Klimakrise auf den Äckern: Wo bleiben die Sofortmaßnahmen?

Europa erhitzt sich schneller als jeder andere Kontinent der Erde. Die Zahl der Hitzetoten und das Ausmaß von Waldbränden, Dürren und Starkregenereignisse nehmen immer mehr zu. Witterungsextreme mindern die Ertragssicherheit und gefährden bäuerliche Existenzen. Statt mit wirkungsvollen Sofortmaßnahmen gegenzusteuern, bleibt die Bundesregierung mit dem kürzlich vorgelegten Klimaschutzprogramm 2023 nach Ansicht von Bioland vage und lässt viele Fragen offen. „Die Landwirtschaft hat ein elementares Interesse an einer schnellen Senkung der Treibhausgasemissionen. Denn auf den Äckern ist die Klimakrise längst angekommen. Dem muss die Ampel-Koalition mit…

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Demonstration für Tierhaltungswende und das Ende der Soja-Weltreise

Aktivist:innen der Aktion Agrar haben auf dem Mittellandkanal vor dem Mischfutterwerk MEGA des Geflügelkonzerns PHW für eine Tierhaltungswende und das Ende der Soja-Weltreise demonstriert. An fünf Standorten mischt MEGA in Deutschland nach eigenen Angaben jedes Jahr 1,2 Millionen Tonnen Tierfutter. Wichtigster Eiweißlieferant in den Futtermischungen ist Soja, das zu 100 Prozent aus Brasilien importiert wird. „Die globalisierte Futtermittelindustrie ist eine Katastrophe für Artenvielfalt und Klimaschutz", sagt Leonie Steinherr von Aktion Agrar. „Im Anbauland fallen Urwaldriesen für die Sojaplantagen und die wertvolle Cerrado-Steppe wird zerstört. Das…

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Neue Gentechnik: Der EU-Kommission jetzt die Meinung sagen

Die EU-Regularien sehen vor, dass die Kommission einen fertigen Verordnungsvorschlag noch einmal zur Kommentierung ins Netz stellt. Deshalb kann der Anfang Juli vorgelegte Vorschlag zur Regulierung neuer gentechnischer Verfahren (NGT) noch bis mindestens 11. Oktober von Privatpersonen und Organisationen kommentiert werden. „Alle eingegangenen Rückmeldungen werden von der Europäischen Kommission zusammengefasst und dem Europäischen Parlament und dem Rat vorgelegt, um in die Gesetzgebungsdebatte einfließen zu können“, schreibt die Kommission dazu. Die Kommission weist von sich aus die Öffentlichkeit nicht mehr groß auf diese Feedback-Möglichkeit zu…

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Termine

„Wie kann Nutztierhaltung zukunftsfähig sein?“ – AbL, Germanwatch, Agrar-Koordination +++ GAP ökologisch und gerecht? Ein europäischer Vergleich – NABU-Onlinetalk mit AbL +++ „Faire Preise und Finanzierung des Wandels in der Landwirtschaft durch ein verändertes Kaufverhalten?!“ - AgrarBündnis

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Bio-Markt: Von Preiseinstiegen, Marktverlagerungen und Billig-Bio

Marktbeobachtungen von Hugo Gödde +++ Es ist keine neue Erkenntnis, dass der Bio-Markt zurzeit diverse Windungen und Wendungen vollzieht. Unabhängig von der Frage, ob es sich nur um eine vorübergehende Absatzdelle handelt oder um eine sich auswachsende Krise, führen die Unwuchtungen des Marktes schon jetzt zu Veränderungen in den Strukturen von der Erzeugung bis zum Verkauf, die bleibende Wirkungen haben werden. Im Handel spielt die Musik Schon seit Corona ist der Einzelhandel einschließlich Discount der Absatzweg der ersten Wahl. Dort werden etwa zwei Drittel der Bioprodukte abgesetzt mit aktuell steigenden Anteilen, während der…

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Bioland und Naturland fordern höhere Erzeugerpreise für Bio-Milch

Wer in den vergangenen Monaten Bio-Milch im Laden gekauft hat, wird die eine oder andere Überraschung erlebt haben. Mal lag der Preis bei fast 1,70 Euro, nur wenige Tage später wieder bei rund 1,50 Euro und aktuell ist der Liter Bio-Milch schon ab rund 1,20 Euro zu haben. Diese Turbulenzen im Verkauf bleiben nicht ohne Folgen für die Betriebe: Schon seit Jahresbeginn sind die Erzeugerpreise für Bio-Milch auf breiter Front im Sinkflug begriffen. Darauf weisen die Öko-Anbauverbände Bioland und Naturland in einer gemeinsamen Stellungnahme hin. „Wir brauchen dringend eine Umkehr dieses negativen Trends. Die Bio-Milchpreise entfernen sich aktuell immer…

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Mit dem Abbau der Schweinehaltung punkten

Schweinehaltende Betriebe, die ihre Bestände abstocken oder ganz aufgeben, erhalten in Niedersachsen bevorzugten Zugang zu den Fördermitteln aus dem Agrarinvestitionsförderungsprogramm (AFP). Dazu erklärt Landwirtschaftsministerin Miriam Staudte: „Schweinehaltende Betriebe erleben derzeit große wirtschaftliche Unsicherheiten – nicht zuletzt durch die sinkende Nachfrage nach Schweinefleisch. Veränderungsbereiten Betrieben möchte ich daher dabei helfen, alternative Standbeine aufzubauen. Mit dem AFP setzen wir jetzt einen weiteren wichtigen Baustein unseres Diversifizierungsprogramms um.“ Ziel der angepassten neuen Förderung ist es, Neuorientierungen…

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Umfrage analysiert psychische Belastung bei Landwirtinnen und Landwirten

Eine Umfrage des Marktforschungsinstituts MARKET in Österreich im Auftrag der Österreichischen Hagelversicherung hat die psychische Belastung bei Landwirtinnen und Landwirten analysiert. Die größten Sorgen bereiten demnach insbesondere preis- und kostengebundene Faktoren. So leidet beispielsweise jeder Zweite unter steigenden Preisen für Dünger und Energie als auch unter höheren Abgaben. Auch Ernteausfälle durch Unwetter usw. sorgen bei einem großen Teil der Befragten für persönliche Bedenken. „Drei Viertel der befragten Landwirte gaben an, dass vor allem psychische Herausforderungen in den letzten Jahren mehr geworden sind. Auch bei den…

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Krisengewinne und Lebensmittelteuerung

Dass Energieunternehmen seit dem russischen Angriffskrieg in der Ukraine enorme Profite eingefahren haben, ist weithin bekannt. In den letzten Monaten häufen sich jedoch auch Belege für Krisenprofiteure aus dem Agrar- und Ernährungssektor, während die Lebensmittelteuerung in vielen Ländern auf hohem Niveau bleibt. Die hohen Lebensmittelpreise tragen dabei direkt zu einem Anstieg von (Ernährungs-)Armut bei. Im Juni gaben die Nichtregierungsorganisationen IATP und GRAIN eine Analyse von Geschäftsberichten heraus, gemäß derer die neun weltweit größten Düngemittelunternehmen ihre Profite im Jahr 2022 von 28 auf 49 Milliarden US-Dollar im Vergleich zum…

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Neue Gentechnik: Bayern äußert Bedenken

In Bayern haben sich die Minister:innen für Landwirtschaft und Umwelt skeptisch zu den Gentechnikvorschlägen der EU-Kommission geäußert. Damit verlässt die CSU-geführte Staatsregierung den gentechnikfreundlichen Kurs der Unionsparteien im Bund. Der Grund: Im Bayern ist im Oktober Landtagswahl. Bayern ist seit April 2014 Mitglied im Europäischen Netzwerk gentechnikfreier Regionen und hat 2019 den Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen gesetzlich verboten. Im Bayerischen Landwirtschaftlichen Wochenblatt machte die bayerische Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber von der CSU deutlich, dass sie auch neue gentechnische Verfahren (NGT) skeptisch…

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