Meldungen vom Milchmarkt

Marktbeobachtungen von Hugo Gödde

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Naturschutz fordert mehr Fläche und hat konkrete Anforderungen an die Landwirtschaft

Anlässlich des 36. Deutschen Naturschutztages (DNT) in Hannover wurde die „Hannoversche Erklärung“ an Bundesumweltministerin Steffi Lemke übergeben. In der Erklärung, an der alle 1.000 DNT-Teilnehmenden mitwirken konnten, fordern die Beteiligten die Politik auf, zukünftig einen stärkeren Fokus auf die Biodiversitätskrise zu legen und die notwendige Transformation von Wirtschaft und Infrastruktur in eine klimaneutrale Gesellschaft nicht als Hindernis, sondern als Chance für mehr Naturschutz zu begreifen. In der Erklärung werden unter der Überschrift „Landnutzung naturverträglich gestalten“ auch konkrete Anforderungen an die Landwirtschaft gestellt. I…

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Neuer Landwirtschaftsminister kommt vom Bauernverband

Der bisherige Präsident des Bauernverbandes Schleswig-Holstein (BVSH), Werner Schwarz, ist der neue Landwirtschaftsminister in der schwarz-grünen Landesregierung im nördlichsten Bundesland. Die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft Schleswig-Holstein (AbL) sieht den neuen Minister vor großen Aufgaben und will ihn daran messen, ob dieser sich für die Belange der Bäuerinnen und Bauern stark macht. Vertreter von Umweltverbänden loben ihn insbesondere mit Blick auf sein Engagement innerhalb der Zukunftskommission Landwirtschaft als ausgleichende Persönlichkeit und „Brückenbauer“. Berit Thomsen, Geschäftsführung der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche…

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Umweltauflagen sind kein Spielball, sie dienen der Ernährungssicherung

Mehrere Europaabgeordnete, darunter die SPD-Europaabgeordnete Maria Noichl und der grüne Martin Häusling, fordern mit Blick auf die Diskussion zur befristeten Aussetzung der Regelungen zum Fruchtwechsel - GLÖZ 7 - und zur Stilllegung - GLÖZ 8 – Respekt seitens der Kommission gegenüber den vom Ko-Gesetzgeber, hier dem Parlament, mitgetragenen Entscheidungen. In einem offenen Brief an Kommissionspräsidentin Dr. Ursula von der Leyen, dem geschäftsführenden Vizepräsidenten Frans Timmermans sowie EU-Agrarkommissar Janusz Wojciechowski nehmen die Parlamentarier Bezug auf Äußerungen der Kommission, wonach gemäß der Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP)…

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Dachverband Ökologische Pflanzenzüchtung gegründet

Zwölf ökologisch arbeitende Pflanzenzüchtungsunternehmen haben zum Auftakt der Öko-Feldtage den Dachverband ökologischer Pflanzenzüchtung in Deutschland gegründet. Sie wollen damit ihre Interessen innerhalb der Öko-Branche besser vertreten und auch in der Agrarpolitik als Institution und Ansprechpartner wahrgenommen werden. „Dieser starke gemeinsame Auftritt zeigt ganz klar: Wir mischen mit in Politik und Wirtschaft, denn Biozüchtung ist gerade jetzt entscheidend! Das Ziel von 30 Prozent Bio können wir erreichen. Das gelingt jedoch nur mit für den Ökolandbau geeignetem Saatgut – unser Ziel muss also auch 30 Prozent Biozüchtung sein. Außerdem muss…

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Wissenschaftler: Die GAP-Strategiepläne sollten verbessert werden

Um dem Verlust der biologischen Vielfalt aufzuhalten, könnte sich die Europäische Union bei der Gestaltung ihrer künftigen Agrarpolitik an sechs Grundsätzen orientieren, begleitet von mehrjährigen Vereinbarungen und progressiven Zahlungssystemen. Dies sind die Kernpunkte der Empfehlungen von über 300 Wissenschaftler:innen aus 23 EU-Mitgliedstaaten, die im Auftrag der Europäischen Kommission konsultiert wurden. Das teilt das Deutsche Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) mit Verweis auf eine jetzt veröffentlichte Zusammenfassung der Ergebnisse dieses Konsultationsprozesses mit. Ein besonderer Schwerpunkt der Studie liegt auf dem…

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Bericht: ‚Patentdickicht' blockiert die konventionelle Pflanzenzüchtung

Die traditionelle Pflanzenzucht könnte bald unmöglich werden, da große Konzerne verstärkt versuchen, Patente auf natürlicherweise vorkommende Gene und zufällige Mutationen anzumelden. Darauf macht ein neuer Bericht des Bündnisses „Keine Patente auf Saatgut!“ aufmerksam, der am 29. Juni veröffentlicht wurde. Die Nutzung der biologischen Vielfalt für die konventionelle Züchtung von Pflanzen und Tieren wird so behindert oder sogar blockiert, da diese Patente ein undurchdringliches ‚Patentdickicht‘ für kleinere und mittlere Züchter*innen schaffen. Ganz davon abgesehen, dass sie eigentlich unzulässig sind, da in Europa nur gentechnische Verfahren und nicht…

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Schwarz-grüne Regierungskoalition in NRW startet mit kritisiertem Ressortzuschnitt

In Nordrhein-Westfalen (NRW) hat eine schwarz-grüne Regierung ihre Arbeit aufgenommen. Die Grundlage bildet ein Koalitionsvertrag, der mit Blick auf die Herausforderungen für Landwirtschaft, Umwelt und Klima insbesondere einen Kritikpunkt hervorgerufen hat: die Aufteilung der bis dato noch in einem Ministerium (Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz) zusammengefassten Bereiche Umwelt und Landwirtschaft in zukünftig zwei Ministerien – ein grün geführtes Umwelt- und ein CDU-geführtes Landwirtschaftsministerium. Die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft NRW reagiert mit Unverständnis auf die Teilung des Ministeriums…

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G7-Gipfel: Kraftvolles Signal zur Eindämmung der Klimakrise bleibt aus und finanzielle Zusagen allein machen die Welt nicht gerechter

Die G7-Staats- und Regierungschefs sind nach Einschätzung der Umwelt- und Entwicklungsorganisation Germanwatch beim Gipfel deutlich hinter ihren Möglichkeiten zurückgeblieben. Nachdem die Fachminister:innen ihnen im Mai eine gute Vorlage für große Fortschritte unter anderem in der Klimapolitik erarbeitet hatten, ist das Ergebnis nun vor allem von Schadensbegrenzung geprägt. „Es ist sehr ärgerlich, dass das klimapolitische Aufbruchssignal, das bei diesem Gipfel möglich war, ausgeblieben ist“, bilanziert Christoph Bals, Politischer Geschäftsführer von Germanwatch. „Stattdessen musste vor allem klimapolitische Schadensbegrenzung betrieben werden.“…

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AbL begrüßt Krisenbeihilfe des BMEL - Weitere Maßnahmen müssen aber folgen

Um die Auswirkungen des Krieges in der Ukraine für die landwirtschaftlichen Betriebe abzumildern, will das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) „180 Millionen Euro Hilfen zielgerichtet und unbürokratisch auf die Höfe bringen“, die besonders unter Folgen des Ukraine-Kriegs leiden. Für die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) ist diese Krisenbeihilfe richtig, es müssen aber weitere Maßnahmen folgen. Die Krisenhilfe soll laut BMEL aus zwei Hilfsprogrammen bestehen. Zum einen hat das BMEL eine Länder- und Verbändeanhörung zum Entwurf der "Verordnung zur Gewährung einer außergewöhnlichen Anpassungsbeihilfe für Erzeuger…

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Ganz enthusiastisch sind wir Anfang des UN-Jahres der Frauen in der Landwirtschaft gestartet. Die Erklärung „Nicht nur ackern, auch entscheiden!“…