Neues Tierarzneimittelgesetz sieht Reduktion des Antibiotikaeinsatzes um mindestens 50 % bis 2030 vor

Mit den Stimmen der Koalitionsfraktionen hat der Bundestag den Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Änderung des Tierarzneimittelgesetzes zur Erhebung von Daten über antibiotisch wirksame Arzneimittel angenommen. Es sieht unter anderem eine Reduzierung des Antibiotikaeinsatzes um mindestens 50 % bis zum Jahr 2030 vor. Für Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir kommt Deutschland damit auf dem Weg zu der notwendigen Reduzierung des Antibiotikaeinsatzes „einen großen Schritt voran“. Und auch die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft, Ophelia Nick, spricht von einem „großen Erfolg“ und einem „Gewinn für…

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Den Böden mehr Beachtung schenken

Der Ackerboden ist Boden des Jahres 2023 – das gab das Kuratorium „Boden des Jahres“ zum Internationalen Tag des Bodens (Weltbodentag am 5. Dezember) bekannt. Mit dem Weltbodentag soll ein jährliches Zeichen für die Bedeutung der natürlichen Ressource Boden gesetzt werden. „Das Bewusstsein für schonende Bodennutzungen muss wachsen“, teilt das Kuratorium mit. Welche wichtige Rolle Ackerböden für den Menschen spielen, welche Herausforderungen es zu bewältigen gibt und welche Ansätze für eine standortangepasste Bodennutzung bereits existieren, darüber werde noch zu wenig gesprochen. Der Weltbodentag wird dann aber doch zum Anlass für den ein oder…

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Alternativen zu chemisch-synthetischen Pestiziden in der Landwirtschaft

Als „Diskussionspapier für eine gesellschaftliche Debatte“ über einen zukünftig umweltfreundlicheren Pflanzenschutz versteht sich eine vom Ecologic Institute erstellte Kurzstudie, die der BUND zu der Frage „Welche Alternativen zu chemisch-synthetischen Pestiziden in der Landwirtschaft gibt es und was können sie?“ in Auftrag gegeben und vorgelegt hat. Sie stellt an Praxisbeispielen aus der Landwirtschaft vor, wie Bäuerinnen und Bauern bereits heute nicht-chemisch ihre Ackerkulturen schützen. Dabei spielen auch die für Landwirt*innen entstehenden Kosten eine Rolle. Mit Blick auf Einzelwirkstoffe wie Glyphosat können laut Studienlage unter guten…

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Brasilien: Sojaanbau für die EU heizt Entwaldung im Cerrado an

Der Sojaanbau im brasilianischen Cerrado – unter anderem auch für die Fütterung deutscher Masttiere – hat in den letzten 20 Jahren zur Zerstörung von 4,2 Millionen Hektar Land geführt. Darauf weist ein neuer Bericht hin, den die Deutsche Umwelthilfe (DUH) am 29. November gemeinsam mit der brasilianischen Recherche-NGO Repórter Brasil veröffentlichte. Das Papier belegt die dramatischen Auswirkungen des Sojaanbaus auf das Biom, das sich über knapp 25% des brasilianischen Staatsgebiets in elf Bundesstaaten erstreckt und eine zentrale Rolle als „Wasserspeicher“ für das Land ausübt, da dort Flüsse entspringen und drei wichtige Grundwasserspeicher liegen.…

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Expertenanhörung: Keine Gene gegen Extremwetter

Die Denkfehler der Gentechnik standen im Mittelpunkt einer Anhörung im Deutschen Bundestag zu „neuen genomischen Techniken“ auf Antrag der CDU/CSU-Fraktion. Den wechselnden Wetterkatastrophen, die die aktuellen Veränderungen unseres Klimas mit sich brächten, könne man nicht erfolgreich entgegentreten, indem man einzelne Gene von Pflanzen ändere, klärte eine Expertin für ökologische Agrarwissenschaft auf. Entscheidend sei das vielfältige Zusammenspiel von Pflanzen, Mikroorganismen und Ackerboden. „Es sind fruchtbare Böden, die rasch Wasser aufnehmen und speichern können, die darüber entscheiden, ob Trockenphasen durchgehalten werden und…

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Gentechnik: Über 420.000 Menschen fordern Wahlfreiheit und Risikoprüfung

Vor dem Bundeskanzleramt wurden in der vergangenen Woche 420.757 Unterschriften der Petition „Nicht hinter unserem Rücken – kein Freifahrtschein für neue Gentechnik in unserem Essen!“ von Vertreterinnen und Vertretern eines breiten Bündnisses von Organisationen aus Umwelt- und Verbraucherschutz sowie Land- und Lebensmittelwirtschaft an die Parlamentarischen Staatssekretärinnen Dr. Bettina Hoffmann (Bundesumweltministerium) und Dr. Manuela Rottmann (Bundeslandwirtschaftsministerium) übergeben. Vertreterinnen und Vertreter der Verbände machten bei der Übergabe deutlich, warum eine konsequente Regulierung gentechnischer Verfahren und ihrer Produkte…

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Scharfes Schwert oder kleiner Feigling

Wie bildet sich der Schweinepreis und was kann man von der Notierung des Schweinepreises lernen? Marktbeobachtungen von Hugo Gödde

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Bundesrat mit zahlreichen Änderungsempfehlungen am Tierhaltungskennzeichnungsgesetz

Der Bundesrat hat die vom Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL) vorgelegte verpflichtende staatliche Tierhaltungskennzeichnung befürwortet, ihre Zustimmung aber mit zahlreichen Änderungsempfehlungen verbunden. Für die Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN) ist die Zustimmung „ein völlig falsches Signal“. In der Sitzung des Bundesrates hatte Bundesminister Cem Özdemir noch einmal mit Nachdruck darauf hingewiesen, dass es sich mit dem jetzt vorliegenden Entwurf für ein Tierhaltungskennzeichnungsgesetz um „einen ersten Schritt“ hin zum Umbau der Tierhaltung handele. An weiteren Schritten werde in seinem Haus bereits gearbeitet.…

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Landwirt:innen der AbL fordern fairen, transparenten Zugang zu Land von Gemeindevertreter:innen

Gleichzeitig in 30 deutschen Städten haben Bäuerinnen und Bauern der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) sowie der jungen AbL (jAbL) vor Rathäusern und Verwaltungen für eine gemeinwohlorientierte Verpachtung öffentlicher Flächen demonstriert. Sie forderten ein transparentes Vergabeverfahren für kommunales Pachtland und kritisierten die bisherige Vergabepraxis nach Höchstgebot und Gewohnheitsrecht. Bei den Kundgebungen überreichten die Landwirt:innen den von der AbL erarbeiteten Kriterienkatalog für eine gemeinwohlorientierte Verpachtung landwirtschaftlicher Flächen, der die Kommunalpolitik bei der zielgerichteten Auswahl von…

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Ganz enthusiastisch sind wir Anfang des UN-Jahres der Frauen in der Landwirtschaft gestartet. Die Erklärung „Nicht nur ackern, auch entscheiden!“…