Der Stopp des Schwarzmeer-Getreideabkommens – Fakten, Propaganda und Aussichten

Marktbeobachtungen von Hugo Gödde +++ Russland hat das Abkommen für Getreidelieferungen über das Schwarzmeer nicht verlängert. Schon beklagen Händler das Marktchaos, das sich in den letzten Tagen entwickelt. Spekulationen schießen ins Kraut und der Weltmarktpreis steigt. Über die Ergebnisse des Schwarzmeer-Deals und die Auswirkungen des Scheiterns der Verlängerung spalten sich die Meinungen je nach politischer oder ideologischer Haltung. Propagandaschlacht ums Getreideabkommen Der US-Außenminister nannte die Aufkündigung „skrupellos“. UN-Generalsekretär Guterres zeigte sich tief enttäuscht. Das Abkommen sei eine "Rettungsleine für die globale…

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Der Wolf gerät in die Abschusslinie der Politik

Auf europäischer und bundesrepublikanischer Ebene sowie in den Bundesländern deutet sich eine Veränderung im Umgang mit dem Wolf an. Sein Schutzstatus soll geändert und abgesenkt, die Voraussetzung zur Entnahme, das heißt den Abschuss von „Problem-Wölfen“ bis hin zu möglicherweise ganzen Rudeln soll neu geregelt und erleichtert werden. Darauf deuten Äußerungen von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, Bundesumweltministerin Steffi Lemke und Christian Meyer, Umweltminister in Niedersachsen, hin. Die Ankündigungen erfolgen vor dem Hintergrund steigender Populationszahlen und steigender Wolfsrisse, den zahlreichen Schilderungen der Probleme von…

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Greenpeace-Supermarkt-Check: Umstieg auf Fleisch aus besserer Haltung kommt kaum voran

Die großen Lebensmittelhändler verbessern ihr Fleischsortiment weiter nur schleppend. Der von den Händlern angekündigte Umstieg von den schlechtesten Haltungsformen 1 und 2 auf bessere kommt kaum voran. Mit 86 Prozent stagniert der Anteil der Haltungsformen 1 und 2 im Fleischsortiment nahezu (2022: 88 Prozent). Das zeigt die jüngste jährliche Greenpeace-Abfrage zur freiwilligen Kennzeichnung des Fleischangebots bei Aldi Nord, Aldi Süd, Edeka, Kaufland, Lidl, Netto, Penny und Rewe. Seit Juli 2022 ist der Anteil der mit Haltungsform 1 gekennzeichneten Frischfleischprodukte sogar wieder leicht auf 21 Prozent gestiegen (2022: 19 Prozent), zeigen die…

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Landwirtschaftsminister Günther: GAK-Kürzungen sind "Anschlag auf die ländlichen Räume"

Sachsens Staatsminister für Energie, Klimaschutz, Umwelt und Landwirtschaft Wolfram Günther (Bündnis 90/Die Grünen) fordert den Bund auf, die geplanten Mittelkürzungen an der Gemeinschaftsaufgabe »Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes« (GAK) für das Jahr 2024 zurückzunehmen. „Die Kürzungsvorschläge aus dem Bundesfinanzministerium sind ein Anschlag auf den Osten und auf die ländlichen Räume. Sie werfen uns zurück bei den dringend nötigen Anpassungen von Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Wasserversorgung an die Klimakrise“, erklärt Günther. Das schade Sachsen massiv. „Die Kürzungspläne würden rund 40 Prozent der Mittel betreffen, die…

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Soziale Bewegungen und indigene Völker stellen sich gegen den UN-Gipfel zu Ernährungssystemen und fordern echten Wandel der Ernährungssysteme

Vom 24. bis 26. Juli 2023 findet in Rom, einberufen vom Generalsekretär der Vereinten Nationen (UN), eine Bestandsaufnahme zu dem vor zwei Jahren erfolgten Gipfeltreffen der UN zur Transformation der Lebensmittelsysteme, um den Hunger zu bekämpfen, statt. Die Veranstaltung unterstreicht laut Veranstalter, dass die Transformation der Lebensmittelsysteme der Schlüssel zur Verringerung der CO2-Emissionen und zur Einhaltung des 1,5C-Ziels des Pariser Abkommens ist und dass sie die Zusammenarbeit mit großen Lebensmittel- und Agrarunternehmen erfordert. In einer Erklärung (People’s Autonomous Response to the UNFSS) prangern die größten Bewegungen für globale…

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Wasserkrise in Europa: Umsteuern, solange es noch geht

Der Umgang mit der knappen Ressource Wasser muss verantwortungsvoller werden, fordern die Grünen EU-Abgeordneten Sarah Wiener und Martin Häusling in einem Positionspapier. Das beginnt nach Ansicht der EU-Abgeordneten mit einer konsequenten Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) und beinhaltet unter anderem die Entsiegelung von Flächen und die Bildung von Schwammlandschaften. Auch 2023 ist ein Sommer der Extreme: Für 40% des EU-Gebietes gilt aktuell eine Dürre-Warnung. Auf Trockenperioden folgen zwar auch heftige Unwetter mit Regen. Doch die trockenen und verdichteten Böden können diesen nicht aufnehmen und für die Pflanzen speichern, auch im…

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Mehr Nützlinge und weniger Schädlinge in Mischkulturen

Der globale Rückgang der biologischen Vielfalt ist gravierend. Die landwirtschaftliche Flächennutzung trägt maßgeblich dazu bei – besonders der großflächige Anbau einzelner Kulturpflanzen in Monokulturen. Mischkulturen können entgegenwirken: Auf Äckern, auf denen gleichzeitig verschiedene Kulturpflanzen wachsen, gibt es mehr nützliche Arthropoden wie Insekten und Spinnen als in Monokulturen. Gleichzeitig kommen weniger Schädlingen vor. Das fanden Forschende der Universität Göttingen mit einer systematischen Literatur- und statistischen Meta-Analyse heraus. Besonders vorteilhaft ist es, wenn Getreide und Hülsenfrüchten kombiniert werden und im Streifen-…

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Milcherzeugung: Nach kurzer Gewinnphase wieder Unterdeckung der Kosten

Die kurze Zeit der Kostendeckung in der Milchproduktion ist vorbei, die von den Milchviehbetrieben erzielten Erlöse für die Milch sind wieder unter die Produktionskosten gefallen. Das teilt das European Milk Board (EMB) mit Blick auf die jetzt veröffentlichte vierteljährlich aktualisierte Kostenstudie des Büros für Agrarsoziologie und Landwirtschaft (BAL) mit. Für das EMB „keine Überraschung“. Frank Lenz von der Milcherzeugergemeinschaft MEG Milch Board spricht von einem „Zusammenbrechen der Milchpreise“ und fordert die Politik zum Handeln auf. Der Milch Marker Index, der die Produktionskosten für deutsche Milcherzeuger*innen im Vergleich zum…

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Wassernot in Frankreich: Tomaten, Atomkraft oder Pool

Dürre und Wassernot breitet sich in diesem Jahr im Süden Frankreichs aus wie noch nie. Überall fehlt Wasser. Es muss gespart werden. Aber wer und wie? Der Konflikt zwischen Industrie, Landwirtschaft und Privatverbrauchern bricht auf. Marktbeobachtungen von Hugo Gödde

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EU-Parlament beschließt Naturwiederherstellungsgesetz

Das Plenum des Europäischen Parlaments hat den Gesetzesvorschlag der EU-Kommission für ein Gesetz zur Wiederherstellung der Natur (Nature Restoration Law, NRL) mit knapper Mehrheit angenommen. „Das Naturwiederherstellungsgesetz lebt“, erklärt die SPD-Europaabgeordnete Maria Noichl und auch der grüne EU-Abgeordnete Martin Häusling begrüßt die Entscheidung, da nun eine Perspektive für Europas geschundene Natur geschaffen sei. Übereinstimmend kritisieren beide das Verhalten der Europäischen Volkspartei, dem auch die CDU- und CSU-Vertreter:innen aus Deutschland angehören, die „mit einer Horrorkampagne voller Lügen und Ignoranz wissenschaftlicher Fakten…

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Ganz enthusiastisch sind wir Anfang des UN-Jahres der Frauen in der Landwirtschaft gestartet. Die Erklärung „Nicht nur ackern, auch entscheiden!“…