Risiken von NGT-Pflanzen und EFSA: Keine wissenschaftliche Klarheit

Nach Ansicht von Testbiotech stehen die Stellungnahmen der Europäischen Lebensmittel­behörde (EFSA) nicht im Einklang mit den wissenschaftlichen Erkenntnissen über die Risikopotentiale von Pflanzen aus Neuer Gentechnik (NGT). So zeigen verschiedene Publikationen mögliche negative Auswirkungen auf Bestäuber und Nahrungsnetze, potentielle Invasivität, die Gefahr einer Schwächung natürlicher Pflanzenpopulationen, Ertragsminderungen, Insektentoxizität sowie Auswirkungen auf Bodenorganismen. Doch in den Stellungnahmen der EFSA findet sich kein Hinweis auf diese Risiken. In einem aktuellen Briefwechsel zwischen Testbiotech und der EFSA macht die Behörde…

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Saatgutpatente: Zeit, dass die EU die richtigen Entscheidungen trifft

Jüngste Recherchen der internationalen Koalition Keine Patente auf Saatgut! zeigen einen alarmierenden Trend zur Monopolisierung natürlich vorkommender Genvarianten. Dabei handelt es sich um Gene, die eine verbesserte Widerstandsfähigkeit gegen Krankheiten und Stress bieten können. Diese natürlichen genetischen Eigenschaften werden jedoch zunehmend als technische Erfindungen patentiert. Die Patente erstrecken sich auch auf Pflanzen, die durch Kreuzung und Selektion unter Einbeziehung der patentierten Gene gewonnen wurden. Dadurch wird der Zugang zu wertvollen genetischen Ressourcen stark behindert und die künftige Ernährungssicherheit gefährdet. „Nach…

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Urteil in England: neue Gentechnikverordnung rechtswidrig

05.06.2026 +++ Eine Verordnung von 2025, die den Anbau von Nutzpflanzen in England erleichtern soll, welche mit neuen gentechnischen Verfahren hergestellten wurden, ist „irrational“ und damit rechtswidrig. Das entschied gestern der High Court of Justice, das oberste Verwaltungsgericht für England und Wales. Im nächsten Schritt will es über die rechtlichen Konsequenzen beraten. Geklagt hatte die gentechnikkritische, britische Organisation Beyond GM (deutsch etwa: über Gentechnik hinaus) zusammen mit zwei Biobetrieben und einer Verbraucherin. Die Klage richtete sich gegen die im Mai 2025 verabschiedete Durchführungsverordnung zu dem 2023 beschlossenen…

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Für eine GAP, die den bevorstehenden Herausforderungen gewachsen ist

Französische und deutsche Verbände, die Organisationen aus den Bereichen Landwirtschaft, Umwelt, Klima, Verbraucherschutz und Tierschutz vertreten, fordern die europäischen Institutionen gemeinsam auf, die künftige Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) zu einem echten Instrument zur Unterstützung der bäuerlichen Landwirtschaft, der Einkommen der Landwirtinnen und Landwirte und der Erhaltung landwirtschaftlicher Ökosysteme zu machen. Unsere Ernährungssouveränität und unsere Fähigkeit, die aktuellen vielfältigen Krisen zu bewältigen, hängen davon ab, so die Verbände. Die von der Europäischen Kommission im vergangenen Juli vorgelegten GAP-Gesetzesvorschläge, die…

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Übernahme DMK durch Arla: ein Riese entsteht, Wettbewerbshüter bleiben Papiertiger

Marktbeobachtungen von Hugo Gödde +++ Die EU-Kommission hat den Zusammenschluss, besser die Übernahme der DMK (Deutsches Milchkontor GmbH) durch den dänisch-schwedischen Milchkonzern Arla Foods ohne Auflagen genehmigt. Das hat viele Marktkenner überrascht. Man hatte mindestens mit Auflagen im europäischen Vertrieb, in der Markenübernahme oder in einigen marktdominierenden Produktbereichen gerechnet. Auch die Monopolkommission der Bundesregierung hatte von einem umstandslosen Durchwinken gewarnt. Es gebe keine Wettbewerbsbedenken, heißt es von der EU- Behörde. Die Genossenschaftsmanager jubeln und sehen nun freie Fahrt auf dem Weg zu Europas Nr. 1 und…

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Die Belange der Bäuerinnen und Bauern blieben missachtet

Nach der Genehmigung der Fusion von Arla und DMK bereits in der Vorprüfung zeigen sich Bauernorganisationen empört. Die „blank freigegebene Fusion“ bedeutet zum einen, dass die fusionierte Arla nun die größte europäische Molkerei-Genossenschaft ist und zum anderen, dass keine Auflagen erteilt werden können, damit Landwirt:innen der neuen Arla in ihrer Marktposition gestärkt werden. Vor allem Genossenschaften mit konzernähnlichen Strukturen agieren nach Ansicht der Bauernorganisationen mittlerweile an den Interessen ihrer Mitglieder vorbei und sollten deshalb bei Fusionen besonders genau geprüft werden. Deshalb hatten die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche…

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Marktmacht missbraucht? US-Züchter klagt gegen Bayer

Das US-Unternehmen Latham Quality Inc. hat die Bayer AG im April vor einem Bezirksgericht im US-Bundesstaat Missouri verklagt, zeigt die vergangene Woche veröffentlichte Klageschrift. Latham wirft seinem früheren Geschäftspartner Bayer vor, seine Monopolstellung auf dem US-Markt für gentechnisch verändertes (gv) Maissaatgut zu missbrauchen. Das US-Unternehmen will mit dem gv-Mais NK603 von Bayer weiterzüchten, dessen Patentschutz ausgelaufen ist. Bayer habe mit illegalen und wettbewerbswidrigen Praktiken seine Monopolstellung auf dem US-Markt für gv-Maissaatgut ausgenutzt und so „Hunderte Millionen, wenn nicht Milliarden, unrechtmäßig erwirtschaftete…

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So will Niedersachsen die Anbindehaltung beenden

Niedersachsen will die Anbindehaltung beenden. Den Tierschutz in der Nutztierhaltung praxisorientiert weiter zu verbessern, ist ein zentrales Anliegen der niedersächsischen Landesregierung. Die jetzt erfolgte Veröffentlichung eines an die Veterinärbehörden gerichteten Runderlasses „Ausstieg aus der Anbindehaltung von Rindern“ sei dabei ein wichtiger Meilenstein, betont Landwirtschafts- und Tierschutzministerin Miriam Staudte: „In Zukunft wird in Niedersachsen kein Rind mehr sein Leben im Stall angebunden verbringen. Ich bin froh und dankbar, dass die unterschiedlichsten Interessengruppen aus Landwirtschaft, Wissenschaft und Tierschutz beim…

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Bayern fördert laufende Mehrkosten für tierwohlgerechtere Haltungsformen - AbL fordert Gleiches vom Bund

Das bayerische Tierwohlprogramm "BayProTier", mit dem gezielt die laufenden Mehrkosten ausgeglichen werden sollen, die durch eine tierwohlgerechtere Haltung zum Beispiel durch Kosten für zusätzliche Arbeit oder Einstreu entstehen, geht in die nächste Runde. Die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) begrüßt die Fortsetzung des Programms für die bayerischen Tierhalter, kritisiert jedoch die damit verbundene Ungleichheit mit Blick auf die Betriebe in den nicht so finanzstarken Bundesländern und fordert die Bundesregierung und das Bundeslandwirtschaftsminister auf, für die laufenden Mehrkosten Mittel aus dem Kernhaushalt bereitzustellen. Sei…

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Rückhalt für Wasser

Die Juniausgabe der Unabhängigen Bauernstimme ist da! Den Umgang mit Wasser zu managen ist eine der vielen drängenden Zukunftsaufgabe für die Höfe - verschiedene Aspekte dazu finden sich diesmal im Schwerpunkt: Den Widerspruch zwischen gründlicher Entwässerung und zunehmenden Trockenphasen mit Wassermangel zeigt in ihrem Kommentar Andrea Vogel auf, die in Franken bis 2025 Obstbäuerin und Cidrewinzerin war und bei der AbL Bayern Referentin für Wasser und Klimastrategie ist sowie auf Bundesebene Sprecherin der AG Agroforst. Wenn es darum geht, Wasser wieder verstärkt in der landwirtschaftlich genutzten Fläche zurückzuhalten, damit es zur Nutzung…

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