sortimente aus. Die Umsatzverschiebung vom Naturkosthandel zum konventionellen Handel beschleunigt sich. Die Bioläden fassen nur teilweise und mit Mühen wieder Tritt. Aber das Tempo wird vom konventionellen Handel vorgegeben. Vor allem Discounter (Aldi, Lidl) und Drogeriemärkte…

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AbL: Neues Gesetz muss Startschuss für eine verursachergerechte Düngepolitik sein!

Nach monatelangem Stillstand stimmte der Bundestag letzten Donnerstag für die Novellierung des Düngegesetzes. Mit den Änderungen ist die Voraussetzung für den Erlass einer Wirkungsmonitoring- und einer Nährstoffbilanzverordnung geschaffen. Beide Verordnungen bilden grundlegende Instrumente, um Stickstoffüberschüsse in der Landwirtschaft zu reduzieren, europäische Gewässer- und Umweltschutzziele einzuhalten und Verursachergerechtigkeit umzusetzen. So soll mit dem Wirkungsmonitoring eine Ausnahmereglung umgesetzt werden, mit der gewässerschonend düngende Betriebe in Roten Gebieten von den bisher pauschalen Sanktionen befreit werden können. Das nun vom…

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Faire Preise – faire Einkommen: Neues EU-Parlament muss soziale und ökonomische Ausgrenzung von LandwirtInnen beenden

„Die EU-Bürger haben ein neues Parlament gewählt und dabei nicht für ein ‚Weiter so‘ gestimmt. Diese Wahl hat gezeigt, dass Politik endlich für und mit den Bürgern gemacht werden muss. Auch in der Landwirtschaft müssen politische Strategien gemeinsam mit den dort arbeitenden und wirkenden Menschen gemacht werden. Denn die LandwirtInnen fühlen sich schon seit vielen Jahren abgehängt und sozial sowie ökonomisch zur Seite gedrängt“, erklärt das European Milk Board (EMB) in einer Stellungnahme zu dem Ergebnis der EU-Wahlen. Schon vor den Wahlen haben nach Ansicht des EMB die Proteste der Bäuerinnen und Bauern in den letzten Monaten gezeigt, „dass man…

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Demokratie stärken und Nachhaltigkeit voranbringen

In Reaktion auf die EU-Wahl sieht nicht nur der Anbauverband Demeter mit Sorge, dass Europa „stark nach rechts rückt“, fordert nicht nur der Deutsche Naturschutzring (DNR), den Green Deal konsequent weiterzuverfolgen, ist für den BUND ein echter Neustart in der EU-Agrar- und -Ernährungspolitik das Gebot der Stunde und fordert Germanwatch die EU auf, für die Landwirtschaftspolitik eine klare neue Vision und einen entsprechenden Handlungsrahmen zur Bewältigung der Klima- und Biodiversitätskrise sowie von Umwelt- und Gesundheitsrisiken zu schaffen. Demeter: Demokratie stärken und Nachhaltigkeit voranbringen „Mit Sorge sehen wir, dass Europa mit der…

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Landwirte wählten konservativ

Die deutschen Landwirte haben laut einer Analyse der Forschungsgruppe Wahlen bei der Europawahl deutlich konservativ abgestimmt, basierend auf einer Befragung der Forschungsgruppe unter 46.437 Wählerinnen und Wählern am Wahltag. Demnach stimmten 52 Prozent der Landwirte für die Union (CDU/CSU), was 22 Prozentpunkte über dem Unionsergebnis in der Gesamtbevölkerung von 30 Prozent liegt. Für die AfD stimmten 18%, was leicht über dem Anteil in der Gesamtbevölkerung liegt und auch einen Anstieg gegenüber früherem Wahlverhalten darstellt, wo die AfD bei den Landwirten unterdurchschnittlich abschnitt. Für die Grünen stimmten lediglich 3% und auch die SPD…

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Unionsländer wollen Glyphosat-Verbot in Wasserschutzgebieten kippen

Am 14. Juni wird der Bundesrat über die sogenannte Pflanzenschutz-Anwendungsverordnung abstimmen. Auf Initiative von Unionsländern wurde im Agrarausschuss ein Änderungsantrag eingebracht, der auch die Streichung der bestehenden Glyphosat-Restriktionen in Wasserschutzgebieten vorsieht. Das würde bedeuten: Künftig dürfte das hochgefährliche Herbizid auch in Wasserschutzgebieten eingesetzt werden. Zusätzlich fordern 30 Verbände der konventionellen Landwirtschaft, dass das BMEL sein kürzlich vorgelegtes „Zukunftsprogramm Pflanzenschutz“ zurückzuzieht. Bioland-Präsident Jan Plagge kritisiert das Vorgehen der Unionsländer scharf: „Im Zuge eines Rollbacks…

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Saatgutkonzern meldet Patent auf Züchtung mit künstlicher Intelligenz an

Der Einsatz von künstlicher Intelligenz (KI) bietet neue Hilfsmittel zur Analyse genetischer Daten. Auf manche dieser Verfahren werden auch Patente angemeldet. Das Besondere am Patentantrag von Pioneer/Corteva (WO2024006802): Die Ansprüche zielen nicht nur auf das KI-Programm selbst. Auch der Einsatz der KI als ‚Züchtungsmethode‘ wird beansprucht. Damit würden die resultierenden Pflanzen, Tiere und Bakterien unter die Reichweite des Patents fallen. Darauf weist Testbiotech, das Institut für unabhängige Folgenabschätzung in der Biotechnologie, hin. Corteva Agriscience, zu dem Pioneer gehört, ist nach eigenen Worten weltweit führend in den…

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Bayer baut Gentechnik-Gemüsesparte aus

Der Gentechnikkonzern Bayer setzt künftig auch auf gentechnisch verändertes Gemüse. Das Unternehmen kündigte an, es wolle mit dem südkoreanischen Biotech-Unternehmen G+FLAS eine Vitamin D-Tomate entwickeln und den genomeditierten Salat der US-Firma Pairwise vermarkten. Mit Seminis und De Ruiter gehören zwei der weltweit größten Gemüsezüchter zu Bayer. Sie bieten bisher kaum gentechnisch verändertes Saatgut an. Das könnte sich in Zukunft ändern. Das südkoreanische Startup G+FLAS Life Sciences Inc. hat das gentechnische Verfahren Crispr/Cas weiterentwickelt und sich dafür die Bezeichnung Crispr Plus als Marke gesichert. In seiner Produktpalette führt…

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Rückschritte beim Klimaschutz

Am 26. April stimmten die Koalitionsfraktionen SPD, Bündnis 90/Die Grünen und FDP für folgenreiche, mittlerweile auch vom Bundesrat gebilligten, Änderungen im Klimaschutzgesetz: Statt den sektorenspezifischen jährlichen Minderungszielen soll jetzt eine sektorübergreifende und mehrjährige Gesamtrechnung durchgeführt werden. Die bisherige Verpflichtung der zuständigen Ministerien, bei Überschreitung der Sektorenziele ein Sofortprogramm mit konkreten Maßnahmen vorzulegen, entfällt damit. Die Überprüfung der Gesamtemissionen soll außerdem nicht mehr wie bisher rückwirkend erfolgen, sondern im Rahmen einer Vorausschau. Nur wenn absehbar ist, dass innerhalb…

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