MMI 3-2025: Jetzt sind die Genossenschaften gefordert!

Im April 2025 lag der Milch Marker Index in Deutschland bei 124. Die Milcherzeugungskosten stiegen von Januar bis April 2025 um 1,42 Cent auf 57,20 Cent pro Kilogramm. Aufgrund des geringeren Anstiegs der Milchauszahlungspreise werden nur noch 93 Prozent der Erzeugungskosten gedeckt. Besonders stark gestiegen sind die Preise für Betriebsmittel wie Saatgut, Dünger und Pflanzenschutzmittel. Am stärksten betroffen war die Region Süd. Weiter sinkende Milchmengen erwartet „Trotz vermeintlich guter Milchpreise gibt es im Bundesdurchschnitt immer noch eine Unterdeckung von 7 Prozent“, stellt der Vorstandsvorsitzende der MEG Milch Board Frank Lenz fest.…

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Union und SPD wollen zurück in alte Zeiten

Die Agrarministerinnen und -minister des Bundes und der Bundesländer haben sich letzte Woche bei ihrer Sonder-Konferenz zur Zukunft der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) der Europäischen Union zwar auf eine gemeinsame Resolution, nicht aber eine gemeinsame Positionierung verständigt. Wie aus den Protokollerklärungen zur Beschlussfassung hervorgeht, wollen einige - nicht alle - Unions- und SPD-geführten Bundesländer an der weitestgehend pauschal gezahlten Flächenprämie in ihrer jetzigen Höhe auch nach 2027 uneingeschränkt festhalten. Die Öko-Regelungen als zentrales bundesweites Förderangebot für Umwelt- und Tierschutzleistungen der Landwirtschaft sollen…

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Wiederherstellungsverordnung unverzichtbar: 35 Organisationen drängen auf entschlossene Umsetzung

35 Organisationen aus dem Bereich Umwelt und Naturschutz, Natursport, ökologischer Landbau und Tierschutz appellieren an Bund und Länder, die im August 2024 in Kraft getretene Verordnung zur Wiederherstellung der Natur (Nature Restoration Law, NRL) gemeinsam und entschlossen umzusetzen. Die Organisationen betonen, dass die aktuelle Blockadehaltung einiger Akteure verantwortungslos sei und nicht nur den Schutz unserer Natur, sondern auch unsere Gesundheit, Wirtschaft und das Klima gefährde. Die Missachtung unserer Verpflichtungen aus dem Weltnaturabkommen würde auch international ein verheerendes Signal aussenden. Aus Sicht der Organisationen ist die…

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Patent auf buschig wachsende Melonenpflanzen bleibt bestehen

Die Beschwerdekammer am Europäischen Patentamt in München hat einen Einspruch gegen ein Patent (EP814316) der Firma BASF (Nunhems) zurückgewiesen. Der Konzern beansprucht buschig wachsende Wassermelonen und deren Früchte als technische Erfindung. Der Vorteil: Für den Anbau dieser Pflanzen wird weniger Fläche benötigt. Doch der buschige Wuchs der Pflanzen entstand durch Zufall und wurde laut Patentschrift lediglich entdeckt. Die Organisation Keine Patente auf Saatgut!, dessen Mitglied auch die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft ist, hatte gegen das Patent Einspruch eingelegt, weil es nicht erfinderisch ist und die Patentierung von…

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Zukunftsfähige Landwirtschaft nicht wegschieben!

Die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) und das Bündnis „Wir haben es satt!“ – ein Zusammenschluss aus Bäuer*innen, Verbraucher*innen sowie Organisationen der Umwelt-, Tier- und Klimaschutzbewegung – haben heute zusammen in Berlin mit einer bildstarken Aktion mit Planierraupe gegen weitere Rückschritte in der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) der EU protestiert. Anlass ist die heutige „Sonder-Agrarministerkonferenz“ in Berlin, bei der sich die deutschen Agrarminister*innen auf eine gemeinsame Position zur GAP nach 2027 verständigen wollen. Dem Artensterben und der Klimakrise zum Trotz wurden in den vergangenen beiden Jahren unter dem…

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Biomarkt Sommer 2025: bessere Preise, steigende Nachfrage, null Umstellung

Marktbeobachtungen von Hugo Gödde +++ Vor neuem Aufschwung, Konsolidierung nur durch Einzelhandelskonzerne, klassischer Strukturwandel mit Wachsen oder Weichen, Abbau des Bio-Mittelstands, Grundskepsis bei Bäuerinnen und Bauern – die Attribute für die Situation auf den Biomärkten sind vielfältig. Manche halten die Bio-Krise der letzten Jahre für überwunden, andere sehen eher eine grundlegende Konventionalisierung von der Erzeugung bis zur Ladentheke, die die (alten?) Bio-Werte beiseiteschiebt. Wieder andere halten die gegenwärtige Marktlage für eine Übergangsphase zu einem stärkeren Konkurrenzkampf auch im Biosegment. Und was bedeutet es für die…

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Kurswechsel in der EU-Agrarpolitik gefordert

Anlässlich der heutigen Sonder-Agrarministerkonferenz von Bund und Ländern in Berlin fordert der Geschäftsführer des Deutschen Naturschutzrings (DNR), Florian Schöne einen Kurswechsel in der EU-Agrarpolitik und begrüßt den heutigen WHES-Protest als wichtiges Signal. Bereits im Vorfeld der Sonder-AMK hat der Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) ein Umschichte der GAP-Gelder zugunsten von mehr Nachhaltigkeit resp. Bio gefordert. Florian Schöne sagt: „Die Agrarministerinnen und Agrarminister müssen sich bei ihrer Sonderkonferenz unmissverständlich für eine zielgerichtete Verwendung von Milliarden öffentlicher Steuergelder im Sinne von Natur und…

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THKG: AbL fordert Vorschläge zur Umsetzung, statt Ablehnung

Auf der Tagesordnung zur nächsten Sitzung des Bundesrates am 11. Juli steht auch das Gesetz zur Änderung des Tierhaltungskennzeichnungsgesetzes. Dazu empfiehlt der Agrarausschuss des Bundesrates die Aufhebung des Gesetzes. Eingebracht wurde der Antrag von den B-Ländern, das sind die, die von der Union geführt werden, Baden-Württemberg, Hessen und Schleswig-Holstein. Mit einem Brief hat die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) den Bundesrat aufgefordert, die Empfehlungen des Agrarausschusses abzulehnen und stattdessen Lösungen zu erarbeiten. Als Angriff auf das Tierwohl bezeichnet die BÖLW-Vorstandsvorsitzende Tina Andres den Antrag. Der…

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BayWa: Bäuerinnen und Bauern dürfen nicht die Verlierer sein

Die BayWa AG rechnet für das Geschäftsjahr 2024 mit einem Verlust von 1,6 Milliarden Euro. Die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) hofft, dass dabei die Bäuerinnen und Bauern nicht komplett verlieren, fragt nach der Verantwortung des Aufsichtsrates mit DBV-Präsident Joachim Rukwied und sieht die die Entwicklung der BayWa auch als Warnsignal für die Fusion von Arla und DMK. Den Verlust von 1,6 Milliarden Euro in 2024 hat die BayWa in einer Verlustanzeige nach § 92 Abs. 1 Aktiengesetz gemacht. In der 102-jährigen Unternehmensgeschichte hatte die BayWa in 2023 erstmalig einen Verlust zu verzeichnen in Höhe von damals 93 Millionen Euro…

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Ausbeutungsstrukturen und Lohndumping bringen keine gute Ernte ein!

Bauernverband und Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer beweisen mit ihren öffentlichen Forderungen nach einer offiziellen Unterschreitung des Mindestlohns noch bevor die Mindestlohnkommission ihren Vorschlag veröffentlicht hat, nicht nur mangelnde Empathie gegenüber der vielfach ohnehin von Armut und Ausbeutung betroffenen Gruppe der Saisonarbeiter:innen, sondern auch mangelnde Weitsicht. Das erklären die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft – Landesverband Niedersachsen ( AbL Niedersachsen/Bremen) und die Arbeitslosenselbsthilfe Oldenburg (ALSO e.V.) in einer gemeinsamen Mitteilung. Steigendende Kosten und stagnierende Erzeugerpreise…

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