EU-Staaten uneins über neue Gentechnik-Verordnung

Trotz zahlreicher Differenzen über die geplante europäische Verordnung zu genomeditierten Pflanzen bleibt es Ziel der spanischen Ratspräsidentschaft, die EU-Mitgliedstaaten bis 12. Dezember zu einem Kompromiss zu führen. Das ließ der designierte spanische Agrarminister gestern dem Agrarrat in Brüssel ausrichten. Damit die EU-Länder sich auf die Herausforderungen der neuen gentechnischen Verfahren (NGT) einstellen können, schlug Kroatien vor, ihnen mindestens sieben Jahre lang zu erlauben, solche Pflanzen national zu verbieten. Fast 140 Verbände forderten die Politik auf, die geplante Verordnung komplett zu stoppen. Auch einige EU-Staaten bremsten.…

weiter lesen...


NGT-Saatgut in Kanada nicht gekennzeichnet

Bioanbauer in Kanada sind besorgt über die seit Mai geltende Verordnung, die die Kennzeichnungspflicht für Saatgut, das mittels neuer Gentechnik (NGT) hergestellt wurde, und zusätzliche Prüfungen aufhebt. Bislang mussten Saatguthändler eidesstattlich versichern, dass Saatgut nicht genetisch modifiziert ist. Biolandwirte riskieren ihre Zertifizierung, wenn sie NGT-Futtermittel oder -Saatgut verwenden. Mit der Neuregelung ist es jetzt jedoch denkbar, dass weder die Saatguthändler noch die Landwirte wissen, ob es sich um NGT-Saatgut handelt. Wer Bio-Getreide in die EU exportiert, geht ein hohes Risiko ein: Werden gentechnische Veränderungen nachgewiesen,…

weiter lesen...


Es geht um die Milch!

Und zwar im Schwerpunkt der aktuell erscheinenden Unabhängigen Bauernstimme für Dezember 2023. Dabei wird deutlich: Viele Faktoren nehmen Einfluss darauf, wie Milchviehbetriebe in die Zukunft blicken. So ist die Preissituation im Süden momentan besser und stabiler als im Norden. Doch je nach Strategie der Molkereien gibt es auch eine enorme Spannbreite in der Auszahlung. Insgesamt wird der Milchmarkt immer komplexer durch eine Vielzahl möglicher Qualitätsstandards und z.B. durch die verschiedenen Haltungsstufen der Kennzeichnung im Handel, weil dadurch jeweils eine getrennte Erfassung notwendig ist. Viele Bäuerinnen und Bauern setzen da mittlerweile…

weiter lesen...


Die Kühe, mein Neffe und ich

Eine Buchbesprechung +++ Die Autorin Uta Ruge schreibt als Städterin, aber auch als Kind vom Bauernhof. Sie nutzt ihre Distanz, um einen zugewandten Blick auf das Zusammenleben von Menschen und Tieren auf den Höfen heute zu werfen. Dabei liegt ihr die Milchviehhaltung besonders am Herzen. Sie beschreibt an Hand von Kindheitserinnerungen, Beobachtungen bei Besuchen und Rechercheergebnissen die Entwicklungen und Einflüsse auf landwirtschaftlichen Betrieben. Dazu erzählt sie im ersten Teil des Buches, wie ihr Neffe heute auf dem Familienbetrieb mit 140 Milchkühen und viel Automatisierung wirtschaftet. Kapitelweise abwechselnd geht Ruge wie nebenbei auf…

weiter lesen...


AbL zur SUR: Bei der notwendigen Pestizid-Reduzierung alle Bäuer:innen mitnehmen!

Nächste Woche müssen die Abgeordneten im Europäischen Parlament ihre Position bezüglich des Verordnungs-Vorschlags zur „Nachhaltigen Verwendung von Pflanzenschutzmitteln“ (SUR) festlegen. Im Dezember muss sich auch Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir in den Verhandlungen des Agrarrats dazu positionieren. Dabei ist es mehr oder weniger Konsens, dass eine Reduzierung des Pestizideinsatzes im Rahmen der agrarökologischen Transformation des Agrar- und Ernährungssystems erfolgen muss, um die Artenvielfalt und die Menschen besser zu schützen. Damit dieser notwendige Systemumbau für die bäuerlichen Betriebe nicht zur existenziellen Frage wird, muss…

weiter lesen...


Untersuchung zeigt: Umsetzbarkeit einer Öko-Regelung für Grünland und Weidehaltung ist gegeben

Seit Jahren wurde in einer Vielzahl von Beschlüssen des Bundesrates und der Agrarministerkonferenz (AMK) herausgestellt, dass innerhalb der neu begonnen Förderperiode der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) der Europäischen Union ein bundesweites Angebot für klassische Grünlandbetriebe mit der Weidehaltung von Milchkühen fehlt, obwohl diese einen besonders hohen Wert für den Umwelt-, Natur-, Klima und Tierschutz besitzen. Die Einführung einer zusätzlichen Öko-Regelung scheitert bislang vor allem an Bedenkenträgern, die Doppelförderungsprobleme mit bestehenden Maßnahmen der 2. Säule sehen. Eine gemeinsam von der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche…

weiter lesen...


Milchersatz boomt – aber für wen?

Marktbeobachtungen von Hugo Gödde +++ Milchersatz, Pflanzendrinks oder pflanzliche Proteinprodukte sind weiterhin im Kommen, auch wenn die Spitze des Hypes in diesem Jahr vorerst gebrochen ist. Laut amtlichen Statistiken lag der Absatz von pflanzlichem Milchersatz wie Haferdrinks im ersten Halbjahr 2023 in Deutschland um ca. 75 Prozent über 2020, aber mit deutlich rückläufigem Wachstum in 2023. Der gesamte Umsatz mit Milchersatzprodukten belief sich in Deutschland im vergangenen Jahr auf 610 Mio. Euro, womit der heimische Markt Spitzenreiter in Europa ist. Lange Zeit war der Markt alternativen Start-ups überlassen worden (z.B. „Black-Forest-Nature“)…

weiter lesen...


Bio-Milch Marker Index: Auch in guten Zeiten kommen Biobauern nicht auf ihre Kosten

Die Biomilch-Erzeugungskosten in Deutschland lagen im Wirtschaftsjahr 2022/23 bei 68,95 Cent pro Kilogramm. Im Vergleich zum Vorjahr sind sie 2,64 Cent pro Kilogramm höher, so dass der Index von 99 auf 103 Punkte kletterte. Damit sind die Biomilch-Erzeugungskosten so hoch wie nie zuvor – insbesondere die Ausgaben für Energie (+18 %), Unterhalt (+20 %) und das zugekaufte Futter (+12 %) sind das zweite Wirtschaftsjahr in Folge sehr deutlich gestiegen. Zusammen mit den allgemeinen Betriebskosten ergeben sich pagatorische Kosten von 66,65 Cent pro Kilogramm. Da aber auch die Erzeugerpreise für Biomilch im Vergleich zum Vorjahr von 52,31 auf 60,36 Cent…

weiter lesen...


Glyphosat: Zulassung trotz Leukämieverdachts?

Die 27 Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) werden wohl am 16.11. darüber entscheiden, ob der Unkrautvernichter Glyphosat weitere zehn Jahre auf hiesigen Äckern versprüht werden darf. In einer aktuellen Langzeitstudie mit Ratten haben Herbizide mit diesem Wirkstoff in mehreren Fällen Leukämie ausgelöst. Und zwar in Dosierungen, die bisher von den Genehmigungsbehörden für unbedenklich gehalten wurden. Grund genug, die Notbremse zu ziehen? Seit mehreren Jahren arbeitet das italienische Ramazzini Institut zusammen mit mehreren internationalen Forschungseinrichtungen an einer umfassenden Glyphosat-Studie, der Global Glyphosate Study (GGS). Auf…

weiter lesen...


Großes Interesse an kostengünstigen An- und Umbaulösungen für Anbindeställe

Großes Interesse gab es an dem AbL-Infoabend zum Thema „Kostengünstige An- und Umbaulösungen für Anbindeställe“. Rund 70 interessierte Teilnehmer:innen, vorwiegend Bäuerinnen und Bauern aber auch viele Vertreter:innen der Agrar,-Umwelt- und Tierschutzverbände, aus Politik und Behörden sowie die agrarpolitische Fachpresse waren am 9.11. online dabei. Beim Überblick zum Stand des Umbaus der Tierhaltung wurde der BMEL-Prozess zum Tierhaltungskennzeichnungsgesetz mit den verpflichtenden 5 Stufen dargestellt, verbunden mit der Kritik, dass vor allem Haltungskriterien, aber kaum Tierwohlkriterien formuliert sind. Die angekündigten Kennzeichnungsregeln für…

weiter lesen...


Kostenloser Nachrichtenbrief

Kontakt

Bahnhofstraße 31
59065 Hamm

Email: verlag@bauernstimme.de
Telefon: 02381-49-22-88
Telefax: 02381-49-22-21

Lesen Sie auch Artikel der Bauernstimme

24.09.2026

Ganz enthusiastisch sind wir Anfang des UN-Jahres der Frauen in der Landwirtschaft gestartet. Die Erklärung „Nicht nur ackern, auch entscheiden!“…