Gespaltene Biomärkte: Biomilch stabil gut, Bioschweinefleisch unter wachsendem Druck

Marktbeobachtungen von Hugo Gödde +++ Für Betriebe, die auf Bio umstellen wollen, ist es momentan besonders schwierig, die richtige Entscheidung zu treffen. Denn der Biomarkt, der lange Zeit gute Aussichten bot, hat sich zuletzt sehr unterschiedlich, ja konträr entwickelt, so dass Planungssicherheit und klare Zukunftsperspektiven kaum gegeben sind. Dabei ist aber längst nicht alles so schlecht, wie es manchmal dargestellt wird. So ist der Bio-Milchpreis seit Monaten stabil hoch, was für den überwiegend grünlandbasierten Biosektor und bäuerliche Betriebe (vorwiegend in Süddeutschland) große Bedeutung hat. Auch Bio-Eier werden gesucht. Getreide und…

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MMI 3-2026: Die Wirtschaftlichkeit der Betriebe bleibt angespannt

Der Milch-Marker-Index (MMI), der die Entwicklung der Milcherzeugungskosten aufzeigt und in regelmäßigen Abständen vom Büro für Agrarsoziologie und Landwirtschaft (BAL) aktualisiert wird, liegt im April 2026 bei 116 (Basis 2020 = 100). Er liegt damit leicht über dem Wert von Januar 2026 (114). Während die Milcherzeugungskosten von Januar bis April 2026 lediglich um 0,54 Cent auf 53,12 Cent je Kilogramm Milch stiegen, sanken die Milchauszahlungspreise mit 1,14 Cent mehr als doppelt so stark auf durchschnittlich nur noch 38,29 Cent je Kilogramm. Die Schere zwischen Kosten und Erlösen öffnete sich damit weiter: Die Unterdeckung der Milcherzeugungskosten…

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AbL NRW ruft wegen der klimawandelbedingten Dürre zur Einhaltung und Nachschärfung der Klimaziele auf

Dürre, extreme Hitze, Waldbrände in vielen Ländern Europas - der Wassermangel ist existenzbedrohend für Landwirtschaft, Menschen und Tiere und die drückende Herausforderung in diesem Sommer. Rund um den Jahrestag der verheerenden, tödlichen Flutkatastrophe an Ahr, Erft etc. sind wir in diesem Jahr mit dem anderen Extrem konfrontiert. Darauf weist der nordrhein-westfälische Landesverband der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL NRW) hin. Neben der Dürre verursachen Extremwetterereignisse wie zum Beispiel Hagel große Schäden in der Landwirtschaft. In Süddeutschland und weiten Teilen Ostdeutschlands ist die Situation bereits extrem, in NRW…

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Land-Degradierung reduziert Ernteerträge deutlich

Faktoren wie Erosion, Austrocknung und Verdichtung der Böden gefährden die Ernährung weiter Teile der Erdbevölkerung. Das zeigt eine aktuelle Studie der Universitäten Bonn, Minnesota, Basel und der Technischen Universität Hamburg. Ließe sich die von Menschen verursachte Boden-Degradierung um zehn Prozent zurückdrehen, könnten die Anbaugebiete rund um den Globus rein rechnerisch rund 70 Millionen Personen zusätzlich versorgen. Die Ergebnisse sind jetzt in der Zeitschrift Nature Food erschienen. Durch Brandrodung, Überdüngung oder den Anbau riesiger Monokulturen gefährdet der Mensch nicht nur die Artenvielfalt der Ökosysteme. Viele gängige…

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Warnung vor drohender globaler Nahrungsmittelkrise

Experten und Expertinnen des Club of Rome warnen davor, dass der Welt eine neue Nahrungsmittelkrise droht, und rufen dringend zu entschlossenen und systemischen Maßnahmen auf, um Massenhungersnöte und gesellschaftliche Instabilität zu vermeiden. Ihre gemeinsame Erklärung hebt eine Reihe von Schocks der letzten fünf Jahre hervor, darunter die Covid-19-Pandemie, den Krieg in der Ukraine, die Störungen in der Straße von Hormus und die anhaltende Klimakrise, die die Anfälligkeit der globalen Lebensmittelversorgungsketten offenbart haben. Zusammengenommen, so die Unterzeichner:innen, stellen diese Schocks „eine systemische Krise dar, die nicht verstanden,…

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Landen neue Gentechnikregeln vor Gericht?

Die vergangene Woche in Kraft getretene europäische Verordnung für Pflanzen aus neuen gentechnischen Verfahren (NGT) wird höchstwahrscheinlich vor Gericht landen. Die Regierung der Slowakei prüft aktuell ebenso wie verschiedene europäische Organisationen eine Nichtigkeitsklage vor dem Europäischen Gerichtshof. Rechtsexpert:innen gehen davon aus, dass sie gute Chancen haben, die Verordnung erfolgreich anzufechten. Doch es gibt auch noch andere juristische Möglichkeiten. So hat die Aurelia-Stiftung eine Beschwerde gegen die NGT-Verordnung eingereicht – und zwar beim internationalen Compliance-Ausschuss (ACCC) der Vereinten Nationen. Dieses…

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Die Risiken gentechnisch veränderter Mikroorganismen betreffen Menschen, Bienen und Pflanzen zugleich

Die Europäische Kommission schlägt eine weitreichende Deregulierung für die Freisetzung gentechnisch veränderter Mikroorganismen vor, wenn diese in ihrer natürlichen Form als sicher angesehen werden. Wie eine aktuelle Recherche von Testbiotech zeigt, kommen rund 40 solcher als sicher geltenden Arten auch in Honigbienen und deren Produkten vor. Gleichzeitig gehören viele davon zu den Mikrobiomen von Böden, Pflanzen, Tieren und Menschen. Werden gentechnisch veränderte Mikroorganismen, die zu diesen Arten gehören, in die Umwelt freigesetzt, können sie leicht in die Nahrungs- und Futtermittelketten geraten und bspw. über Bienenprodukte auch in…

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Nitratrichtlinie bleibt zentral – Jetzt die EU-Spielräume für eine wirksame und gerechte Düngepolitik nutzen!

Die Europäische Kommission hat am Mittwoch die erste umfassende Bewertung der Nitratrichtlinie seit ihrer Annahme im Jahr 1991 veröffentlicht. Die Bewertung, die mehr als 30 Jahre der Umsetzung umfasst, zeigt laut einer Mitteilung der Kommission, dass die EU-Vorschriften weiterhin wirksam sind, um die europäischen Gewässer vor der Verunreinigung durch landwirtschaftliche Nitratemissionen zu schützen. Ferner werden laut der Mitteilung Möglichkeiten aufgezeigt, die Umsetzung zu vereinfachen, den Verwaltungsaufwand zu verringern und die Ergebnisse sowohl für die Landwirte als auch für die Umwelt zu verbessern. Die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche…

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China- Schock 2.0 - was hat das mit der heimischen Landwirtschaft zu tun?

Marktbeobachtungen von Hugo Gödde +++ Wenn die heimischen Märkte unter Druck sind, die Erzeugerpreise abstürzen und bei jedem Stück Fleisch, bei jedem Liter Milch und bei jeder Tonne Getreide Bauerngeld dazu gelegt wird, kommt unwillkürlich der Ruf nach Export. Andere Länder, besonders außerhalb Europas, sollen die Probleme lösen. Das hat schon öfters funktioniert. Und ganz oben auf der Wunschliste steht seit Jahren China, das Land mit 1,4 Mrd. Konsumenten, soll uns von Überschüssen retten und möglichst noch Geld verdienen lassen. Aber die geopolitische Lage ändert sich gegenwärtig und in Zukunft grundlegend - auch im Handel mit dem Reich der Mitte.…

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Weidehaltung gehört in die Zukunft – nicht auf die Streichliste

Das Bundeskabinett hat am Mittwoch den Entwurf des Bundeslandwirtschaftsministeriums für ein Bürokratierückbaugesetz angenommen. Doch neben dem Abbau überflüssiger Bürokratie findet sich darin auch die Streichung von Förderangeboten unter anderem für die Weidehaltung von Milchkühen und des Biotopverbundes sowie die Streichung von Verbraucherschutzregelungen. Die SPD-Bundestagsfraktion hat nach dem Beschluss bereits Beratungsbedarf dazu für das parlamentarische Verfahren angemeldet. Eine Korrektur des Beschlusses durch den Bundestag fordert auch die grüne Bundestagsabgeordnete Ophelia Nick. Vor dem Beschluss hatten die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche…

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