20 Jahre European Milk Board: Starke Stimme der Milcherzeuger in Europa

Das European Milk Board (EMB) feiert in diesem Jahr sein 20-jähriges Bestehen. Im Rahmen der Mitgliederversammlung (MV) in Italien kamen in dieser Woche Milcherzeugerinnen und Milcherzeuger aus zahlreichen europäischen Ländern zusammen, um gemeinsam auf zwei Jahrzehnte Einsatz für faire Bedingungen im Milchsektor zurückzublicken. Seit seiner Gründung hat sich das EMB als unabhängige und starke Stimme der Milcherzeuger in Europa etabliert. Was vor 20 Jahren als mutige Initiative von Milchbäuerinnen und -bauern begann, ist heute eine wichtige politische Kraft auf europäischer Ebene. „20 Jahre EMB zeigen, dass Erzeuger gemeinsam etwas bewegen können.…

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Einigung auf neues Saatgutrecht

Im sogenannten Trilog-Verfahren haben sich das EU-Parlament, Kommission und Rat auf ein neues EU-Saatgutrecht verständigt. „Der Angriff der Agrochemie-Konzerne auf eine unabhängige, vielfältige Saatgut-Produktion konnte größtenteils abgewehrt werden“, kommentiert die Gesellschaft für die Erhaltung der Kulturpflanzenvielfalt und ihre Entwicklung – ARCHE NOAH in Österreich das Ergebnis. Der grüne EU-Abgeordnete Martin Häusling sieht in der neuen Verordnung einen wichtigen Schritt für die landwirtschaftliche Vielfalt in Europa. Beide üben jedoch auch Kritik. ARCHE NOAH hat sich erfolgreich für mehr Vielfalt auf den Feldern und Tellern eingesetzt, heißt…

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Ein Nachruf

Ein Nachruf auf Jean Ziegler, Soziologe, Autor und ehemaliger UN-Sonderberichterstatter für das Recht auf Nahrung, von Georg Janßen, der ihn als Bundesgeschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft schätzen und auch persönlich kennen gelernt hat.

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Düngegesetz: Systemwechsel in der Düngepolitik braucht einzelbetriebliche Nährstoffbilanz

Die aktuellen Empfehlungen der Ausschüsse des Bundesrats zur Änderung des Düngegesetzes zeigen erneut: Eine grundlegende Neuausrichtung der Düngepolitik ist notwendig, eine klare politische Richtung fehlt jedoch weiterhin. Für die AbL ist klar: Eine weitere Abschwächung der rechtlichen Grundlage für eine verpflichtende Nährstoffbilanz wäre ein gravierender Rückschritt und würde sich nachteilig auf die meisten Betriebe auswirken. Nur mit einer bundesweit einheitlichen Lösung kann Verursachergerechtigkeit für Bäuerinnen und Bauern erreicht und ein dauerhafter, flächendeckender Fortschritt im Hinblick auf den Wasserschutz ermöglicht werden. Eine…

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Bundesregierung begeht bei Weideprämie Wortbruch

Das Bundeslandwirtschaftsministerium (BMLEH) plant ein Gesetz zum Bürokratieabbau. Das sieht laut einem noch in der Ressortabstimmung befindlichen Referentenentwurf unter anderem eine Streichung der 2024 vom Deutschen Bundestag im GAP-Direktzahlungen-Gesetz verankerten Öko-Regelungen für die Förderung der Weidehaltung von Milchkühen und des Biotopverbundes vor. Aus Sicht der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) ist die geplante Streichung keineswegs „Bürokratieabbau“ und wäre eine weitere wirtschaftliche Schwächung jener Milchviehbetriebe mit Weidehaltung, welche sich die Gesellschaft mehrheitlich wünscht. Deutliche Kritik an dem Entwurf…

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Über 2.000 Wirtschaftsunternehmen fordern: EU-Parlament muss Neues Gentechnik-Gesetz ablehnen

Über 2.000 Unternehmen der Saatgutzüchtung, der Landwirtschaft und Gärtnereien, der Lebensmittelverarbeitung und des Handels haben sich in einem dringenden Appell an die Europaparlamentarier gewandt und sie aufgefordert, den Gesetzesentwurf zu Neuen Gentechnik (NGT)-Pflanzen am 17. Juni in Strasbourg klar abzulehnen. Claudia Gerster, Initiatorin des Briefes, Bäuerin und Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL), betont: „Die wirtschaftliche Zukunft unserer Unternehmen wird mit dem geplanten Gesetzesentwurf massiv gefährdet. Eine gentechnikfreie Lebensmittelerzeugung würde, wenn der Gesetzesentwurf so angenommen werden…

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Studie: Dauergrünland für Lebensmittelerzeugung, Natur- und Klimaschutz in Wert setzen

Wie kann Grünland gleichzeitig das Klima schützen, die Artenvielfalt fördern und nachhaltige Landwirtschaft ermöglichen? Eine aktuelle Studie von Professor Dr. Friedhelm Taube plädiert für einen grundlegenden Wandel in der Grünlandbewirtschaftung – und zeigt neue Perspektiven für die Milch- und Fleischproduktion auf. Darauf weist der Wissenschaftliche Beirat für Natürlichen Klimaschutz (WBNK) hin. Die heutige Milch- und Fleischproduktion prägt laut WBNK maßgeblich die Nutzung von Grünland auf mineralischen Böden. In den vergangenen Jahrzehnten habe dies vielerorts zu einer intensiveren Bewirtschaftung mit steigenden Emissionen und zum Verlust von…

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Streit um Erntegut geht auch nach Gerichtsurteil weiter

Das am 2. Juni ergangene und noch nicht rechtskräftige Urteil des Landgerichts Düsseldorf in einem Klageverfahren der Saatgut-Treuhandverwaltungs GmbH (STV) gegen eine Raiffeisengenossenschaft geht nach Auffassung der Interessengemeinschaft Nachbau (IG Nachbau) völlig an der Realität im Agrarhandel und der Erfassung von Erntegut vorbei. Das Landgericht sieht es als Aufgabe des Agrarhandels an, konkrete Erkundigungen einzuholen, ob die anliefernden Landwirte die sortenschutzrechtlichen Bestimmungen eingehalten haben. Eine Ernteguterklärung mit der Zusicherung, es wäre durch den Landwirt der Sortenschutz beachtet worden, soll der konkreten…

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Scherbenhaufen vor dem Bundeskanzleramt

Mit einem Scherbenhaufen vor dem Bundeskanzleramt hat der Bundesverband Deutscher Milchviehhalter (BDM e.V.) auf die anhaltende Krise im Milchmarkt und die Folgen jahrelanger politischer Versäumnisse aufmerksam gemacht. Im Rahmen der Aktion wurde symbolisch Porzellan zerschlagen und ein Scherbenhaufen gebildet. Jeder einzelne Wurf stand für die Wertschöpfungsverluste in einem Bundesland, die den Milchviehbetrieben infolge wiederkehrender Marktkrisen entstanden sind. Der BDM wollte damit sichtbar machen, welche wirtschaftlichen Schäden die Milchkrise in den Regionen Deutschlands hinterlassen hat. „Politische Untätigkeit hinterlässt Scherbenhaufen“,…

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"Schurken stoppen – Gemeinwohl stärken"

In Berlin hat am Eingang zu der Investoren-Konferenz "SuperReturn", die vom 8.bis 12. Juni stattfindet, ein breites Bündnis aus mehreren Organisationen, darunter die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL), Attac Deutschland, das Berliner Bündnis Gesundheit statt Profite, das Bündnis gegen Verdrängung und Mietenwahnsinn Berlin und das Netzwerk Grundeinkommen unter dem Motto "Schurken stoppen – Gemeinwohl stärken" protestiert. Der Protest richtete sich gegen dort versammelte verschiedenste Investoren, die das Gesundheitssystem und die Rente in Deutschland privatisieren möchten, Wohnungen und Agrarland zum Spekulationsobjekt machen und damit…

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