Deutschland muss Stickstoff-Überschüsse in der Landwirtschaft dringend abbauen

Ohne Stickstoff kein Pflanzenwachstum – doch erhebliche Mengen aus der Landwirtschaft schädigen ganze Ökosysteme und tragen als Lachgas massiv zum Klimawandel bei. Deutschland verfehlt zudem die EU-Grenzwerte für Nitrat im Grundwasser. Darauf weisen Expertinnen und Experten der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften – acatech in einem Positionspapier hin und zeigen darin, wie entlang der gesamten Wertschöpfungskette Stickstoffüberschüsse wirksam reduziert werden können. Die Akademie empfiehlt unter anderem schärfere Grenzwerte, Anreize für nachhaltige Bewirtschaftungsstrukturen, eine präzisere Düngung verbunden mit einer Bepreisung von…

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Landwirtschaft braucht grundlegende Veränderung – 2023 muss Wandel einläuten

Anlässlich der bevorstehenden Internationalen Grünen Woche fordert der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) die Bundesregierung auf, endlich den Umbau der Landwirtschaft anzupacken. Olaf Bandt, BUND-Vorsitzender, erklärt: „Wir müssen raus aus dem agrarpolitischen Stillstand. Für Umwelt und Landwirt*innen sind Wachstumszwang und ständiges Weiter so fatal. Doch statt Aufbruch sehen wir Blockade und Rückschritte. So wurden die Preissteigerungen bei Getreide und die Energie-Knappheit im Zuge des Krieges gegen die Ukraine von der Agrarlobby als Argumente gegen den ökologischen Umbau eingesetzt. Rückwärts ging es auch beim europäischen…

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Wissenschaftliche Argumente bleiben in der Berichterstattung über Neue Gentechnik im Bayerischen Fernsehen außen vor

Das Bayerische Fernsehen berichtete am 13. Januar in der Sendung „Unser Land“ über das Thema Neue Gentechnik in der Landwirtschaft. In der Sendung wird nach Ansicht des Instituts für unabhängige Folgenabschätzung in der Biotechnologie Testbiotech der Eindruck vermittelt, dass es bei der Neuen Gentechnik schon deswegen kaum Risiken geben könne, weil die meisten ExpertInnen behaupten, dass es keine gebe. Das ist laut Testbiotech im Fall der Neuen Gentechnik ein besonderes Problem, weil sich nur wenige ExpertInnen, unabhängig von Verwertungsinteressen, mit der Risikoforschung befassen. In der Sendung wurde unter Bezugnahme auf Testbiotech zwar…

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AbL zum Bundesprogramm Tierwohl

Das Bundesprogramm zum Umbau der Tierhaltung soll Investitionen in zukunftsfeste Stallbaumaßnahmen fördern. Darüber hinaus sollen auch die laufenden Mehrkosten, die durch eine besonders tier- und umweltgerechte Tierhaltung entstehen, gefördert werden. Neben der Erfüllung von haltungsbezogenen Kriterien werden hier insbesondere auch Tierwohlindikatoren wie beispielsweise ein intakter Ringelschwanz in der Schweinehaltung berücksichtigt. Das Programm umfasst für das Jahr 2023 150 Millionen, die voraussichtlich frühestens im Herbst ausgezahlt werden können. Vorgesehen ist, 100 Millionen für Investitionen zu nutzen, und 50 Millionen für laufende Mehrkosten.…

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AbL: Kohleabbau stoppen, fruchtbare Böden retten, 1,5 Grad Grenze einhalten!

Heute hat die Polizei mit der Räumung des Ortes Lützerath im RWE-Braunkohlerevier in Nordrhein-Westfalen (NRW) begonnen, ein Einsatz, der möglicherweise mehrere Tage oder gar Wochen dauern wird. Anlässlich einer für den 14. Januar in Lützerath geplanten Großdemonstration, um gegen die von der Landesregierung NRW gestartete Räumung und für Kohleausstieg und Klimagerechtigkeit zu protestieren, erklärt Elisabeth Fresen, Bundesvorsitzende der AbL und Bäuerin in Niedersachsen: „Wir akzeptieren es nicht! Rund um Lützerath liegen Ackerflächen die zu den fruchtbarsten in Europa gehören, Böden die gut mit Dürre umgehen können und hervorragend für einen…

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Veganismus ist ein zentraler Angriff auf bäuerliche Strukturen

Anmerkungen von Prof. Dr. Hubert Weiger, Ehrenvorsitzender des BUND und ehem. Vorstandsvorsitzender von NEULAND e.V., zum Antrag der BUND-Jugend, auf BUND-Bundesveranstaltungen standardmäßig vegane Ernährung einzusetzen.

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Vogel kündigt Entwurf für Agrarstrukturgesetz für zweites Quartal 2023 an

Brandenburgs Agrarminister Axel Vogel (Grüne) will im zweiten Quartal 2023 den Entwurf für ein Agrarstrukturgesetz in den Landtag einbringen. Mit dem Gesetz will er verhindern, dass branchenfremde Investoren einen Großteil der landwirtschaftlichen Flächen aufkaufen. „Die Flächen werden den Landwirtschaftsbetrieben unterm Hintern weg verkauft“, sagte Vogel der Deutschen Presse-Agentur in Potsdam. „Boden ist zum Spekulationsobjekt geworden.“ Der normale Landwirt könne bei den gestiegenen Preisen nicht mithalten. „Junglandwirte haben keine Chance mehr, Fläche zu kaufen“, so Vogel. Zukünftig soll bei der Prüfung von Flächenverkäufen der…

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Wiederaufbau der abgebrannten Schweinezuchtanlage Alt Tellin

Im März 2021 brannte die Schweinezuchtanlage Alt Tellin in Mecklenburg-Vorpommern ab. Mehr als 50.000 Schweine starben in den Flammen. Ende letzten Jahres hat der Betreiber, die Landwirtschaftliche Ferkelzucht Deutschland (LFD-Holding/Roßdorf), angekündigt, die Anlage in optimierter Form mit weniger Tieren und entsprechend der aktuellen Tierschutzbestimmungen wieder aufbauen zu wollen. Wie genau das aussehen soll, ist noch nicht überliefert. „Entsetzt“ zeigt sich Anne Shepley, tierschutzpolitische Sprecherin der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Landtag Mecklenburg-Vorpommern. „Die Ankündigung, in Alt Tellin einen neuen Nutztierstall errichten zu…

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ZALF-Studie: Eine Chance im Klimawandel - Sojaproduktion in Europa künftig ausweiten

Der Klimawandel erfordert nach Ansicht des Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) ein Umdenken in der Pflanzenproduktion, hin zu Sorten und Kulturen, die besser an Hitze und Trockenheit angepasst sind. Eine Möglichkeit biete die Sojabohne. Eine vom ZALF in der Fachzeitschrift „Global Change Biology" veröffentlichte Studie zeigt, dass sich langfristig immer mehr Ackerflächen in Europa für die Sojaproduktion eignen. Dieser Effekt übersteige dabei die Ertragseinbußen, die durch zunehmende Hitze und Trockenheit vor allem in Südeuropa zu erwarten seien. Damit könne die EU zukünftig auf einen großen Teil der Sojaimporte aus Brasilien und den…

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Mooratlas 2023: Moor-Klimaschutz lohnt sich – Nasse Landwirtschaft massiv finanziell fördern

Die Trockenlegung von Mooren ist mit über zwei Milliarden Tonnen CO2 für rund vier Prozent aller menschengemachten Emissionen verantwortlich. Das stellt der jetzt von der Heinrich-Böll-Stiftung, dem Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und der Michael Succow Stiftung, Partner im Greifswald Moor Centrum, veröffentlichte „Mooratlas 2023 – Daten und Fakten zu nassen Klimaschützern“ fest. Für die Klimakrise und das Artensterben wirke die fortschreitende Moorzerstörung wie ein Brandbeschleuniger. Bereits jetzt sind laut „Mooratlas“ weltweit über zehn Prozent der 500 Millionen Hektar Moore entwässert, in Mitteleuropa weit über 90 Prozent.…

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