Konzernatlas 2026: Agrar- und Ernährungsindustrie blockiert Agrarwende und diktiert Preise

Der am Mittwoch veröffentlichte „Konzernatlas 2026 – Daten und Fakten über die Agrar- und Lebensmittelindustrie“ zeigt die Folgen der starken Marktkonzentration im Agrar- und Ernährungssektor auf und präsentiert politische Instrumente, um die Markt- und Lobbymacht dominanter Konzerne einzudämmen. Das teilen die Herausgeber Heinrich-Böll-Stiftung, Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und Dachverband Kritische Aktionärinnen und Aktionäre mit und warnen: Wenige Konzerne setzen Preise durch – von Saatgut und Pestiziden bis zum Lebensmitteleinzelhandel – und beeinflussen politische Entscheidungen. Weltweit kontrollieren jeweils nur vier…

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Termin-HINweise

Der kritische Agrarbericht 2026 mit dem Schwerpunkt „Wandel & Widerstand in der Landwirtschaft“ – Eine Podiumsdiskussion mit Autorinnen am 15.12.2025 von 18.00 bis 21.00 Uhr. +++ Zu einem Fachtag „Wer macht uns den Hof? Existenzgründung und Hofnachfolge in der Landwirtschaft - neue Ansätze und Erwartungen an die Politik“ am 14.01.26 von 9.00 bis 16.30 Uhr laden das Netzwerk Flächensicherung e.V. (Fläsi e.V.) und die AbL ein. +++ Zur Reihe „Zukunftsfeste Landwirtschaft? – Unsere Grüne Woche 2026“  vom 12. Januar 2026 – 17. Januar 2026 lädt die Heinrich-Böll-Stiftung" ein.   Podiumsdiskussion mit Autorinnen des Kritischen Agrarberichts 2026 Anlässlic…

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„Du warst hier der Chef!“ – innovatives Verbraucher-Milchprojekt scheitert am Handel

Marktbeobachtungen von Hugo Gödde +++ Mit großem Presseecho startete vor sechs Jahren das ungewöhnliche Verbraucherprojekt „Du bist hier der Chef!“, um Milch zu einem fairen Preis nach Vorgaben von Verbrauchern zu labeln und zu verkaufen. Nun hat die von top agrar und „Lebensmittelpraxis“ ausgezeichnete Initiative das Handtuch geworfen und die hauptamtliche Arbeit eingestellt. Dabei war die Idee so einfach wie innovativ. Verbraucherinnen und Verbraucher stimmten online darüber ab, welche Lebensmittel wie produziert und vermarktet werden sollten. Tatsächlich beteiligten sich 35.000 Konsumenten an nachhaltigen Erzeugungsauflagen bis zum „fairen“…

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Nein zum EU-Mercosur-Abkommen, Ja zu einer starken GAP und zur Regulierung der Agrarmärkte!

Landwirtschaftsverbände des European Milk Board (EMB) und der European Coordination Via Campesina (ECVC) versammelten sich am Mittwoch gemeinsam mit Vertretern der Zivilgesellschaft am Flughafen Lüttich, um ihrem Ärger über EU-Politikstrategien, die die europäische Landwirtschaft gefährden, Ausdruck zu verleihen. Landwirt:nnen der MIG (Milcherzeuger Interessengemeinschaft, Belgien), AbL, FUGEA (Fédération Unie de Groupements d’Éleveurs et d’Agriculteurs), des Boerenforum (Flandern, Belgien) und der Confédération Paysanne (Frankreich) kamen an diesem zentralen Knotenpunkt des internationalen Handels zusammen, um in einer gemeinsamen Botschaft das…

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Politik muss ins Handeln kommen - es braucht Marktrahmenbedingungen

An mehreren Orten Deutschlands haben Bäuerinnen und Bauern gegen die niedrigen Milch- und Butterpreise protestiert. Adressat des Protestes war der Lebensmitteleinzelhandel und hier insbesondere der Discounter Lidl, der kürzlich die Senkung des Butterpreises auf 0,99 Euro für das 250 Gramm-Päckchen verkündet hatte. Anlässlich der Proteste zu den stark fallenden Erzeugerpreisen vor allem im Milchsektor fordert die AbL Bundesminister Rainer und die Agrarpolitiker:innen im Bundestag auf, die Proteste der Bäuerinnen und Bauern ernst zu nehmen und notwendige Marktrahmenbedingungen jetzt umzusetzen. Zu Protesten kam es unter anderem mit rund 100 Traktoren…

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Haltung zeigen!

Die Januarausgabe der Unabhängigen Bauernstimme für das Jahr 2026 ist da! Wir sind früh dran, aber so ist genug Zeit sich einzustimmen bis zur Wir-haben-es-satt Demo am 17.1. in Berlin.  Schwerpunktmäßig geht es um verschiedene agrar- und marktpolitische Knackpunkte, die aus bäuerlicher Sicht im Jahr 2026 verstärkt zu beackern sind. In seinem Kommentar umreißt Martin Schulz, AbL-Bundesvorsitzender und Neuland-Schweinebauer im niedersächsischen Wendland, kurz und trocken die Stimmung angesichts von Aufschieberitis, Rollen rückwärts und Abwickelei: „Wir waren gefühlt auch schon weiter.“ Vor allem nach anfänglich vielversprechenden Bekenntnissen der…

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Feigenblatt „Vereinfachung“ hölt abermals die EU-Agrarpolitik aus

Das Europäische Parlament hat am Dienstag grünes Licht für ein weiteres sogenanntes „Vereinfachungspaket“ (Omnibus III Paket) der laufenden Förderperiode der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) der EU gegeben. Dieses eröffnet nach Ansicht der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) den EU-Mitgliedstaaten unter dem Deckmantel der „Entbürokratisierung“ erneut umfangreiche Möglichkeiten zum Rückbau ökologischer Mindeststandards für den Erhalt von Fördermitteln. Eine finanzielle Ausweitung freiwilliger Maßnahmen zur Honorierung von Betrieben, die bereits heute besonders ressourcenschonend wirtschaften, ist hingegen erneut nicht vorgesehen. Ottmar…

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Ministerin Staudte: „So kann es für die Milchbetriebe nicht weitergehen!“

„Milchpreise im freien Fall“ – das war das Thema eines Treffens von Niedersachsens Landwirtschaftsministerin Miriam Staudte mit Agrarverbänden am Rande einer Landtagssitzung in Hannover. „So kann es für die Milchbetriebe nicht weitergehen – darüber waren sich im Gespräch alle einig. Landwirtinnen und Landwirte erfahren meist erst Wochen nach Ablieferung ihren Preis für die Milch. Aktuell erhalten sie teilweise nur noch 37 Cent für einen Liter Milch. Damit können sie nicht kostendeckend wirtschaften. Sowohl der Handel als auch die verarbeitenden Molkereien drücken die Preise für landwirtschaftliche Erzeugnisse so stark wie in wenig anderen Branchen.…

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SPD will Änderung der Kennzeichnungspflicht für Gentechnik in Lebensmitteln nicht zustimmen

Namhafte SPD-Vertreter:innen wollen der auf EU-Ebene vorliegenden Änderung der Kennzeichnungspflicht für Gentechnik in Lebensmitteln nicht zustimmen. Die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) begrüßt diese klare Haltung. Für SPD-Bundesumweltminister Carsten Schneider ist eine klare Kennzeichnung für Verbraucher entscheidend. „Wahlfreiheit ist entscheidend. Freies Land? Aber natürlich. Dann muss ich auch wissen, als Verbraucher, ist das gentechnisch verändert oder nicht? Und solange diese Kennzeichnungspflicht nicht gegeben ist, und so sieht der Vorschlag aus Brüssel derzeit aus, werden wir dem nicht zustimmen“, so Schneider im RTL/ntv…

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Pestizide: automatisch verlängerte Zulassungen rechtswidrig - betroffen auch Glyphosat

Die Praxis der EU-Kommission, auslaufende Genehmigungen für Pestizidwirkstoffe regelmäßig ohne erneute Risikoprüfung zu verlängern, verstößt gegen EU-Recht. Das hat das Europäische Gericht (EuG) auf drei Klagen verschiedener Umweltorganisationen im November festgestellt. Eine davon betraf die Zulassung des Herbizidwirkstoffs Glyphosat von Ende 2022 bis Ende 2023. Die Antwort der EU-Kommission: Sie will Pestizide künftig unbefristet genehmigen und damit erneute Risikoprüfungen abschaffen. Worum geht es bei dem Streit: Die Pestizidverordnung 1107/2009 der EU schreibt vor, dass ein Pestizidwirkstoff von der EU-Kommission beim ersten Antrag für zehn Jahre…

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