Leitlinien zum Menschenrecht auf Nahrung im Mittelpunkt

Meist fristet das Recht auf angemessene Nahrung ein Schattendasein. Zwar nehmen Öffentlichkeit und Medien zur Kenntnis, wenn ein neuer Bericht zur Welternährungslage erscheint oder Hilfsorganisationen angesichts drohender Hungersnöte – sei es im Sudan, in Gaza oder in anderen von Krieg, Klimawandel und Katastrophen gebeutelten Gegenden der Welt – Alarm schlagen. Wir kennen die Bilder ausgemergelter Kinder, die auf den Bildschirmen ab und zu an uns vorbeihuschen. Viele wissen, dass rund um den Globus mindestens 735 Millionen Menschen chronisch unterernährt sind – Tendenz der letzten Jahre wieder steigend – und dass die Weltgemeinschaft das Ziel, bis…

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Erntegut-Bescheinigung: Willkürliche Datensammlung - vollständige Kontrolle beim Saatgut

Der Bundesverband Deutscher Pflanzenzüchter (BDP) und die Saatgut-Treuhandverwaltungs GmbH (STV) haben am 3.Juni das neue System vorgestellt, über das Landwirtinnen und Landwirte ab dem 15. Juli 2024 eine „Erntegut-Bescheinigung“ zur Vorlage bei ihren Abnehmern generieren können. Nach Auffassung der IG Nachbau und der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) verschärfen der BDP und ihr Inkassounternehmen STV damit den Nachbau-Streit. Dabei wäre es nach 25 Jahren harter politischer und rechtlicher Auseinandersetzungen um das bäuerliche Recht auf Nachbau von Saat- und Pflanzgut eigentlich an der Zeit, dass sich Züchter und Landwirte auf…

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Konzentration im Schweine- und Biomarkt – und ein Hoffnungsschimmer am Milchmarkt

Marktbeobachtungen von Hugo Gödde +++ Gerade in Krisenzeiten wird der Umstrukturierungsprozess in verschiedenen Branchen vorangetrieben und führt in der Regel zu Konzentrationen. Das gilt aktuell besonders im Fleischsektor. Der Rückgang des Fleischverzehrs trifft viele Unternehmen hart und setzt eine neue Dynamik des Strukturwandels frei. Die Konzentration erhöht sich. Marktfreunde sprechen von „Konsolidierung“. Ähnliches gilt für den Biomarkt, der sich „normalisiert“, d.h. seine Besonderheiten aus den Anfangsjahrzehnten (1980 bis ca. 2010) immer mehr verliert. Einige Zahlen und Daten belegen die Entwicklung, die sich wahrscheinlich eher beschleunigen…

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Entwicklungsorganisationen protestieren gegen die Sparpläne der Bundesregierung: „Die Kürzungen von heute sind die Krisen von morgen!“

VENRO, der Dachverband Entwicklungspolitik und humanitäre Hilfe, hat gemeinsam mit 25 humanitären und entwicklungspolitischen Organisationen vor dem Berliner Hauptbahnhof gegen die von der Bundesregierung geplanten Kürzungen bei der Entwicklungszusammenarbeit und humanitären Hilfe protestiert. Die Herabwürdigung der Entwicklungszusammenarbeit und des humanitären Engagements Deutschlands in der Welt durch Bundesfinanzminister Christian Lindner und andere führende FDP-Politiker sieht VENRO mit großer Sorge. In einem offenen Brief appelliert der Verband an den Finanzminister, die Entwicklungspolitik und humanitäre Hilfe als Zukunftsinvestitionen zu…

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Europawahl 2024: Wähler:innen aller Parteien für umfassende Gentechnik-Kennzeichnung

Europa-Wähler:innen wollen mit großer Mehrheit eine Kennzeichnungspflicht auch für neue Gentechnik in Lebensmitteln. Darin sind sie sich über alle Parteigrenzen hinweg einig. Das ergab eine aktuelle repräsentative Umfrage im Auftrag des Verbandes Lebensmittel ohne Gentechnik (VLOG). Der Aussage „Lebensmittel mit gentechnisch veränderten Zutaten sollten immer gekennzeichnet werden, egal ob mit alter oder neuer Gentechnik hergestellt“ stimmten dabei 84 Prozent aller Befragten zu.  Insgesamt 84 Prozent für Kennzeichnung – bei allen Parteien über 70 Prozent Aufgeschlüsselt danach, welche Partei die Befragten bei der bevorstehenden Europawahl 2024…

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Weidemilch in Gefahr: Kritik an Plänen des Lebensmittelhandels

Die Pläne des Einzelhandels, Weidemilch künftig der Haltungsform-Stufe 3 im neuen 5-stufigen Haltungsform-Kennzeichnungssystem zuzuordnen, lehnen die niedersächsische Landwirtschaftsministerin Miriam Staudte sowie weitere Partnerinnen und Partner eines breiten Bündnisses ab und haben sich daher mit einem Brief an Haltungsform.de, die Gesellschaft zur Förderung des Tierwohls in der Nutztierhaltung mbH, gewendet. Zu den Unterzeichnenden des Briefs gehören das Grünlandzentrum, die Arbeitsgemeinschaft bäuerlicher Landwirtschaft e. V. (AbL), der Bund deutscher Milchviehhalter e. V. (BDM), Greenpeace, das Landvolk Niedersachsen, Land schafft Verbindung, der…

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FDP darf Markt nicht blockieren - Milchbauern wollen Preise verhandeln können!

AbL, BDM und MEG Milch Board führen bäuerliche Aktion mit Kuh auf dem Gänsemarkt in Hamburg durch und fordern SPD und Grüne in der Ampelregierung auf, gegenüber der FDP nicht einzuknicken.

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AbL NRW: „Bürokratieabbau darf nicht dem Abbau von Standards dienen"

Anlässlich eines Austauschgesprächs zur „Lage in der Land- und Ernährungswirtschaft in Nordrhein-Westfalen", zu dem NRW-Landwirtschaftsministerin Silke Gorißen für eingeladen hatte, hat die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) NRW e. V. ein Forderungspapier zum Bürokratieabbau veröffentlicht. Dabei unterstreicht die AbL NRW, dass ein Abbau von Bürokratie keinesfalls einem Abbau von ökologischen und sozialen Standards dienen darf. Die AbL NRW setzt sich stattdessen ausdrücklich für Bürokratieabbau an den Stellen ein, wo er zu einer Entlastung insbesondere kleiner und mittlerer Betriebe führen würde. Denn diese sind durch…

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Aktion Agrar und jAbL protestieren für massive Reduktion der Sojaimporte

Am vergangenen Samstag demonstrierten Vertreter:innen der jungen Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft und der Organisation Aktion Agrar gemeinsam auf und an der Weser am Braker Hafen in Niedersachsen: Mit Paddelbooten und einem geschmückten Traktor forderten sie eine massive Reduktion der Sojaimporte. Sie warnten vor Weservertiefungsplänen für immer größere Frachtschiffe. Es brauche eine Zukunft für regional orientierte, bäuerliche Landwirtschaft, die durch immer mehr Importe, Exporte und die sogenannten Freihandelsabkommen gefährdet werde. Der Hafen Brake an der Unterweser ist für das Aktionsbündnis ein Ort mehrerer Zukunftskonflikte.…

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EU-Abgeordneter: Agrarbeihilfen züchten Milliardäre

Der grüne EU-Haushaltskontrollpolitiker Daniel Freund kritisiert im Interview mit Agra Europe (AgE) das System der landwirtschaftlichen EU-Direktzahlungen. Nicht nur, dass bekanntermaßen 80% der EU-Agrargelder an 20% der größten Betriebe gehen, sondern es gebe ein viel größeres Problem. „In vielen Mitgliedstaaten, vor allem in der östlichen EU, hat sich eine Kaste an durch Agrarbeihilfen gezüchteten Agrarmilliardären gebildet“, die oft exzellente Verbindungen in Regierungskreise haben. Als Beispiele nennt Freund den ehemaligen tschechischen Premierminister Andrej Babiš oder das Umfeld um den ungarischen Regierungschef Viktor Orbán. So habe es in Ungarn…

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