Kleinbäuerinnen in Afrika erhalten Alternativen Nobelpreis

In Stockholm sind die diesjährigen Preisträger:innen des Alternativen Nobelpreises (Right-Livelihood-Award) bekannt gegeben worden. Der diesjährige Preis geht an Frauen und von Frauen geführte Organisationen, die sich den besonders tief verwurzelten Machtstrukturen unserer Zeit entgegenstellen: autoritärer Herrschaft, patriarchaler Gewalt und einer unkontrollierten Entwicklung Künstlicher Intelligenz. Eine ausgezeichnete Organisation ist die Rural Women’s Assembly (RWA). „Weil sie als geeinte Bewegung von Kleinbäuerinnen Land und Saatgut gegen die Enteignung durch internationale Konzerne und körperliche Selbstbestimmung gegen patriarchale Strukturen…

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Mangelnder Klimaschutz: Deutschland kostet das Zögern jährlich viele Milliarden Euro

Die ökonomischen Folgen der Klimakrise werden immer sichtbarer. Auf die volkswirtschaftlichen Schäden, die durch das Zögern beim Klimaschutz entstehen, hat Prof. Dr. Claudia Kemfert, Leiterin Abteilung Energie, Verkehr, Umwelt am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) in Berlin zum Abschluss des ExtremWetterKongresses in Hamburg hingewiesen. „Allein der Extremsommer 2026 hat in Deutschland nach einer aktuellen Studie volkswirtschaftliche Schäden von rund 36 bis 42 Milliarden Euro verursacht. Das entspricht etwa 0,8 bis 0,9 Prozent der jährlichen Wirtschaftsleistung. Besonders ins Gewicht fallen Produktivitäts- und Produktionsausfälle,…

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Biogas mit Mehrwert: Wie multifunktionale Substrate Energiesicherheit und nachhaltige Landwirtschaft verbinden können

Biogas kann nach Ansicht des Thinktanks Agora Agrar einen wichtigen Beitrag zur Energiewende und zu einer nachhaltigeren Landwirtschaft in Deutschland leisten. Der Einsatz multifunktionaler Substrate eröffne der Branche neue Chancen - wenn jetzt die richtigen politischen Rahmenbedingungen geschaffen würden. Biogas hat in Deutschland dann eine starke Zukunftsperspektive, wenn es andere erneuerbare Energien wie Wind und Sonne flexibel ergänzt und zugleich die Klima- und Umweltleistungen der Landwirtschaft stärkt. Zu diesem Ergebnis kommt ein neues Impulspapier des Thinktanks Agora Agrar, das den Mehrwert sogenannter „multifunktionaler Substrate"…

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Edeka darf Tegut trotz zunehmender Konzentration im LEH übernehmen

Die Konzentration im Lebensmitteleinzelhandel (LEH) ist weiter gestiegen: EDEKA, REWE, die Schwarz-Gruppe (Lidl/Kaufland) und ALDI (Nord und Süd) vereinten 2025 zusammen mehr als 90 Prozent der bundesweiten Umsätze auf sich. Das teilt das Bundeskartellamt im Zusammenhang mit der Freigabe der Übernahme von 178 tegut-Lebensmittelmärkten sowie weiteren Unternehmensteilen durch die EDEKA mit. Die EDEKA hat sich verpflichtet, weitere 24 tegut-Standorte für einen Zeitraum von vier Jahren nicht zu erwerben. Damit werden die vom Bundeskartellamt nach intensiven Ermittlungen festgestellten wettbewerblichen Bedenken ausgeräumt bzw. auf ein…

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Sicherheitsstandards für Freisetzungen von Gentechnik-Mikroben nicht absenken!

In einem gemeinsamen Appell zu den Sicherheitsstandards für Freisetzungen von Gentechnik-Mikroben haben sich 36 zivilgesellschaftliche Organisationen aus 12 Ländern an Abgeordnete des EU-Parlaments gewandt. Ihr Aufruf ist eine Reaktion auf den Vorschlag der EU-Kommission, der die Sicherheitsstandards für Freisetzungen gentechnisch veränderter Bakterien, Hefen, Algen und Viren drastisch absenken würde. Die Unterzeichner:innen fordern das Parlament auf, den Vorschlag abzulehnen oder wesentlich abzuändern. Für die Organisationen aus den Bereichen Umweltschutz, Verbraucherschutz, Landwirtschaft, Imkerei, Lebensmittelproduktion und Wissenschaft ist es…

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Weitere Klagen gegen EU-Gentechnik-Verordnung

Die Slowakei hat am 21.9. beim Europäischen Gerichtshof Klage gegen die neue EU-Verordnung für Pflanzen aus neuer Gentechnik eingereicht. Das bestätigte ein Gerichtsprecher dem Infodienst Gentechnik. Die slowakische Regierung folgte damit einem Appell aus der Zivilgesellschaft mit 300 Unterstützer:innen aus ganz Europa. Bereits am 7.9. hatte, wie erst jetzt bekannt wurde, der Schweizer „Verein der freien Geistesmenschen“ (ALU) gemeinsam mit anderen gegen die EU-Verordnung beim Europäischen Gericht geklagt. Wie die staatliche slowakische Agentur TASR Anfang September berichtet hatte, hatte der slowakische Premierminister Robert Fico nach einer…

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AMK: Länder fordern Planungssicherheit, weniger Bürokratie und verlässliche Perspektiven für die Landwirtschaft

Mit konkreten Weichenstellungen für die Zukunft der Landwirtschaft ist die Agrarministerkonferenz unter bayerischem Vorsitz in Würzburg zu Ende gegangen. Das teilt die AMK mit. Im Mittelpunkt standen demnach die künftige Gemeinsame Agrarpolitik, eine grundlegende Neuausrichtung des Düngerechts, verlässliche Perspektiven für die Nutztierhaltung sowie der Umgang mit zunehmenden Wetter- und Marktrisiken. „Unsere Bäuerinnen und Bauern erwarten zu Recht, dass Politik Probleme löst. Genau darum ging es uns in Würzburg: um Planungssicherheit, weniger Bürokratie und Regeln, die draußen auf den Höfen auch funktionieren. Wir haben bei wichtigen Themen konkrete…

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Landwirtschaft krisenfest machen statt Krisen verwalten!

Anlässlich der Herbstkonferenz der deutschen Agrarministerinnen und -minister des Bundes und der Bundesländer (AMK), welche in dieser Woche in Würzburg stattfand (detaillierte Ergebnisse lagen diesem Nachrichtenbrief bei Redaktionsschluss noch nicht vor), forderte die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) agrarpolitisches Handeln, welches die Betriebe gerade nach diesem Dürresommer und erneut steigenden Kosten in ihrer Resilienz stärkt. Einen Kurswechsel in der Agrarpolitik forderte mit Blick auf die AMK der Deutsche Naturschutzring (DNR). Den Einsatz der AMK für eine europäische Landwirtschaftspolitik (GAP), die auch in Zukunft die…

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Schweinemarktkrise und Tierschutz gehen in Europa weiter – in Deutschland nur Krise?

Marktbeobachtungen von Hugo Gödde +++ Wenn man sich die Tierschutzpolitik der Bundesregierung ansieht, könnte man den Eindruck bekommen, Tierschutz sei aus der Zeit gefallen. Das ist in unseren Nachbarländern zurzeit sehr anders und beschert den Landwirten in Holland und Dänemark heftige Konflikte. Bei uns ist die Reaktion auf die Tierhaltungs-, Milch- und Schweinemarktkrise die Abschaffung des Bundesprogramms Umbau der Tierhaltung und eine lustlose Performance beim Kennzeichnungsgesetz, das der Minister lieber streichen als weiterentwickeln will. Vom notwendigen politischen Engagement und Krisenbewältigung ist nichts zu sehen. Aus der Krisennot heraus…

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„Wachsen oder weichen? – schmeckt uns nicht!“

Vertreter:innen der jungen AbL Bayern (jAbL) haben anlässlich der AMK in Würzburg ihre Zukunftsaussichten bildlich dargestellt, sollte die Politik nicht rechtzeitig gegensteuern: Drei von fünf Plätzen am Tisch der Bäuer*innen bleiben im Jahr 2040 leer. Als junge Menschen in der Landwirtschaft, die vielfältige Höfe bewirtschaften und dies auch noch die nächsten Jahrzehnte tun möchten, ihre Betriebe erfolgreich in die Zukunft führen möchten oder Betriebe neu gründen wollen, sind sie angesichts der Statistiken über die Entwicklung der Betriebszahlen zutiefst besorgt - und ebenfalls über die Prognosen. So besagt die Branchenanalyse der DZ-Bank, dass sich…

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Ganz enthusiastisch sind wir Anfang des UN-Jahres der Frauen in der Landwirtschaft gestartet. Die Erklärung „Nicht nur ackern, auch entscheiden!“…