70 Prozent der Deutschen gegen Gentechnik-Anbau

Im Ernährungsreport 2024 der Bundesregierung lehnten 70 Prozent der Befragten den Anbau gentechnisch veränderter (gv) Pflanzen ab. Bei den unter 30-Jährigen will dagegen die Hälfte gv-Pflanzen auf deutsche Äcker lassen, ergab die Forsa-Studie, die das Agrarministerium Ende September vorstellte. Auch eine Kennzeichnung gentechnikfreier Lebensmittel ist jungen Menschen weniger wichtig als älteren. Insgesamt jedoch blieb die Ablehnung der Agro-Gentechnik und der Wunsch nach einer klaren Kennzeichnung gentechnisch veränderter Produkte stabil. Für den Ernährungsreport hatte das Institut Forsa im Mai 2024 1000 repräsentativ ausgewählte Menschen ab 14…

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Erneut mehr Auszubildende zum Landwirt oder zur Landwirtin

Während die Gesamtzahl der Auszubildenden in der Land- und Forstwirtschaft sowie Fischerei im Jahr 2023 zum zweiten Mal in Folge sank (-633 im Vergleich zum Vorjahr), entschieden sich erneut mehr Menschen für die Ausbildung zum Landwirt/zur Landwirtin. Das geht aus jetzt vom Bundesinformationszentrum Landwirtschaft (BZL) aufbereiteten und veröffentlichten neuen Zahlen des Statistischen Bundesamtes rund um die praktische Berufsausbildung in Deutschland hervor. Von den insgesamt 32.322 Auszubildende in der Land- und Forstwirtschaft sowie Fischerei gab es 2023 in folgenden Berufen die meisten Auszubildenden: Ausgewählte…

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"Bau-Turbo" führt zu weiterer Preissteigerung und Verdrängung auf dem landwirtschaftlichen Bodenmarkt

Anlässlich der ersten Lesung der Novelle des Baugesetzbuches (BauGB) im Deutschen Bundestag fordert die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) gemeinsam mit einem breiten Bündnis zivilgesellschaftlicher Organisationen die Streichung des § 246e aus dem Gesetzentwurf. Der geplante § 246e soll weitreichende Abweichungen von bestehenden Vorschriften ermöglichen, um den Wohnungsbau in Gebieten mit angespanntem Wohnungsmarkt zu beschleunigen. Aus Sicht der Verbände droht § 246e jedoch Bodenspekulation zu fördern, wertvolle Agrar- und Grünflächen zu zerstören, den Anstieg der Mieten zu beschleunigen und soziale Ungleichheit zu verstärken. Reik…

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Das Rind ist kein Schwein – zum neuen Eckpunktepapier des BMEL zur Tierhaltungskennzeichnung für Rindfleisch

Marktbeobachtungen von Hugo Gödde +++ Nun will das Landwirtschaftsministerium doch noch die Tierhaltungskennzeichnung für Rindfleisch in Angriff nehmen. So könnte man den diese Woche vorgelegten Entwurf interpretieren, während viele Beobachter schon davon ausgingen, dass in dieser Legislaturperiode „nichts mehr läuft“. Ob das jetzt vorgelegte Papier aber ernsthafte Aussichten hat, die Vielfalt der privaten, freiwilligen Programme zu sichten und zusammenzuführen, werden die kommenden Beratungen mit den Verbänden und Fraktionen zu zeigen haben. Die ersten Reaktionen weisen eher ein Kopfschütteln als eine Zustimmung aus. Orientierung an der…

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Steigende Butterpreise: Mit Vertragspflicht würden Bauern auch profitieren

Die Preise für Butter haben ein neues Rekordhoch erreicht. Es ist „der höchste Preis, den es in Deutschland jemals gegeben hat“, heißt es bei der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI) und ein Ende scheint noch nicht erreicht. Elmar Hannen, AbL-Milchbauer aus Nordrhein-Westfalen, kommentiert die Marktentwicklung, nennt die Gründe für die steigenden Preise sowie dafür, dass die Bäuerinnen und Bauern davon nur unzureichend profitieren. "Im Herbst ist der Buttermarkt immer heiß umkämpft, weil die Nachfrage nach Milchfett für die Weihnachtsbäckerei steigt. Davor wurde mehr Fett für die Eissaison benötigt. Auf die steigende Nachfrage trifft ein…

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Pauschalisierungspläne: Kleine und mittelgroße Bauernhöfe sind davon negativ betroffen

Der von der Ampel vorgelegte Entwurf für das Jahressteuergesetz 2024 sieht auch eine Änderung des Umsatzsteuergesetzes vor. Demnach soll der Durchschnittssteuersatz für die Landwirtschaft, der Pauschalisierungssatz bei der Umsatzsteuer, von 9 auf 8,4% gesenkt werden und die neue Regelung umgehend nach der noch in diesem Jahr geplanten Verkündung des Gesetzes in Kraft treten. Ab 1.1.2025 soll sie laut dem Entwurf dann auf 7,8 % gesenkt werden. Nur kleine und mittelgroße Betriebe, die einen Jahresumsatz von weniger als 600.000 Euro haben, können die Pauschalisierung überhaupt nutzen. Die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) sieht in den…

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Gesellschaftsvertrag zur Zukunft der Landwirtschaft

Die grün-schwarze Landesregierung in Baden-Württemberg hat gemeinsam mit rund 50 Vertreterinnnen und Vertretern aus Landwirtschaft, zu denen unter anderem der Landesbauernverband und der AbL-Landesverband gehören, Naturschutz, Handel, Verarbeitung, Erzeugung, Gesellschaft, Wissenschaft, Kirchen und Politik einen Gesellschaftsvertrag für die Zukunft der Landwirtschaft und der biologischen Vielfalt in Baden-Württemberg unterzeichnet. Der Vertrag zielt auf konkrete Lösungen, um die Landwirtschaft nachhaltig zu gestalten, regionale Erzeuger und gleichzeitig die biologische Vielfalt in Baden-Württemberg zu stärken. Er ist Ergebnis des breit angelegten…

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Europäische Landwirte und Arbeitnehmer fordern die sofortige Aufnahme von kostendeckenden Preisen in die UTP-Richtlinie

In einem offenen Brief an die Präsidentin der Europäischen Kommission, den Präsidenten des Agrarministerrates und die Präsidentin des Europäischen Parlaments fordern europäische Landwirte und Arbeitnehmer aus der Agrar- und Ernährungswirtschaft, bis Ende des Jahres ein Schnellverfahren einzuleiten, um den Einkauf von Agrar- und Lebensmittelprodukten unterhalb der Produktionskosten auf die schwarze Liste der EU-Richtlinie über unlautere Handelspraktiken zu setzen. Die European Coordination Via Campesina (ECVC), das European Milk Board (EMB) und die Europäische Föderation der Gewerkschaften für Ernährung, Landwirtschaft und Tourismus (EFFAT) fordern…

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Medien: US-Firma bietet private Profile von Gentechnik-Kritikern

Medienrecherchen haben enthüllt, dass das PR-Unternehmen eines ehemaligen Monsanto-Managers ein privates Internetportal mit Hunderten Profilen von Wissenschaftler:innen und Aktivist:innen sowie Tausenden Organisationen aus der ganzen Welt angelegt hat, die sich kritisch mit Pestiziden und Agrogentechnik auseinandersetzen. Zugang zu der Plattform haben Regierungsbeamte ebenso wie die großen Agrarchemiekonzerne. Den Recherchen zufolge war das Unternehmen auch an Kampagnen beteiligt, Pestizidrisiken zu verharmlosen. Aufgedeckt hatte dieses Vorgehen das investigative Rechercheportal Lighthouse Reports zusammen mit den Tageszeitungen Le Monde, The…

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Verordnung über entwaldungsfreie Lieferketten verschoben

„Angesichts des neuartigen Charakters der EU-Verordnung über Entwaldung, des eng gesteckten Zeitplans und der Vielfalt der beteiligten internationalen Interessenträger ist die Kommission der Auffassung, dass eine zusätzliche Frist von 12 Monaten für die Einführung des Systems eine ausgewogene Lösung darstellt, um die Marktteilnehmer weltweit dabei zu unterstützen, eine reibungslose Umsetzung von Anfang an sicherzustellen.“ Das teilt die EU-Kommission mit und löst mit diesem späteren Start der EU-Verordnung über entwaldungsfreie Lieferketten (EUDR) unterschiedliche Reaktionen aus. Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir und der grüne EU-Abgeordnete…

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