„Jetzt ist die Zeit: Kirchenland gemeinwohlorientiert verpachten!“

Mit einem meterlangen Regenwurm, Bannern und einem Informationsstand forderten Bäuerinnen und Bauern der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) sowie der jungen AbL (jAbL) gestern beim Abend der Begegnung auf dem evangelischen Kirchentag die Kirche zu einer anderen Landvergabe auf. Unter dem Aktionsmotto „Jetzt ist die Zeit: Kirchenland gemeinwohlorientiert verpachten!“ appellierten sie, angelehnt an das Motto des Kirchentags 2023 „Jetzt ist die Zeit“, an die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD), Kirchenland zukünftig nach sozial-ökologischen Gemeinwohlkriterien zu verpachten. Die Kirche soll damit ihrem Auftrag der Schöpfungsbewahrung…

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Ökologische Leistungen in der GAP attraktiv machen - Weidehaltung fördern

Die Leistungen der Bäuerinnen und Bauern im Bereich des Umwelt-, Klima und Tierschutzes (Ökoregelungen) müssen deutlich besser entlohnt werden als bisher. Dies gilt insbesondere für Grünlandbetriebe mit Weidehaltung. Das fordert die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL). Dass die bisherigen Prämienhöhen der Ökoregelungen nicht ausreichen, zeigt nach Ansicht der AbL auch die vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) mitgeteilte Zurückhaltung vieler Betriebe bei der ersten Antragstellung. Die AbL fordert das BMEL und die Bundesländer auf, sich darauf zu verständigen, die Prämienhöhen der Öko-Regelungen noch in diesem…

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Borchert-Kommission „schmeißt“ nicht hin, stellt aber Forderungen

Was war im Vorfeld der letzten Sitzungen der Borchert-Kommission, offiziell heißt sie ja „Kompetenznetzwerk Nutztierhaltung“, nicht alles spekuliert worden. Die Meinungen der Teilnehmer gingen weit auseinander. Borchert „schmeißt hin“, hieß es bei den einen. Die Mitglieder sind immer wieder vom Ministerium enttäuscht worden und wollen nicht als Alibi benutzt werden, meinten andere. Der Charme der Empfehlungen der Kommission vor drei Jahren sei das Gesamtkonzept und davon seien die Entwürfe des Ministeriums weit entfernt. Außerdem werde zwar viel über das „Borchert-Konzept“ geredet, aber die Verordnungen und Gesetzentwürfe würden die gemeinsamen und…

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Agrochemie-Konzerne halten Studien über mögliche Schäden durch Pestizide zurück

Jede vierte von der Industrie finanzierte Studie, die sich mit der möglichen Schädlichkeit von Pestiziden für das sich entwickelnde Gehirn befasst, wurde von den Herstellerfirmen nicht an die EU-Behörden weitergegeben. Dieses Ergebnis einer von Forschenden der Universität Stockholm vorgelegten Analyse gibt Anlass zur Sorge über die Zuverlässigkeit der EU-Sicherheitsbewertung von Pestiziden und untergräbt das Vertrauen in das System, das die europäischen Verbraucher schützen soll. Das teilt die Universität Stockholm mit. Axel Mie und Christina Rudén, Forschende am Institut für Umweltwissenschaften der Universität Stockholm, untersuchten Tests auf…

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Nur wenige der großen Molkereien vertreiben Milch aus Weidehaltung

Nur wenige der großen Molkereien in Deutschland vertreiben Milch aus Weidehaltung oder von Milchbetrieben, die auf ganzjährige oder saisonale Anbindehaltung verzichten. Das ergab eine Abfrage von Greenpeace bei 19 Molkereien, die zusammen zwei Drittel der hierzulande produzierten Milch verarbeiten. Kühe sind, so Greenepeace, eigentlich Weidetiere, die im Stall nicht ihrem natürlichen Verhalten gemäß leben können. Lediglich die Molkereien Hamfelder Hof (100 Prozent) und Andechser (85 Prozent) vertreiben mindestens überwiegend Milch aus Weidehaltung. Einen signifikanten Anteil Weidemilch weisen außerdem Berchtesgadener Land und Ammerland (50 bzw. 46…

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Keine Grüne Revolution für Afrika: Studie belegt Scheitern von AGRA

Die Agrarinitiative „Allianz für eine Grüne Revolution in Afrika“ (AGRA) hat nicht nur ihre Ziele verfehlt, sondern ihre Maßnahmen haben auch negative Folgen für die Menschen und die Umwelt in den Projektländern. Obwohl zivilgesellschaftliche Organisationen schon lange vor den negativen Auswirkungen des von AGRA verfolgten Entwicklungsansatzes warnen, förderte die Bundesregierung die Allianz weiter mit mehreren Millionen Euro. Das zeigt ein am 1. Juni von Brot für die Welt, FIAN Deutschland, Forum Umwelt und Entwicklung, INKOTA-netzwerk und der Rosa-Luxemburg-Stiftung herausgegebener Bericht. Mit mehr als zwei Jahren Verzug hatten das Bundesministerium…

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Neue Gentechnik: Keine Belege für Pestizidreduktion

Die EU-Kommission argumentiert, mit neuen gentechnischen Verfahren (NGT) hergestellte Pflanzen könnten helfen, Pestizide einzusparen. Einer Analyse der Verbraucher:innenorganisation Foodwatch zufolge gibt es dafür keine belastbaren Daten. Sie forderte deshalb zusammen mit den Umweltorganisationen BUND und Global 2000 eine „echte Pestizidreduktion statt leerer Gentech-Versprechen“. Dass Gentechnik-Pflanzen dabei helfen könnten, den Pestizideinsatz zu reduzieren, ist für Foodwatch-Pestizidexperte Lars Neumeister bislang nur eine Behauptung der Agrarindustrie. Konkrete Zahlen über ein solches Potenzial der Neuen Gentechnik habe die Europäische Union…

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BDM-Aktionen „Wir baden aus, was die Politik versäumt!“

Unter dem Motto „Wir baden aus, was die Politik versäumt“ stand die bundesweite Aktion der Milchbäuerinnen und Milchbauern des Bundesverbands Deutscher Milchviehhalter (BDM) e.V. anlässlich des Weltmilchtags am 1. Juni, die in Hannover am 30. Mai ihren Auftakt hatte und am 31. Mai in Berlin, Düsseldorf, Stuttgart, Schwerin sowie am 1. Juni in Kiel und München fortgesetzt wurde. Unterstützende Worte kommen von der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL), die zum zeitgleich zum Weltmilchtag stattfindenden Weltbauerntag Respekt, Wertschätzung und langfristige Perspektiven für die Arbeit der Bäuerinnen und Bauern fordert. Nach den…

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Neue Gentechnik: Kanada schafft Zulassung ab

Das kanadische Landwirtschaftsministerium hat für die meisten gentechnisch veränderten Pflanzen und daraus hergestellte Lebensmittel die Zulassung abgeschafft. Solange kein fremdes Erbgut eingebaut wird, können die Pflanzen ohne jede staatliche Kontrolle angebaut und vermarktet werden. Damit folgte die Regierung eins zu eins Vorschlägen der Gentechniklobby. Biologisch und konventionell gentechnikfrei wirtschaftende Betriebe fürchten nun um ihre Existenz. Anfang Mai verkündete die kanadische Landwirtschaftsministerin Marie-Claude Bibeau neue Saatgutrichtlinien für die kanadische Lebensmittelbehörde CFIA. Sie legen fest, dass gentechnisch veränderte…

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NGO-Analyse entlarvt Ernährungssicherheits-Argument von Agrar-Lobbyisten als Schwindel

“Wir brauchen jeden Quadratmeter Boden” für den Anbau von Weizen, um “leere Teller in Europa” und Hunger in der Welt zu verhindern. Mit diesem Argument erkämpften Agrar-Lobbyisten und ihre politischen Verbündeten im Frühjahr 2022 das Aussetzen der Greening-Auflagen aus der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP). 21 Mitgliedstaaten nutzten 2022 die EU-Ausnahmeregelung und ackerten die für die Biodiversität gewidmeten Ökologischen Vorrangflächen (ÖVF) für die landwirtschaftliche Produktion um. Doch wie eine neue Analyse von der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft, BirdLife International, Birdlife Österreich, Corporate Europe Observatory und GLOBAL…

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