AbL zum hessischen Koalitionsvertrag: Existenzgründungsprämie anpacken statt prüfen

Die Vereinbarung zur Förderung von landwirtschaftlichen Existenzgründungen im jetzt von der schwarz-roten Landesregierung in Hessen vorgelegten „Hessenvertrag der demokratisch-christlich-sozialen Koalition 2024 - 2029“ (Koalitionsvertrag) greift nach Ansicht der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) deutlich zu kurz und blendet wichtige Entwicklungen aus. Die Koalitionäre in Hessen haben in dem Vertrag lediglich darauf verständigt, die Einführung einer Existenzgründungsprämie zu prüfen. Die Stärkung von Maßnahmen zur Betriebsübernahme beziehen sie im Vertrag explizit nur auf die „üblichen familiengeführten Betriebe“. Konkret heißt es in…

weiter lesen...


Bundesweit gleiche Förderbedingungen für den Umbau von Schweineställen geplant

Der Planungsausschuss für Agrarstruktur und Küstenschutz (PLANAK) hat in der vergangenen Woche den Rahmenplan der Gemeinschaftsaufgabe Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes (GAK) für die Jahre 2024 bis 2027 beschlossen. Danach soll es mit dem für Anfang 2024 geplanten Inkrafttreten des Bundesprogramms zum Umbau der Tierhaltung gleiche Förderbedingungen für Schweineställe in allen Ländern geben. Dazu wird die laufende Förderung der besonders tiergerechten Schweinehaltung aus der GAK herausgelöst; die investive Förderung von Stallbaumaßnahmen für die Schweinehaltung zur Verbesserung des Tierwohls wird befristet bis zum Jahresende 2027 in…

weiter lesen...


EU-Agrarausschuss will neue Gentechnik wegdefinieren

Eine große Koalition im Agrarausschuss des Europaparlaments will neue gentechnische Verfahren (NGT) noch weiter liberalisieren als die EU-Kommission. Auch für Bio sollen NGT-Pflanzen erlaubt werden – durch die Hintertür. Verbieten würden die Abgeordneten gerne die Patentierung solcher Pflanzen. Doch dafür taugen ihre Regelungsvorschläge nicht. Als nächstes ist im Europaparlament der federführende Umweltausschuss am Zug. 583 Änderungsanträge zum NGT-Verordnungsvorschlag der EU-Kommission standen in der vergangenen Woche im Agrarausschuss des Europäischen Parlaments zur Debatte. Eine große Koalition aus Europäischer Volkspartei (dazu gehört die…

weiter lesen...


„Junge Menschen auf's Land“

So betitelt die aktuelle Unabhängige Bauernstimme für Januar 2024 ihren Schwerpunkt. Dabei wird deutlich, dass Junglandwirt:innen und Existenzgründer:innen neben allen zu meisternden Schritten im Gründungsprozess vor besonderen finanziellen Herausforderungen stehen. Deshalb ist eine politische Förderung für den Erhalt der Höfe und zur Stärkung vielfältiger bäuerlicher Strukturen auf dem Land notwendig. Dafür streiten in breiten Bündnissen ganz unterschiedliche landwirtschaftliche Jugendverbände. Einig sind sich dabei alle: statt flächengebundene Junglandwirteförderung braucht es konzeptbasierte Gründerprämien. Dabei nutzen die jungen Menschen den…

weiter lesen...


Termin-HINweis

Der Kritische Agrarbericht 2024: Tiere und die Transformation der Landwirtschaft - Podiumsdiskussion mit Autorinnen und Autoren am Donnerstag, 18. Januar 2024, 19.00 – 21.00 Uhr. Seit vielen Jahren stellt das AgrarBündnis den jeweils druckfrischen Kritischen Agrarbericht im Rahmen der Grünen Woche der Presse vor. Zugang haben dort nur akkreditierte Journalist:innen. Daher veranstaltet das AgrarBündnis zum Kritischen Agrarbericht 2024 zusätzlich in Kooperation mit der Heinrich-Böll-Stiftung eine Podiumsdiskussion mit Autorinnen und Autoren. Die anhaltende gesellschaftliche Diskussion über die Nutztierhaltung hat zu einer großen Verunsicherung in…

weiter lesen...


Agrardieselvergütung: Kappen statt Streichen

Heftige Reaktionen hat die Ankündigung der Ampel-Koalition ausgelöst, im Rahmen der Haushaltsplanung die Agrardieselbeihilfen zu streichen. In den Sozialen Medien wird vielstimmig protestiert und zu Protesten aufgerufen. Erste Bauern und Bäuerinnen haben sich bereits mit ihren Traktoren protestierend auf die Straße begeben. Als einen Beitrag zum Sparen schlägt die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft eine Kappung der Agrardieselvergütung bei 10.000 Litern vor. Bioland fordert, die gestrichenen Mittel zu kompensieren. Quasi überrascht von den Plänen zeigt sich nach den Haushaltsgesprächen der Ampel-Koalition am 13. Dezember nach dem…

weiter lesen...


AbL: Erster wichtiger Etappensieg für die gentechnikfreie Landwirtschaft

Die spanische EU-Ratspräsidentschaft ist am 11. Dezember im EU-Agrarministerrat mit dem Versuch gescheitert, eine ausreichende Mehrheit der Mitgliedsstaaten für eine Gentechnik-Deregulierung im Hauruck-Verfahren zu gewinnen. Für die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) ein erster wichtiger Etappensieg für die gentechnikfreie Landwirtschaft. Der Verband Lebensmittel ohne Gentechnik (VLOG) spricht von einer Atempause und den grünen EU-Abgeordneten Martin Häusling stimmt die Entscheidung „ein wenig hoffnungsvoll“. Die Diskussion im EU-Agrarministerrat kommentiert Annemarie Volling, Gentechnik-Expertin der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche…

weiter lesen...


Rotstift in der Landwirtschaft verschärft Zwangslage der Bäuerinnen und Bauern

Anlässlich der geplanten Streichung der Agrardieselbeihilfen fordert der Bundesverband Deutscher Milchviehhalter (BDM), öffentliche Gelder an die Landwirtschaft erst dann zu kürzen, wenn die Bäuerinnen und Bauern ihr Einkommen weitgehend über den Markt erwirtschaften können. „Die Bundesregierung darf sich nicht wundern, wenn die Bäuerinnen und Bauern auf die Barrikaden gehen“, erklärt BDM-Vorsitzender Karsten Hansen angesichts der Streichung der Agrardieselbeihilfe und der geplanten KfZ-Besteuerung für landwirtschaftliche Fahrzeuge. „In der Vergangenheit war die Agrardieselbeihilfe ein willkommenes politisches Instrument, um die Bauern hinsichtlich…

weiter lesen...


Wohl und Wehe „unserer globalen Marktpartner“

Marktbeobachtungen von Hugo Gödde +++ Krisen begleiten unseren Weg, heißt es. Auch die „Marktpartner der Landwirtschaft“ – wie sie sich selbst nennen - treffen die aktuellen Veränderungen der Märkte und der Kundenbewegungen. Während in der Coronazeit vor allem der Lebensmittelhandel vom Wandel des Einkaufsverhalten mit hohen Gewinnen profitierte, nutzten manche Nahrungsmittelindustrielle im ersten Jahr des Ukrainekrieges die Schwierigkeiten der Lieferketten oder sektorale Mangellagen. In diesem Jahr der hohen Inflation trennte sich aber bei Handel und Industrie Spreu vom Weizen. Auch internationale Konzerne haben mit erheblichen „Herausforderungen“…

weiter lesen...


Glyphosat darf weiter eingesetzt werden

Nachdem die EU-Kommission den Glyphosat-Einsatz für weitere zehn Jahre erlaubt hat, stand Bundeslandwirtschaftsminister vor der Herausforderung einer nationalen EU-rechtskonformen Umsetzung. Jetzt hat der Minister im Rahmen einer Befragung im Bundestag erklärt, das bestehende nationale Auslaufen des Einsatzes zum 1. Januar 2024 aufzuheben. Wörtlich sagte der Minister: "Wir machen uns wegen der Auswirkungen dieses Totalherbizids auf die Biodiversität massiv Sorgen. Nichtsdestotrotz muss ich mich an geltendes Recht halten – das ist völlig klar – und muss das jetzt national vollziehen. Deshalb habe ich erst mal im Wege der Eilverordnung das Verbot von…

weiter lesen...


Kostenloser Nachrichtenbrief

Kontakt

Bahnhofstraße 31
59065 Hamm

Email: verlag@bauernstimme.de
Telefon: 02381-49-22-88
Telefax: 02381-49-22-21

Lesen Sie auch Artikel der Bauernstimme

24.09.2026

Ganz enthusiastisch sind wir Anfang des UN-Jahres der Frauen in der Landwirtschaft gestartet. Die Erklärung „Nicht nur ackern, auch entscheiden!“…