BÖLW zur AMK: Düngerecht für den Gemüsebau vereinfachen, GAP wirksam gestalten

Anlässlich der Agrarministerkonferenz (AMK) im thüringischen Oberhof ruft Peter Röhrig, geschäftsführender Vorstand beim Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft, die Länderminister und den Bund dazu auf, den vielfältigen Bio-Gemüsebau nicht mit Bürokratie zu ersticken, die Wirksamkeit des Zukunftsprogramms Pflanzenschutz deutlich zu steigern und die EU-Agrarförderung im Hinblick auf die GAP ab 2028 durch ein an ökologische Gemeinwohlziele gekoppeltes Stufenmodell zu vereinfachen. Zum Düngerecht fordert Röhrig: „Für Bio-Gärtnereien, die auf Vielfalt und Direktvermarktung setzen, würden Dokumentionsauflagen einen jährlichen Mehraufwand von 150…

weiter lesen...


Umweltinstitut fordert Transparenz beim Pestizid-Einsatz

Anlässlich der Agrarministerkonferenz vom 11. bis 13. September fordert das Umweltinstitut München, dass Behörden Daten über Pestizidanwendungen offenlegen. Zwar müssen Landwirt:innen dokumentieren, welche Pestizide wann, wo und in welcher Menge ausgebracht werden. Doch diese Informationen werden von den Behörden weder erfasst noch ausgewertet oder veröffentlicht. Eine repräsentative Umfrage belegt den Bedarf nach Transparenz: Sie zeigt, dass 78 Prozent der Deutschen nachvollziehen wollen, welchen Pestiziden sie ausgesetzt sind, so das Umweltinstitut. Seit März 2023 berät eine Bund-Länder-Arbeitsgruppe über die Erfassung von Pestizideinsätzen. Doch…

weiter lesen...


Hochgiftige Pestizide: Deutsche Umwelthilfe klagt gegen EU-Kommission wegen Verlängerungen von Genehmigungen

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hat beim Gericht der Europäischen Union Klage wegen der Genehmigungsverlängerungen von zwei gefährlichen Pestiziden eingereicht. Dabei handelt es sich um das „extrem umweltschädliche Flufenacet“ – Teil der sogenannten „Ewigkeitschemikalien“ PFAS (Per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen) – und das klimaschädliche Gas Sulfurylfluorid. Ein Antrag der DUH auf Überprüfung und Aufhebung der Genehmigungsverlängerungen war zuvor von der EU-Kommission abgewiesen worden. Die umwelt-, gesundheits- und klimabezogenen Bedenken erfordern aus Sicht der DUH umgehend ein europaweites Verbot der beiden Pestizide. Jürgen Resch,…

weiter lesen...


Europäische Unternehmen fordern konsequente Gentechnik-Kennzeichnung

Ein von 376 europäischen Unternehmen aus 16 EU-Ländern unterzeichneter Offener Brief „Lebensmittelwirtschaft für Wahlfreiheit“ ist dem derzeitigen EU-Ratsvorsitzender für Landwirtschaft und Fischerei, Ungarns Landwirtschaftsminister Dr. István Nagy, übergeben und auch an die anderen EU-Agrarratsmitglieder geschickt worden. Unter den Unterzeichnern sind so renommierte Branchengrößen wie die REWE Group, der drittgrößte Lebensmittelhändler der EU, das führende Handelsunternehmen in Österreich, SPAR Österreich, Europas größter Drogeriemarkt, dm-drogerie markt und die weltweit größte Biosupermarktkette Biocoop. Europaweit sehen sich Unternehmen durch die…

weiter lesen...


Biogasanlagen als Schlüssel zur sicheren Stromversorgung in Deutschland

Die Flexibilisierung bestehender Biogasanlagen kann eine entscheidende Rolle bei der Sicherung der deutschen Stromversorgung spielen. Insbesondere in längeren Zeiten ohne Wind und Sonne (Dunkelflauten) können diese Anlagen wertvolle Reservekapazitäten bereitstellen. Welche Rolle Biogasanlagen im Rahmen unserer künftigen Energieversorgung spielen sollten, hat die Friedrich-Alexander-Universität Nürnberg-Erlangen (FAU) im Auftrag des Fachverbandes Biogas in einer umfangreichen Studie untersucht. Die aktuellen Planungen der Bundesregierung zur Kraftwerksstrategie setzen voraus, dass bei künftigen Versorgungsengpässen stets ausreichend Strom importiert…

weiter lesen...


Interessenkonflikte gefährden die Unabhängigkeit der EFSA

Im Juli hat die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) das für die Bewertung von gentechnisch veränderten Organismen zuständige und von der EFSA selbst als „unabhängig“ bezeichnete ‚GMO Panel‘ neu besetzt. Recherchen von Testbiotech zeigen jedoch, dass dem Panel jetzt eine große Anzahl von Entwickler:innen von Gentechnikpflanzen mit Verbindungen zur Industrie angehören, die auch als Aktivist:innen für eine Deregulierung der Neuen Gentechnik (NGT) auftreten. Das Panel ist für die Risikobewertung von gentechnisch veränderten Pflanzen sowie für die Entwicklung von Prüfrichtlinien zur Risikobewertung zuständig. „Das Gremium für genetisch…

weiter lesen...


VENRO: Dieser Haushaltsentwurf darf so nicht verabschiedet werden!

Wenn im Bundestag diese Woche der Bundeshaushalt 2025 debattiert wird, dann geht es auch um die im Haushaltsentwurf vorgesehenen deutlichen Kürzungen bei den Mitteln für humanitäre Hilfe und Entwicklungszusammenarbeit. VENRO, der Dachverband entwicklungspolitischer und humanitärer Nichtregierungsorganisationen in Deutschland, spricht von einem „Kahlschlag“ und fordert die Abgeordneten auf, die geplanten drastischen Kürzungen in diesen Bereichen zurückzunehmen und den seit Jahren steigenden Bedarfen anzupassen. Nach den Plänen der Bundesregierung sollen der Etat für Entwicklungszusammenarbeit um acht Prozent und der Etat für die Humanitäre Hilfe um 53…

weiter lesen...


BMEL legt „Zukunftsprogramm Pflanzenschutz“ vor und setzt auf Kooperation statt auf Verbote und Ordnungsrecht

Am Mittwoch hat Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir das „Zukunftsprogramm Pflanzenschutz“ vorgestellt. Für den Anbauverband Bioland ist es „noch schwächer als erwartet“ und der Name des Programms verkomme „zur Farce.“ Demgegenüber kann nach Ansicht des NABU das Papier „zu einem echten Aufbauprogramm werden“. Und für den Bauernverband (DBV) handelt es sich bei dem Programm im Kern um ein Reduktionsprogramm Pflanzenschutz, mit dem die Chance für einen gesellschaftlichen Kompromiss im Bereich Pflanzenschutz und Naturschutz vertan wurde. In dem jetzt vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) vorgelegten „Zukunftsprogramm…

weiter lesen...


Dialog zur Zukunft der Landwirtschaft in der EU legt Ergebnis vor

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat am Mittwoch die Ergebnisse des strategischen Dialogs zur Zukunft der Landwirtschaft in der EU vorgestellt. Der „Dialog“ ist die Brüsseler Variante zur Zukunftskommission Landwirtschaft (ZKL) in Deutschland und fand wie die ZKL unter dem Vorsitz von Professor Peter Strohschneider statt. Teilnehmer:innen in dem rund 30-köpfigen Gremium waren unter anderen die European Coordination Via Campesina (ECVC), dem auch die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) angehört,  und der Dachverband der Europäischen Bauernverbände (COPA), dem der Bauernverband (DBV) angehört, sowie IFOAM, Slow Food und…

weiter lesen...


Ernte schlecht, Preise schlecht – Wirrungen am Getreidemarkt

Marktbeobachtungen von Hugo Gödde +++ Über die Preisrallye am Getreidemarkt staunen selbst erfahrene Marktexperten. Und die Erklärungen für das Auf und Ab der Getreidepreise drücken eher Hilflosigkeit als klare Analyse aus. Seit Monaten prasseln wöchentlich neue, oft widersprüchliche Meldungen auf die Ackerbauern ein. Der Weizenpreis rutschte z.B. an der Pariser Börse, dem maßgeblichen europäischen Umschlagplatz, von 240 €/Tonne im Oktober auf 180 €/t Anfang März ab, um bis Ende Mai auf 270 €/t zu springen und Ende August auf 200 €/t zu purzeln – immer hinterlegt von wechselnden Einschätzungen über die Ernteprognosen in aller Welt. An der weltweit…

weiter lesen...


Kostenloser Nachrichtenbrief

Kontakt

Bahnhofstraße 31
59065 Hamm

Email: verlag@bauernstimme.de
Telefon: 02381-49-22-88
Telefax: 02381-49-22-21

Lesen Sie auch Artikel der Bauernstimme

24.09.2026

Ganz enthusiastisch sind wir Anfang des UN-Jahres der Frauen in der Landwirtschaft gestartet. Die Erklärung „Nicht nur ackern, auch entscheiden!“…