Landwirtschaft von StVO befreien!

Die aktuellen Herausforderungen und Entwicklungen in der Agrarpolitik, wie zum Beispiel das Zurückdrehen von ökologischen Mindeststandards in der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP), die Notwendigkeit eines Bürokratieabbaus oder die nur schleppenden Entwicklungen hin zu mehr Tierwohl, veranlassen Organisationen wie die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft oder Bioland dazu, auch an einem Feiertag wie dem Ostermontag, dem 1. April, sich öffentlich aktiv für entsprechende Veränderungen einzusetzen. AbL: Landwirtschaft von Straßenverkehrsordnung befreien Die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) e.V. fordert die Bundesregierung…

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EU-Agrarminister:innen lockern GLÖZ-Standards

Im Vorfeld des EU-Agrarministerrats hatten Verbände wie die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) oder der BUND vor einer „Aufweichung der GAP“ respektive einem “Rollback in der Agrarpolitik“ gewarnt und den Kanzler und den Landwirtschaftsminister aufgefordert, ein einseitiges und kurzfristiges Schleifen von dringend benötigten ökologischen Grundanforderungen in der GAP (GLÖZ-Standards) zu verhindern – ohne Erfolg. Im Eiltempo haben die EU-Agrarminister:innen unter Stichworten wie „Vereinfachung der GAP“ oder „Bürokratieabbau“ und mit Verweis und als Antwort auf die Bauernproteste beschlossen, GAP-Umweltauflagen deutlich zu lockern.…

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Parkinson, erworben durch Pestizide, ist jetzt eine Berufskrankheit

Wie das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) jetzt mitteilt, hat der Ärztliche Sachverständigenbeirat Berufskrankheiten beim BMAS am 5. September 2023 empfohlen, eine neue Berufskrankheit mit der Bezeichnung „Parkinson-Syndrom durch Pestizide“ in die Anlage 1 der Berufskrankheiten-Verordnung aufzunehmen. Nach Ansicht der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) ist damit Parkinson erworben durch Pestizide schon jetzt als Berufskrankheit anerkannt. Das bedeutet, dass Betroffene jetzt Anspruch auf Unterstützung und gegebenenfalls Entschädigung haben, zuständig sind die jeweiligen Berufsgenossenschaften. Vor rund zwölf Jahren hatte…

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Belgischer Expertenrat legt irreführenden Bericht zu NGT-Pflanzen vor

Als wenig hilfreich dürften die meisten Expert:innen der EU-Mitgliedsländer den neuesten Bericht des belgischen Expertenrates „Superior Health Council“ (SHC) ansehen. Offensichtlich wurde der Bericht veröffentlicht, um die belgische Ratspräsidentschaft und die EU-Kommission in ihren Bemühungen für eine Deregulierung von Pflanzen aus Neuer Gentechnik (NGT) zu unterstützen. Doch der Inhalt ist nach Ansicht von Testbiotech enttäuschend und zum Teil irreführend. Anders als die französische Behörde ANSES, das deutsche Bundesamt für Naturschutz (BfN) und das Umweltbundesamt in Österreich (UBA), befasst sich der SHC eher theoretisch mit der Technologie,…

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Keine Einigung und Beschlussfassung zu NGT im EU-Agrarrat

Unter dem Punkt „Sonstiges“ standen auch die neuen genomischen Techniken (NGT), Genome Editing oder CRISPR/Cas, auf der Tagesordnung des EU-Agrarrats. Zu einer Einigung oder Beschlussfassung kam es nicht. Vorgesehen war lediglich eine Information des Rates durch die Delegation Spaniens zur „Bedeutung der Bereitstellung neuer Pflanzenzüchtungsstrategien für den Agrar- und Lebensmittelsektor auf der Grundlage von Genom-Editierungstechniken, um dessen Nachhaltigkeit, Widerstandsfähigkeit und Rentabilität zu stärken“. Unterstützt wurde diese Zustimmung zum Einsatz der NGTs und im Grundsatz zu dem Legislativvorschlag der EU-Kommission im Vorfeld bereits von…

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Wenig Mut und Veränderungswillen beim 14. Berliner Milchforum

Der Bundesverband der Deutschen Milchviehhalter (BDM) wirft dem Milchindustrie-Verband (MIV) vor, die Lage der Milcherzeuger zu rosig darzustellen und keinen Mut für notwendige milchmarktpolitische Änderungen zu haben. Eine Branche, die sich durch das Mantra “Weiter so wie bisher” auszeichne, habe sich eigentlich schon selbst abgeschrieben. Die Milchindustrie hat sich nach Ansicht des BDM beim 14. Berliner Milchforum Ende vergangener Woche viel Mühe gegeben, darzustellen, dass es keine Notwendigkeit für ein politisches Handeln im Sinne der Milchviehhaltung gebe. So sah Peter Stahl, Vorsitzender des Milchindustrieverbandes und Vorstandsvorsitzender…

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Milchmarkt: Wer bestimmt?

Die Aprilausgabe der Unabhängigen Bauernstimme ist da – und greift schwerpunktmäßig am Beispiel Milchvermarktung und Kuhhaltung die (markt)politischen Entwicklungen auf, die durch die Bauernproteste wieder auf die Tagesordnung gerückt sind – oder auch nicht. Ganz vorne in der Diskussion steht der Artikel 148 der Gemeinsamen Marktordnung der EU (GMO). Wie muss eine Vertragspflicht zwischen Milcherzeuger und -verarbeiter ausgestaltet werden, damit die Position der Milchbäuerinnen und -bauern dadurch wirksam gestärkt werden kann? Welche weiteren Instrumente spielen eine Rolle? Was gibt es überhaupt bei Vertragsgestaltungen zu beachten?  Handreichungen…

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Agroforst: Bund kürzt Fördermittel für wirksamste Klimaschutzmaßnahme in der 1. Säule der GAP um 75 Prozent

Für die Beibehaltung einer agroforstlichen Nutzung werden ab 2024 erheblich weniger Finanzmittel bereitgestellt, obwohl die hohe Klimawirksamkeit dieser Landbaumethode vielfach belegt ist. Darauf weist der Deutsche Fachverband für Agroforstwirtschaft (DeFaF) hin und erklärt, dass ein solches Vorgehen an der Ernsthaftigkeit zweifeln lässt, mit der die Bundesrepublik Deutschland Klimaschutzziele im Landwirtschafts- und Landnutzungsbereich umsetzen möchte. Dass Agroforstsysteme durch C-Bindung und THG-Vermeidung sehr effektiv zum Klimaschutz beitragen und gleichzeitig deutlich die Klimaresilienz landwirtschaftlich genutzter Standorte erhöhen, ist nach…

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Forschungsergebnis: Agrarvögel benötigen eine kleinteilige, vielfältige Agrarlandschaft

Die Intensivierung der Landwirtschaft hat ihren Preis: Sie macht Landschaften strukturell einheitlicher und trägt so zum Rückgang der biologischen Vielfalt bei. Besonders Vögel im Agrarland sind deshalb vom Artensterben betroffen. Ein Forschungsteam der Universität Göttingen, des Dachverbandes Deutscher Avifaunisten (DDA) e. V. und des Thünen-Instituts untersuchte die Zusammenhänge zwischen Struktur der Agrarlandschaft und Vogelvorkommen. Das Forschungsziel; herauszufinden, wie Agrarlandschaften beschaffen sein sollten, um Biodiversität zu fördern. Die jetzt in der Fachzeitschrift Journal of Applied Ecology veröffentlichten Ergebnisse zeigen deutlich,…

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Licht und Schatten im Bericht zur Saisonarbeit in der Landwirtschaft

Im Jahr 2023 haben die ausländischen Saisonbeschäftigten teilweise wieder unter unzumutbaren Bedingungen gearbeitet. Auch erste Lichtblicke sind im jetzt vorgestellten Jahresbericht 2023 der Initiative Faire Landarbeit zur Saisonarbeit in der Landwirtschaft verzeichnet. Das meldet die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU), die Teil der Initiative Faire Landarbeit ist. Wie schon in den Jahren zuvor war die Grundproblematik im Jahr 2023 die oftmals deutliche Unterschreitung des Mindestlohns. Des Weiteren wurde mehrfach die Arbeitszeit über die gesetzlich erlaubte Grenze ausgeweitet. Erntearbeiter*innen, die die oft sehr hohen…

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