AbL ruft auf, keine Lieferantenerklärungen abzugeben - Starke datenschutz- und kartellrechtliche Bedenken

Die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) e.V. kritisiert den Bund der Deutschen Pflanzenzüchter (BDP) und sein Inkassounternehmen Saatgut-Treuhandverwaltungs GmbH (STV) scharf und ruft die Bäuerinnen und Bauern auf, keine Lieferantenerklärung im Sinne des BDP und der STV zu unterschreiben. Die AbL macht kartell- und datenrechtliche Bedenken gegen die geforderten und online abzugebenden Lieferantenerklärungen geltend und wirft dem BDP und der STV unter anderem Ausforschung vor. Martin Schulz, Bauer aus Quickborn/Wendland und AbL-Bundesvorsitzender, erklärt: „BDP und STV haben das Augenmaß verloren, um einen respektvollen Umgang mit uns…

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Neues von den Märkten – Integration durch Einzelhandel, Nachhaltigkeit als Ökonomie, Förderung für Tierwohl

Marktbeobachtungen von Hugo Gödde +++ Einzelhandelskonzerne produzieren selbst +++ Banken: Nachhaltigkeit ist die Ökonomie für morgen +++ Open book: Lidl testet neues Schweinepreismodell in England +++ (Kein) Run auf die Tierwohlförderung

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Özdemir: Prämie trotz verlorener Ohrmarke

Für das Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL) ist es ein „nächster Baustein zum Abbau unnötiger Bürokratielasten für die Landwirtinnen und Landwirte“: Landwirtinnen und Landwirte können künftig auch dann gekoppelte Prämien aus der EU-Agrarförderung für ihre Rinder, Mutterschafe und Mutterziegen erhalten, wenn die Tiere eine oder beide Ohrmarken verloren haben. Voraussetzung dafür ist, dass die Tiere dennoch eindeutig identifiziert werden können und für Ersatz gesorgt wird. Der Verlust bereits einer der zwei Ohrmarken führte bisher dazu, dass es für diese Tiere kein Geld aus der EU-Agrarförderung gab. Um das zu ändern, hat…

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Gemeinsamer Appell: Wald-Forschung als Grundlage für Klimaschutz und Klimaanpassung sichern

Fast 30 Institutionen, darunter Waldbesitzer, Umweltschützer, Universitäten, Forschungseinrichtungen und Forstbetriebe fordern von der Bundesregierung in einem gemeinsamen Appell eine Fortführung der Forschungsfinanzierung zu Wald im Klimawandel. Adressiert an die Bundesministerinnen Lemke und Stark-Watzinger sowie die Bundesminister Lindner und Özdemir drängen die Unterzeichner des Appells auf eine tragfähige langfristige Lösung zur Kompensation des Waldklimafonds für eine umsetzungsorientierte Waldforschung. Der Waldklimafonds wurde im Zuge der Einigung auf den Haushalt 2024 auf auslaufend gestellt; neue Projekte können nicht mehr gefördert werden. …

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Waldzustandsbericht unterstreicht Notwendigkeit eines Bundeswaldgesetzes

Die aktuell vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) vorgestellte Waldzustandserhebung 2023 zeigt nach Ansicht des Naturschutzbund (NABU) sowie des grünen EU-Abgeordneten Martin Häusling einmal mehr, dass ein Bundeswaldgesetzt überfällig ist. Der NABU fordert ein ambitioniertes Bundeswaldgesetz. Dazu erklärt NABU-Präsident Jörg-Andreas Krüger: „Dürren, Borkenkäfer, Waldbrände – es wird zur traurigen Tradition, dass der Waldzustandsbericht jedes Jahr aufs Neue aufzeigt, was längst schon klar ist: Der deutsche Wald steht an der Belastungsgrenze. Während wir dabei zuschauen müssen, wie unsere Wälder weiter sterben, tun einige…

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Waldzustand: Nur jeder fünfte Baum ist gesund

Laut der jüngst vom Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL) veröffentlichten Waldzustandserhebung 2023 ist nur jeder fünfte Baum gesund, 0 Prozent der untersuchten Bäume in unseren Wäldern sind ohne Kronenschaden. Der Kronenzustand der Waldbäume hat sich im Jahr 2023 gegenüber dem Vorjahr kaum verändert. Nach wie vor ist eine hohe Kronenverlichtung bei allen Arten zu verzeichnen. Ein Drittel der Landesfläche Deutschlands (11,4 Millionen Hektar) ist mit Wald bedeckt. Die häufigsten Baumarten in Deutschland in den meistens gemischten Wäldern sind die Nadelbäume Fichte (25 %) und Kiefer (23 %), gefolgt von den Laubbäumen Buche (16 %) und Eiche (10 %)…

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Weltbank muss Beteiligung an Landraub und Vertreibungen beenden

Anlässlich der in Washington laufenden Weltbankkonferenz zu Landpolitik fordern in einer gemeinsamen Stellungnahme 88 Indigenen-, Kleinbauern-, Menschenrechts- und Entwicklungsorganisationen die Mitgliedsstaaten der Weltbank auf, die Beteiligung der Weltbank an Landraub und Vertreibungen zu beenden. Eine lange Liste von Projekten der Weltbank hat zu Gewalt und Vertreibung von bäuerlichen und indigenen Gemeinden beigetragen. Internationale Untersuchungen haben gezeigt, dass die Weltbank an der Vertreibung und Zwangsumsiedelung von mehreren Millionen Menschen beteiligt ist. Deutschland gehört zu den vier größten Gebern der Weltbank, stellt einen der…

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Mehr Artenvielfalt durch Schutzgebiete und biodiversitätsfreundliche Landwirtschaft

Die anhaltenden Verluste an biologischer Vielfalt durch die Ausweitung und Intensivierung der Landwirtschaft sind dramatisch. In einem Meinungsartikel in der Fachzeitschrift Trends in Ecology and Evolution argumentieren Wissenschaftler der Universitäten Göttingen und Hohenheim sowie dem Centre for Ecological Research in Vácrátót in Ungarn, dass ein Mix aus Maßnahmen in der Landwirtschaft und für Schutzgebiete notwendig ist, um die Artenvielfalt zu erhalten und zu fördern. Schutzgebiete sind für die globale Artenvielfalt von entscheidender Bedeutung. Darüber hinaus braucht es aber auch Landschaften und Regionen, die eine Ausbreitung von Tieren und…

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Europawahl: Was sagen Parteien zur Agrogentechnik?

Am Sonntag, den 9. Juni, können die Deutschen 96 Abgeordnete für das nächste Europäische Parlament wählen. Dabei entscheiden sie mit darüber, ob mit neuen gentechnischen Verfahren (NGT) hergestellte Pflanzen künftig ohne Risikoprüfung und Kennzeichnung auf den Markt kommen werden. Manche Parteien beziehen in ihren Wahlprogrammen zu NGT-Pflanzen und Gentechnik in der Landwirtschaft ausführlich Position, andere halten sich eher kurz. Wir haben die entsprechenden Passagen zusammengestellt, angefangen mit den NGT-kritischen Positionen. Umfangreich haben Bündnis90/Die Grünen in ihrem Programm Stellung zur Agro-Gentechnik bezogen. Darin heißt es: „Wir…

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Tierwohl-Haltung bei Rindern vor dem Durchbruch auf dem Markt

Marktbeobachtungen von Hugo Gödde +++ Die Differenzierung des Rindfleischmarktes schreitet schnell voran. Ab dieser Woche findet erstmals auch eine eigene Notierung für Kühe und Jungbullen mit Außenklima-Haltung (HF3) statt. Zwar ist die Differenzierung noch wenig ambitioniert. Für Bullen werden 0,25 €/kg und für Kühe 0,15 €/kg zusätzlich ausgewiesen. Das ist noch das alte Denken der Notierung plus Aufpreis, nur jetzt nicht als privater Aufschlag eines Abnehmers, sondern im Rahmen einer allgemeinen Preisempfehlung der Vereinigung der Erzeugergemeinschaften (VEZG). Dennoch ist ein Anfang gemacht, damit bald ein Preis unabhängig vom Standardpreis…

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